Filmhandlung und Hintergrund

Romantische Verwechslungskomödie um zwei verliebte Hochstapler.

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Kritikerrezensionen

  • Kein Geld der Welt: Romantische Verwechslungskomödie um zwei verliebte Hochstapler.

    Die Lüge gehört ebenso zu den unverzichtbaren Zutaten romantischer Komödien wie die Verwechslung. Berno Kürten mischt in seiner temporeichen Sozialromanze beides.

    Es ist eine Laune des Augenblicks, um auf Augenhöhe zu sein: Als die Berliner Schuhverkäuferin Lisa (Stefanie Stappenbeck) auf Mallorca die fette Yacht ihres Arbeitgebers entdeckt und dessen Sohn Jonas (Steffen Groth) kennen lernt, gibt sie sich keck als Spross einer reichen Familie aus. Was Lisa nicht ahnt: Jonas ist beim Schuhkönig Dagenhorst - Firmenmotto: „Billig ist uns noch zu teuer“ - bloß das Mädchen für alles. Aber die Verwechslung schmeichelt ihm, und so spielt er mit. Dann allerdings schmieden Lisa und ihre Kolleginnen (Milena Dreißig, Anja Franke) einen Plan, um ihre von der Schließung bedrohte Filiale zu retten. Sie wollen Dagenhorst (Uwe Ochsenknecht) klar machen, dass die Billigmasche keine Zukunft hat; Service, Atmosphäre und vor allem ausgefallenes Schuhwerk würden bei den Kundinnen viel besser ankommen. Ausgerechnet Jonas soll ihr Botschafter sein. Dagenhorst ist angesichts des Betrugs seines „Sohnes“ zunächst außer sich und entlarvt auch Lisa im Nu als Schwindlerin, findet dann aber Gefallen an der Idee, zumal seine Firma kurz vor der Pleite steht. Bloß die Liebe bleibt auf der Strecke: Lisa, die Jonas immer noch für Dagenhorst junior hält, glaubt nun, er sei die ganze Zeit bloß hinter ihrem vermeintlichen Geld hergewesen.

    Berno Kürten (Buch und Regie), der für das ZDF bereits mit großem Erfolg den Film „Vertrauen ist alles“ gedreht hat, würzt seine Geschichte von den betrogenen Betrügern mit vielen hübschen Details. Der Film lebt aber vor allem von den liebevoll entworfenen Figuren und ihren Darstellern. Steffen Groth braucht zwar nicht viel mehr als sein gutes Aussehen, aber Stefanie Stappenbeck würde die Handlung mit ihrer munteren Mimik auch mühelos alleine tragen. Uwe Ochsenknecht hat sichtlich Spaß an seiner Rolle als fieser Fabrikant, dem es einzig und allein um den Profit geht. Mit nicht weniger Hingabe verkörpert Ludger Pistor Dagenhorsts blasierten Butler. Die Krönung aber ist Mareike Carrière als Lisas Mutter, ein Ex-Model, das gern von der Welt der Reichen und Schönen schwärmt, außer einer abgebrochenen Lehre als Schneiderin aber nicht viel vorzuweisen hat.

    Selbst Kürtens temporeiche Inszenierung kann allerdings nicht über ein paar grobe Anschlussfehler hinwegtäuschen. So hüpft Jonas zum Beispiel mal einem Designerschuh in die Spree hinterher, ist einen Schnitt später aber schon wieder völlig trocken. Selbst das verzeiht man dem Film jedoch, weil es viel schöner ist, sich darüber zu freuen, wie sich Lisa und Jonas verzweifelt bemühen, ihren Rollen als Millionenerben gerecht zu werden. tpg.

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