Karo und der liebe Gott

   Kinostart: 16.05.2019
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Filmhandlung und Hintergrund

Eine phantastisch angehauchte, einfühlsam erzählte Geschichte über den Umgang mit Verlusten macht den anvisierten Dreikäsehoch-Zuschauer mit spezifisch österreichischem schwarzen Humor vertraut, wenn das Mädchen auf der Sinnsuche mit einem grantelnden Penner eines der bemerkenswerteren Buddy-Teams dess jüngeren deutschsprachigen Films formt. Die Eltern hinterlassen einen hilflosen, egozentrischen Eindruck (ganz...

Am feierlichen Abend nach der Erstkommunion der kleinen Karo (Resi Reiner) zerstreiten sich ihre Eltern, weil Vater Peter (Markus Gertken) fremdgeht. Mutter Alice (Petra Morzé) zieht mit der erschütterten 8-jährigen aus, die daraufhin Rat beim lieben Gott sucht - via Walkie-Talkie. Der antwortet auch prompt, ist er doch ein verlumpter Alkoholiker (Branko Samarovski) aus der Nachbarschaft. Doch Karos unerschütterlicher Glaube lässt ihn zum Schutzengel werden.

Augenzwinkernde Kinderkomödie über einen vermeintlichen Allmächtigen, der mit breitem Wiener Dialekt einem verzweifelten Mädchen mit wundersamem Rat den Weg aus der Lebenskrise weist. Die göttliche Mission zur Wiedervereinigung der Eltern birgt erfrischend viel Fantasie.

Die kleine Karo wünscht sich, dass der Liebe Gott die zerrüttete Ehe ihrer Eltern kitten möge. In einem sozial auffälligen, etwas verwahrlosten älteren Nachbarn meint sie den Schöpfer erkannt zu haben. Weil die Kleine gar so hartnäckig an ihn glaubt, erteilt ihr der Alte notgedrungen weise Ratschläge wie „lass dia ned auf den Kopf scheissen“ und freundet sich ein bisschen mit ihr an. Wohl wissend, dass die Beziehung, erführe jemand davon, nur auf geringes Verständnis stoßen würde. Als aber der liebe Gott krank wird, passiert genau das.

Ein kleines Mädchen glaubt im Sozialfall von nebenan den Lieben Gott und die Lösung aller familiären Probleme gefunden zu haben. Einfühlsames Kinderdrama über Verlustängste und Selbsthilfe.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Dieser Film, wird zunächst als gewöhnliche Story um eine Familie, die zum Patchwork zu werden droht, angelegt. Die Schauspieler sprechen Hochdeutsch und die Ereignisse könnten überall stattfinden. Dann kommt diese Stimme ins Spiel, die Stimme Gottes, die in breitem, oft sehr unfeinem Wienerisch spricht. Später, wenn er in Persona eingeführt wird gesellt sich passend zur Sprache ein derber Typ. Dieser Typ ist es, der die recht herkömmliche Geschichte um die drohende Scheidung der Eltern von Karo, über durchschnittliches TV-Format erhebt. Trotzdem bleibt fraglich, ob der Film nicht im Fernsehen besser aufgehoben wäre als auf der Leinwand.

      Es wird eine zeitgemäße Geschichte erzählt, die zuhauf im realen Leben so oder ähnlich passiert. Dennoch sind vor allem die Teile, die Karo zusammen mit Gott zeigen anrührend und eine Ode an die unbelastete Freundschaft zwischen einem älteren Herrn und einem kleinen Mädchen. Das wird von den Figuren im Film, insbesondere den Eltern, natürlich anders wahrgenommen. Sie sind schockiert, als sie die Freundschaft zwischen den Beiden entdecken und vermuten das Schlimmste.

      Der ältere Herr, oder der Liebe Gott, hilft Karo zunächst, ihren Wunsch zu verwirklichen, die Eltern wieder zusammenzubringen, doch bald merkt sie selbst, dass ihre Versuche scheitern. Zeitgleich versucht er ihr die Augen zu öffnen, dass es manchmal besser ist, den Dingen ihren Lauf zu lassen. Denn, waren die Eltern wirklich noch glücklich? Der Film findet eine zeitgemäße Lösung für dieses Problem mit ein bisschen Hilfe „von oben“.

      Einige der Schauspieler in den Hauptrollen bieten eine hervorragende Leistung: ganz vorne ist der Darsteller des Lieben Gott zu nennen, aber auch die kleine Karo und ihre Mutter sind gut besetzt.

      „Karo und der Liebe Gott“ ist eine berührende, leicht erzählte Geschichte über ein kleines Mädchen, dass seine erste Lebenserschütternde Krise bewältigt.

      Fazit: Netter Film über eine auseinander brechende Familie, was die Tochter mit „himmlischer Hilfe“ versucht zu verhindern.
    2. Eine phantastisch angehauchte, einfühlsam erzählte Geschichte über den Umgang mit Verlusten macht den anvisierten Dreikäsehoch-Zuschauer mit spezifisch österreichischem schwarzen Humor vertraut, wenn das Mädchen auf der Sinnsuche mit einem grantelnden Penner eines der bemerkenswerteren Buddy-Teams dess jüngeren deutschsprachigen Films formt. Die Eltern hinterlassen einen hilflosen, egozentrischen Eindruck (ganz wie vielleicht oft im wirklichen Leben), doch die frohe Botschaft (hilf dir selbst, dann hilft dir Gott) kapieren Kinder auch ohne deren Hilfe.

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