Jagdzeit - Den Walfängern auf der Spur

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   2009
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Filmhandlung und Hintergrund

Jagdzeit - Den Walfängern auf der Spur: Dokumentation über den lebensgefährlichen Kampf von 37 Greenpeace-Aktivisten gegen den Walfang.

37 Tierschützer begeben sich mit dem Geenpeace-Schiff „Esperanza“ auf die Reise in die Antarktis, um aktiv für ihr Ideal zu kämpfen: den Stopp der japanischen Walfangflotte. Denn diese plant im Walschutzgebiet den Fang von 1000 Walen. Die Gruppe der Idealisten umfasst die unterschiedlichsten Menschen, z.B. eine schwedische Webeditorin, ein amerikanischen Yachtarbeiter und ein Japaner, der von seinen Landsleuten als Verräter betrachtet wird.

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Kritikerrezensionen

  • An Bord des Greenpeace-Schiffes Esperanza versuchen engagierte Aktivisten die japanische Walfangflotte am Meeressäuger-Massaker zu hindern.

    Greenpeace-Aktivisten klettern auf Türme, stellen sich mit kleinen Booten werbewirksam gegen große Walfischtanker oder ketten sich an Masten. Mit ihren Aktionen versuchen sie, weltweit die Öffentlichkeit zu mobilisieren und für die Zerstörung unserer Welt zu sensibilisieren. Wie die zermürbende Routine dahinter ausschaut, zeigt Angela Grass in diesem unspektakulären, dafür aber eindringlichen Dokumentarfilm.

    Sie folgt mit genauem Blick den Ereignissen vor Ort. Während drei Walfänger und zwei Begleitboote noch am Hafen verabschiedet werden und die Verantwortlichen von Wissenschaft und Forschung schwafeln, ist die Esperanza schon auf dem Weg in die Antarktis, dahin, wo im Walschutzgebiet im Südpolarmeer Japan über 1000 Wale töten will. Statt in wissenschaftlichen Laboren landen die getöteten Tiere auf den Tischen japanischer Restaurants.

    Wie David gegen Goliath kämpfen die idealistischen Männer und Frauen gegen die geballte Übermacht, wollen sich mit Schlauchboten zwischen Wal und Walfänger stellen. Keine Helden, sondern Menschen, die mit unterschiedlichen Herausforderungen kämpfen – mit der zermürbenden Langeweile auf dem Schiff, mit Heimweh und Versagerängsten, dem Verlust von Illusionen. Es sind nicht die im Fernsehen propagierten Aktionen, die im Vordergrund stehen, sondern der Alltag, das Warten, die stille Wut.

    Interessant ist das Porträt verschiedener Charaktere auf dem Schiff, wie eine schwedische Webeditorin, die nur noch Sinnvolles tun will, ein Japaner, der bei seinen Landsleuten als Landesverräter gilt, ein nicht sehr zugänglicher und mit der Last der Verantwortung hadernder Kapitän, oder ein Typ, der sonst auf Luxusjachten sein Geld verdient. Sie alle erzählen in langen Gesprächen über ihre Motivation, den Frust und den Willen, sich nicht unterkriegen zu lassen, für die gute Sache einzustehen.

    Der in keinster Weise heroisierende oder beschönigende Film geht individuellen Zweifeln und Hoffnungen nach, den Stationen einer letztendlich – mangels Sprit – erfolglosen Verfolgungsjagd. Es ist deprimierend, wie beim Wettlauf mit der Zeit die Mannschaft immer wieder ins Leere läuft, bei stürmischer See am 50. Breitengrad an physische und psychische Grenzen stößt, die Japaner geschickt einer Konfrontation ausweichen. Am Ende bleibt die Frage für jeden Einzelnen, die aber jeden angeht: Lohnt es sich für eine Sache zu kämpfen? mk.

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