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Jenseits der Träume

Kinostart: 12.08.1999
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Filmhandlung und Hintergrund

Regisseur Neil Jordans („Interview mit einem Vampir“) Psychoschocker „In Dreams“ gleicht einem intensivem Fiebertraum: mit symbolträchtigen und opulenten Bildern oftmals visuell faszinierend, doch gleichzeitig auch häufig unzusammenhängend und an den Haaren herbeigezogen. Das Drehbuch von Bruce Robinson basiert auf dem Roman „Doll’s Eyes“ von Bari Wood und setzt sich mit paranormalen Themen wie Hellsehen und Gedankenübertragung...

Die Kinderbuch-Illustratorin Claire Cooper wird von verstörenden Visionen heimgesucht. Im Geiste übermittelt ihr ein Serienkiller schreckliche Momente aus Vergangenheit und Zukunft. Darunter leidet vor allem ihre Ehe mit dem Piloten Paul. Als eines Tages die gemeinsame Tochter tot aufgefunden wird, bedeutet dies für Claire die Einweisung in eine geschlossene Anstalt. Mit den Nerven am Ende beschließt die Zeichnerin, sich dem Serienkiller zu stellen und macht sich zu dessen mysteriöser Behausung auf…

Kinderbuch-Illustratorin Claire Cooper wird von den verstörenden Visionen eines Serienkillers heimgesucht. Nach dem Tod ihrer Tochter und der Einweisung in eine Anstalt stellt sich Claire dem Killer. Mit symbolträchtigen Bildern beladener Psycho-Thriller von Neil Jordan, der Themen wie Parapsychologie, Verlustangst, Serienmord und psychische Verwirrung einbringt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Neil Jordan, Regisseur kleiner Klassiker wie "The Crying Game" oder "Interview mit einem Vampir" hat mit "Jenseits der Träume" einen zwar starbesetzten, aber eher kleinen Film gedreht, der versucht, auf der Psycho-Horror-Thriller Schiene mitzufahren, jedoch im Gros der vielen ähnlichen Produktionen untergeht.

      In betörend düsteren Bildern erzählt er zwar spannend eine leidlich bekannte Geschichte, verwickelt sich jedoch zunehmend in den bizarren Momenten seines Films und scheitert schließlich an der Unlogik und der groben Strickung des Drehbuchs - ein Problem, das bereits aus dem sehr ähnlichen Film "Die Augen der Laura Mars" von 1977 bekannt ist. Hauptkritikpunkt dabei wäre zum einen, dass die Hauptfigur und den Täter eigentlich nichts verbindet, Motive werden in beiden Filmen nicht klar heraus gestellt. Ein einfach nur wahnsinniger Täter reicht in der heutigen Zeit nicht mehr, um glaubhaft zu sein, der Wahnsinn muss erklärbar sein.

      In "Jenseits der Träume" wird der Wahnsinn des Killers Thompson durch seine verkorkste Kindheit erklärt, dies jedoch nur in Rückblenden, die den Täter eher als Opfer der Gesellschaft erscheinen lassen. Am Ende steht Thompson jedoch als grobschlächtiger Mann da, der für sein Handeln ganz alleine verantwortlich ist.

      Im Darstellerduell zwischen Annette Bening und Robert Downey Jr. kann dann Downey Jr., trotz seiner wenigen Auftritte, die Schlacht für sich entscheiden. Es gelingt ihm diabolisch genug zu sein, um als düsterer Serienkiller zu überzeugen. Annette Bening hingegen beginnt erst gegen Ende in ihre Rolle hineinzuwachsen. Man nimmt ihr weder die Mutter eines getöten Kindes, noch eine heulende Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs richtig ab. Am Ende wird Claire Cooper dann jedoch zur Kämpferin, die bereit ist ihr Leben zu lassen. Erst jetzt kann Mrs Bening überzeugen.

      Fazit am Ende des Films ist, dass man als Zuschauer zwar 100 ganz unterhaltsame Minuten mit ein paar sehr schönen und durchkomponierten Bildern - besonders die Cross-Sequenzen, in denen sich Vergangenheit und Gegenwart mischen, können überzeugen - hatte, jedoch den Film im Endeffekt nur mit einem Achselzucken abschaltet. Das 30 Millionen Dollar teure Werk war in den USA nur wenig erfolgreich, in Deutschland kommt er nach mehreren Verschiebungen im Februar 2000 als Video-Premiere heraus.

      Fazit: Schön durchkomponiert und relativ unterhaltsam, aber stellenweise auch zu unlogisch und grob gestrickt.
    2. Regisseur Neil Jordans („Interview mit einem Vampir“) Psychoschocker „In Dreams“ gleicht einem intensivem Fiebertraum: mit symbolträchtigen und opulenten Bildern oftmals visuell faszinierend, doch gleichzeitig auch häufig unzusammenhängend und an den Haaren herbeigezogen. Das Drehbuch von Bruce Robinson basiert auf dem Roman „Doll’s Eyes“ von Bari Wood und setzt sich mit paranormalen Themen wie Hellsehen und Gedankenübertragung sowie konventionelleren Plotpunkten wie Serienmord, Verlust, Verzweiflung und psychischer Verwirrung auseinander. Dabei werden die Grenzen zwischen Realität und Fantasie immer wieder verwischt. Das Resultat ist ein verschlüsseltes, wenig zugängliches Erwachsenenmärchen.

