James und der Riesenpfirsich

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   1996
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Filmhandlung und Hintergrund

James und der Riesenpfirsich: Nach dem Märchen von Roald Dahl entstand Henry Selicks zweiter abendfüllender Stopmotion-Animationsfilm.

Um seinen despotischen Tanten zu entkommen, bei denen der kleine James nach dem Tod seiner Eltern aufwächst, flieht er in einem Riesenpfirsich über den Ozean nach New York. Bei seinen zahlreichen Abenteuern wird er von einer Gruppe von Insekten unterstützt, die ebenfalls in der Frucht hausen. Doch die bösen Tanten haben James noch nicht freigegeben.

Der kleine James wird von seinen bösen Tanten unentwegt gepiesakt. Um ihnen zu entkommen, versteckt er sich in einem verzauberten Riesenpfirsich, in dem sich einige liebenswerte Insekten eingenistet haben – von der klugen Heuschrecke über die verführerische Spinne bis hin zum neurotischen Regenwurm. Als diese von James‘ Problemen hören, sind sie sofort bereit, ihm zu helfen. Gemeinsam machen sie sich auf nach Amerika, um aufregende Abenteuer zu bestehen.

Nach dem Märchen von Roald Dahl entstand Henry Selicks zweiter abendfüllender Stopmotion-Animationsfilm.

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Kritikerrezensionen

  • 35 Jahre nach der Erstveröffentlichung hat Roald Dahls skurriles Kindermärchen filmisch endlich seinen Meister gefunden. In seiner zweiten Stop-Motion-Extravaganz nach dem Wunderwerk „Nightmare Before Christmas“ läßt Henry Selick einmal mehr seiner überbordenden Fantasie freien Lauf, um dem makabren Surrealismus Dahls mit expressionistischem Erfindungsreichtum gerecht zu werden. Das Ergebnis ist ein superlatives, famos unterhaltendes Füllhorn kreativer Einfälle, das Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gefallen dürfte.

    Dabei gab sich Selick, einmal mehr unterstützt von den Produzenten Tim Burton und Denis Di Novi, nicht damit zufrieden, das mit „Nightmare Before Christmas“ Erreichte einfach nur zu reproduzieren. Unter Zuhilfenahme computergenerierter Effekte trieb er die Möglichkeiten der Stop-Motion-Animation noch weiter auf die Spitze: Zu den vollkommen natürlich wirkenden Bewegungen seiner Puppen, die in einer Reihe von kleinen Sets mit frei beweglichen Kameras abgefilmt wurden, gesellt sich in „James und der Riesenpfirsich“ noch ein verblüffend real wirkendes Umfeld. Höhepunkte sind dabei die Episoden, in der der gigantische Pfirsich in einem scheinbar echten Ozean dahinschwimmt, und das Finale, in dem die Puppen nahtlos mit Darstellern aus Fleisch und Blut interagieren.

    Wie bereits „Toy Story“ ist diese metaphernreiche Ode an die Grenzenlosigkeit der Imagination nicht nur das Werk eines besessenen Technikers. Anders als der episodenhaft aufgestückelte „Nightmare Before Christmas“ verkommt „James und der Riesenpfirsich“ nie zum Showcase oder Plädoyer für die Möglichkeiten der Stop-Motion-Animation. Die unglaublich aufwendige Technik, in der jedes einzelne Bild von Hand belichtet werden muß, wird ganz in den Dienst der traumartigen Geschichte eines Waisenjungen gestellt, der der Tyrannei seiner despotischen Tanten entkommt, indem er Zuflucht in einem gigantischen Pfirsich sucht und in der Monsterfrucht die Reise nach New York antritt. Unterstützt wird er dabei von einer illustren Gruppe prägnanter Insekten, unter ihnen ein Tausendfüßler mit Brooklyn-Dialekt (Richard Dreyfuss gibt im Original dem Knatter-Affen Zucker), ein kurzsichtiger Neurosen-Regenwurm und eine attraktive Spinne mit hochhackigen Stiefeln und Greta-Garbo-Stimme (genial gesprochen von Susan Sarandon), die James bei seinen Abenteuern beistehen. Außerdem gibt es fulminante Zusammenstöße mit einem mechanischen Blechhai („Pinocchio“ läßt grüßen) und mit einem Trupp skelettierter Piraten unter Wasser (unter der Anführung von „Nightmares“ Jack Skellington) sowie wahnwitzige Rettungsaktionen, bei denen 600 Möwen eingefangen werden, die den Pfirsich in die Lüfte entführen, und faszinierende Erlebnisse im Inneren der symbolträchtigen Frucht zu bestaunen.

    Trotz zahlloser Freuden ist „James und der Riesenpfirsich“ in all seiner morbid-zerbrechlichen Schönheit nicht ohne Makel, denn der beispiellose Parforce-Ritt durch unendliche Stop-Motion-Fantasiewelten ist eingefaßt von einer extrem stilisierten, 35minütigen Realfilm-Klammer, die lange nicht so wundersam wirkt wie das Animations-Inferno im Herzen des Filmes. Doch das sind minimale Mängel in diesem einzigartigen Filmerlebnis, das schon jetzt einen Platz direkt neben „Der Zauberer von Oz“ und „Alice im Wunderland“ sicher hat, die gleichermaßen wenig verhohlene Anspielungen auf erwachende Sexualität und die Wonnen bewußtseinserweiternder Drogentrips und vor allem unbändige Spaß machen. ts.

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