Jim Carroll - In den Straßen von New York

  1. Ø 5
   1995
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Filmhandlung und Hintergrund

Jim Carroll wächst in den Straßen von New York auf. Mit seinen Basketballkünsten sichert er sich ein Stipendium an einer katholischen Renommierschule. Doch schon bald beginnt er, verzweifelt vom Tod eines Freundes, sich dem lockeren Drogenleben zuzuwenden. Wenig später zwingt ihn die Sucht zum Leben auf der Straße. Jims Abstieg scheint unaufhaltsam.

Jim Carroll und seine Freunde sind eine verschworene Clique, die ihre Jugend in vollen Zügen genießt. Als umjubelte Stars eines aufstrebenden New Yorker High School Basketball-Teams treten sie auch außerhalb des Courts selbstbewußt auf. Ihr unstillbarer Lebenshunger treibt sie dazu, immer extremere Erfahrungen zu suchen. Zuerst im Sex, dann bei leichten Drogen und schließlich bei Heroin. Bald wird die Sucht unkontrollierbar und Jim Carroll landet als Junkie in der Gosse, wo er in einen Mord verwickelt wird.

Verfilmung des Jim Carroll-Kultbuches „The Basketball Diaries“ über den Abstieg eines jungen Wilden, deren Drehbuchschwäche vom glänzend spielenden Leonardo DiCaprio ausgeglichen wird.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • 1978 sorgte Jim Carroll mit der Veröffentlichung der poetischen Tagebücher über seine Jugend in den sechziger Jahren auf den Straßen von New York für eine literarische Sensation. Mit schonungsloser Offenheit und in ihrer Naivität bewegender Underground-Prosa beschrieb Carroll darin seinen unaufhaltsamen Abstieg vom New Yorker Basketball-Talent zum bemitleidenswerten Drogenwrack. Die filmische Adaption lädt ein zum Besuch der dunklen Ecken jener Straßen, die man aus den persönlichsten Arbeiten von Martin Scorsese kennt. In den Händen von Videoclip-Spezialist Scott Kalvert geraten die mean streets allerdings ein ums andere Mal eine Spur zu antiseptisch, um Carrolls Höllenritt adäquat auf Zelluloid zu bannen. Überhaupt hat der Spielfilmdebütant mit einigen Problemen zu kämpfen. Das liegt zum einen in der episodenhaften Struktur der Vorlage begründet, die nur mit Mühe in eine stringente, dramatische Handlungsform zu bringen ist. Zum anderen stellt sich der Regisseur mit der Entscheidung, die Geschichte in die hektischen Neunziger zu verlegen, selbst ein Bein und raubt seiner eigentlich packenden Story damit die Durchschlagskraft. Über jeden Zweifel erhaben ist dagegen die schauspielerische Tour de Force, die der 20jährige Leonardo DiCaprio mit seinem Tanz auf dem Vulkan hinlegt. Immer, wenn Regisseur Kalvert die Bilder fehlen, um die Emotion der Geschichte transparent zu machen, springt der beste junge US-Schauspieler unserer Zeit in die Bresche. Verletzlichkeit und Fragilität stehen ihm im Gesicht geschrieben wie niemandem sonst und machen seinen Abstieg in die Halbwelt New Yorks besonders schmerzhaft, zumal die kühl aus dem Off vorgetragenen Gedichte Carrolls ihn dabei begleiten und für Authentizität sorgen. Von den Schicksalen um sich herum (sein bester Freund stirbt an Leukämie) und der eigenen Sucht zerrüttet, ringt er einem gefallenen Engel gleich um seine verlorene Unschuld. Wenn er in der erschütterndsten Szene des Films bei seiner Mutter um das nötige Kleingeld für den nächsten Schuß fleht, dann wird man als Zuschauer frontal getroffen. Unterstützt von einer Gruppe überzeugender Jungdarsteller (Teenie-Idol Mark Wahlberg ist eine echte Entdeckung!) verleiht DiCaprio den „Basketball Diaries“ Flügel, wo sie abzustürzen drohen. Und wenn er in einer bemerkenswerten Szene auf den echten Jim Carroll trifft, dann erreicht dieser Bilderbogen über den menschlichen Willen zum Überleben sogar die Qualität eines Meisterwerks wie „Drugstore Cowboy“. ts.

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