Filmhandlung und Hintergrund

Dokumentarfilm über die Liebesgeschichte einer deutschen Punkmusikerin und einem tibetischen Lama.

Die drogensüchtige Punkmusikerin Tara Herbener begegnete ihrer großen Liebe 1996 in Indien. Als sie mit Buddhismus und Zen ihre Sucht überwand, traf sie auf den tibetischen Lama Ngawang Gelek, der dort im Exil lebte. Ihr zuliebe gab er sein Mönchsgelübde auf und beide wurden ein Paar, das zurück in Sandras Heimat Deutschland zog. Seitdem haben die zwei grundverschiedenen Menschen ihr bescheidenes Glück in einer Berliner Dachwohnung gefunden, woran auch die 3-jährige Tochter Tara einen nicht unerheblichen Anteil hat.

Die Absolventin der DFFB Berlin, Solveig Klassen, folgt in ihrem Dokumentarfilm dem Alltag und der Vergangenheit eines ungleichen, aber in sich ruhenden Paares. Unaufdringlich wohnt sie Gebeten und Tanzabenden bei, Besuchen bei den Eltern und im fernen Tibet.

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    Kritikerrezensionen

    • Jenseits von Tibet - Eine Liebe zwischen den Welten: Dokumentarfilm über die Liebesgeschichte einer deutschen Punkmusikerin und einem tibetischen Lama.

      In Indien begegnen sich 1996 ein tibetischer Lama und Exilant und eine Punkmusikerin aus Berlin, die durch Buddhismus und Zen ihre Drogensucht überwand. Sie verlieben sich, er gibt sein Mönchsgelübde zurück und geht mit ihr nach Deutschland. In einer Berliner Dachwohnung leben Ngawang Gelek und Sandra Herbener mit der dreijährigen Tochter Tara ein selbstgewähltes bescheidenes Glück. Ihrem Alltag und ihrer Vergangenheit folgt die Dokumentarfilmerin Solveig Klaßen, Absolventin der DFFB Berlin, mit unaufdringlichem Kameragestus und zeichnet das Porträt eines Paares, das in sich ruht und sich gefunden zu haben scheint.

      In Indien erzählen Sandra und Gelek von ihrer schicksalhaften Begegnung, von Geleks Gefühl, Sandra könne das Karma aus seinem letzten Leben sein. In Berlin betet Gelek in Fußgängerzonen, spricht mit Jüngern. Die gemeinsamen Lieder- und Tanzabende moderiert die Tibetisch sprechende Sandra an, dann zieht sich die Kamera zurück. Am Bodensee zu Besuch bei Sandras Eltern, wo „es sauberer ist als beim Dalai Lama“ (Gelek), geht man freundlich distanziert miteinander um. 2000 besuchen Sandra und Tara Geleks Familie in einem tibetischen Hochtal, wo Gelek und sein Vater über die Digitalkamera Grüße über 8000 km austauschen.

      Klaßens Dialog der Kulturen über die unterschiedlichen Welten, die das Paar täglich lebt, ist in seiner zurückhaltenden Art sowohl Botschaft an fremdenfeindliche Gesellschaften, als auch Versuch, die zarten Bande einer ungewöhnlichen Liebe aufzuzeigen, ohne alles erklären zu müssen. Klaßen findet zugleich nüchterne und poetische Bilder für ihre Kulturwanderer (Sandra, die auf dem U-Bahnhof Gleisdreieck tibetisch singt, das Paar auf einem Felsen zwischen Himmel und Erde). Mehrere Dokumentarfilmpreise (Leipzig, Graz, Bayerischer „Der junge Löwe“) und die Sensibilität des Filmes sollten für Programmkinos Grund genug für den Einsatz sein. ger.

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