Filmhandlung und Hintergrund

Nur 31 Jahre alt wurde der New Yorker Straßen-Pop-Art-Künstler Keith Haring. Sein aufregendes Vermächtnis zeigt Christina Clausen in einer sehr gelungenen Doku. Geradlinig, aber mit Stilismen versehen, die dem hippen Trendsetter Haring (1958-1990) gerecht werden, bildet Clausen seinen Werdegang chronologisch ab und bindet Biografisches eng in ihre Dokumentation ein. Diese ist dicht gepackt und temporeich, ohne zu...

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Kritikerrezensionen

  • Nur 31 Jahre alt wurde der New Yorker Straßen-Pop-Art-Künstler Keith Haring. Sein aufregendes Vermächtnis zeigt Christina Clausen in einer sehr gelungenen Doku.

    Geradlinig, aber mit Stilismen versehen, die dem hippen Trendsetter Haring (1958-1990) gerecht werden, bildet Clausen seinen Werdegang chronologisch ab und bindet Biografisches eng in ihre Dokumentation ein. Diese ist dicht gepackt und temporeich, ohne zu überfordern, gut gefüllt mit Interviewschnipseln und zeigt vor allem Bilder, Bilder, Bilder. John Gruen, Verfasser der autorisierten Biografie, stellte Audioausschnitte und Interviews mit Haring zu Verfügung. Des Weiteren kommen seine Eltern und Geschwister, Künstlerfreunde, Galeristen sowie Yoko Ono zu Wort. Zwar beschreiben sie ihn als lustigen, freundschaftlichen Typen, ansonsten gestattet das Material aber nur einen indirekten Zugang zu seiner Person. Er bleibt im Hintergrund, selbst wenn man in raren Aufnahmen seine Arbeit mitverfolgen kann. Die ist beeinflusst von Comics und Graffiti, versteht sich als Straßenkunst und verbreitet selbst bei schmerzhaften Themen Lebensfreude, spart aber auch nicht an sexuell expliziten Inhalten.

    Entlang den Stationen in seiner Vita hebt eine Zeitreise in die 70er und 80er an, wunderbar vollgesogen mit Kultur. Kaum hatte der junge Nachwuchsmaler aus der Provinz nach Pittsburgh ans Arts and Crafts Center gewechselt, begann im Kontakt mit der urbanen Kreativszene ein Schaffensdrang, der sich in New York fortsetzte. Mit der Künstlergemeinde der East Village startete er wilde Avantgarde-Performances, lebte orgiastisch Sex, Drugs und Rock’n’Roll. Mit einem anregenden bis mitreißenden Score entsteht so ein famoses Szeneportrait Manhattans vor AIDS. Die Immunschwächekrankheit blieb dem homosexuellen Künstler, der mittlerweile eng mit Andy Warhol befreundet war, nicht erspart und löste noch mal einen frenetischen Schaffensrausch aus, der ihn weltweit bekannt machte. Seine Kunst ist nach wie vor gegenwärtig, eine Analyse seines Werks bleibt dennoch außen vor. Clausen blendet das alles aus und erstaunlicherweise funktioniert ihr Film dennoch als fokussierte, berauschende Werkschau, die Lebensgefühl und Kunst perfekt wiedergibt. tk.

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    Kino.de Redaktion  

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