      Annette Bening mimt die Kinderbuch-Illustratorin Claire Cooper, die von verstörenden Visionen heimgesucht wird. Sie sieht Momente aus der Vergangenheit und der Zukunft, die ihr von dem Serienkiller Vivian (Robert Downey Jr., der erst im letzten Drittels des Films erscheint) übermittelt werden. Sie erfährt von einer versunkenen Geisterstadt im See, einer unheimlichen Apfelplantage, einem hilflosen kleinen Jungen und einem vermißten kleinen Mädchen. Claires Ehe zu dem Piloten Paul (Aidin Quinn) wird von ihren hysterischen Anfällen strapaziert, und als ihre eigene Tochter ermordet aufgefunden wird, landet sie in einer heruntergekommenen Irrenanstalt. Von dort aus begibt sie sich schließlich in die „Das Schweigen der Lämmer“-artige Behausung Vivians (der sich in bester „Crying Game“-Manier als Crossdresser erweist), wo schließlich das finale Gefecht zwischen Gut und Böse ausgefochten wird.

      Bening ist in fast jeder Einstellung präsent und muß für ihre Performance fast ausschließlich zwischen Paranoia, Hysterie und medikamentenbedingter Sediertheit pendeln, was es ihr verständlicherweise unmöglich macht, eine sympathische Identifikationsfigur abzugeben: Erleichtert wird dem Zuschauer der Zugang zu dem ohnehin stark abstrakten Material durch diesen Umstand nicht gerade. Dafür bieten sich mit jeder Handlungswendung neue Interpretationsmöglichkeiten der Alptraum-Vision: Downeys Figur könnte beispielsweise als dunkle Seite von Claires eigener Psyche gedeutet werden. Viele der reichhaltigen Metaphern wurden direkt oder indirekt bei den Gebrüdern Grimm entliehen, deren Märchen von Claire skizziert werden. Vor allem „Schneewittchen“ mitsamt seines vergifteten Apfel (hier in zigfacher Ausführung als Symbol für böse Gedanken) findet Eingang in Jordans Mischmasch aus psychologischem Drama und übernatürlichem Horror. Das surreale Ambiente der Dreamworks-Veröffentlichung wird exzellent von Darius Khondjis innovativer Kameraarbeit unterstrichen. Mit Farbfiltern werden satte Farbtöne erzeugt, die den ausgefeilten Bildkompositionen ein stetes Gefühl schleichender Paranoia verleihen. Unerwartete Kamerafahrten und -winkel tun ihr übriges, den optischen Reiz dieser filmischen Alptraumnovelle noch zu steigern. ara.
      1. Das beliebte Filmtitel-Wörtchen ‘Jenseits‘ hat es auch hier geschafft. Denn damit kann man so wunderbar alle dubiosen oder mysteriösen Phänomene mit Inhalt füllen. Und da Neil Jordan sich gern in diesen Gefilden aufhält und gerne einen Schuss Märchenhaftes (rote Äpfel, rotes Kleid) dazugibt, kam ihm das Drehbuch von Bruce Robinson gerade recht. Titelfigur Claire (großartig Annette Bening) wird von schockierenden Albträumen und Visionen heimgesucht. Ihre Tochter ist verschwunden. Wie dann ihre Horrorvisionen mit der Realität verknüpft werden, ist ganz interessant und auch spannend gemacht. Ehemann Paul (Aidan Quinn) ist um Schadensbegrenzung bemüht. Kann aber Claires Einlieferung nicht verhindern. Da ist der Psychologe Dr. Silverman (Stephen Rea) schon einen Schritt weiter. Lange laufen ihr Wahn und der des echten Psychopaten Vivian (Robert Downey Jr.) parallel neben einander her. Und man rechnet damit, dass Claire Vivian ist oder umgekehrt. Und als sie sich begegnen und bekämpfen, wird’s richtig spannend. Beide stürzen wie 007 in ‘Skyfall‘ in einen abgrundtiefen Wasserfall. Claires Schicksal bleibt etwas vage, Paul taucht erst gar nicht mehr auf und Vivian sitzt verurteilt in der Zelle und hat nun Claires Albträume. Woher sie die hatte oder wie sie in ihren Kopf gelangt sind, erfahren wir nicht. Bis auf den einzigen Hinweis auf Vivians lieblose Kindheit mit einer abweisend kalten und strengen Mutter. So müssen sie wohl auch in Claires Kopf gekommen sein. Spannend bis zum Schluss, wenn auch letztendlich etwas unklar. Mystery würde ich sagen, ohne Gothic.

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