Filmhandlung und Hintergrund

TV-Drama nach dem Roman "Vaterflucht" von Bernd Sülzer: Eine Frau sucht ihren unbekannten Vater, während ein Mann gleichzeitig den Mörder des seinen zu finden hofft.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Jenseits der Liebe: TV-Drama nach dem Roman "Vaterflucht" von Bernd Sülzer: Eine Frau sucht ihren unbekannten Vater, während ein Mann gleichzeitig den Mörder des seinen zu finden hofft.

    Oft liefert erst der Tod den Anlass, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen: Unmittelbar, nachdem sich seine Schwester Lisa das Leben genommen hat, erhält Germanistikprofessor Jan Altenberg (Robert Atzorn) Hinweise darauf, wie sein Vater gestorben ist. Lisa hat den Tod des Vaters nie verwunden. Bislang wusste man bloß, dass er „im Krieg geblieben“ ist. Ein etwas geheimnisvoller alter Herr weiß die Wahrheit: Altenbergs Vater wurde von einem Leutnant erschossen, weil er sich weigerte, in Serbien Zivilisten hinzurichten. Und es gibt eine Spur seines Mörders; sie führt nach England, wo der Leutnant als Kriegsgefangener bis zu seiner Flucht in einem Haushalt helfen musste. In diesem Haus trifft Altenberg auf Helen (Martina Gedeck). Vorsichtig verlieben sie sich ineinander und suchen gemeinsam nach Spuren, bis sich die Vergangenheit wie ein Schatten über ihre Beziehung legt: Der Leutnant ist Helens Vater, und offenbar lebt er seit Jahrzehnten als Franziskaner in einem Kloster.

    Der Stoff mag etwas konstruiert klingen, das sorgfältige Drehbuch von Hannah Hollinger (nach dem Roman „Vaterflucht“ von Bernd Sülzer) ist es nicht. Und bei Matti Geschonneck, der immer wieder mit Hollinger zusammenarbeitet, ist eine solche Geschichte ohnehin in besten Händen. Am imposantesten ist die Sparsamkeit der Umsetzung: Die vorzüglichen Schauspieler verzichten auf große Gesten, die Dialoge sind ohnehin auf’s Notwendigste begrenzt, die Musik (Stephan Zacharias) ist äußerst zurückhaltend, aber dennoch präsent, und auch Sebastian Richters Bildgestaltung ordnet sich voll und ganz der Handlung unter.

    Natürlich soll „Jenseits der Liebe“ nicht bloß eine Liebesgeschichte unter ungünstigen Vorzeichen sein. Spätestens mit der Entdeckung des Mörders (Ulrich Matschoss) wird der Film zur Parabel, denn Altenberg wird zwangsläufig mit der Erkenntnis konfrontiert, dass Rache, in welcher Form auch immer, die Jahrzehnte zurückliegenden Ereignisse nicht ungeschehen machen kann; der Germanist verzichtet. Doch Wenzel, der alte Mann, der ihn überhaupt erst auf die Spur gebracht hatte (Horst Sachtleben), will die Vergangenheit nicht ruhen lassen. Und auch Helen hat noch eine Rechnung offen, weshalb der Schluss mit seinem Knalleffekt nicht ganz zu der ruhigen Haltung passt, die Geschonnecks Inszenierung ansonsten auszeichnet. tpg.

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