Filmhandlung und Hintergrund

Hollywoods höchstbezahlter Drehbuchautor, Joe Eszterhas, erdachte die skandalgeschwängerten Plots von „Eine verhängnisvolle Affäre“, „Basic Instinct“ und zuletzt „Showgirls“. William Friedkin ist der Regisseur des wegweisenden Horrorklassikers „Der Exorzist“ sowie klassischer Thriller wie „Brennpunkt Brooklyn“ und „Leben und Sterben in L.A.“. Die unterkühlte Brünette Linda Fiorentino avancierte in „Die letzte Verführung“...

Staatsanwalt David Corelli (David Caruso) muß einen brutalen Mord an einem prominenten Millionär aufdecken, bei dem sich seine Jugendliebe Tina als Hauptverdächtige entpuppt. Tina (Linda Fiorentino), mittlerweile mit Davids bestem Freund Matt (Cazz Palminteri) verheiratet, soll zudem auch noch Nymphomanin sein. Daran hat David zu knabbern.

In San Francisco ist ein Milliardär brutal ermordet worden. Die Ermittlungen übernimmt der stellvertretende Staatsanwalt David Corelli. Im Safe des Opfers findet er Fotos, auf denen der Gouverneur von Kalifornien in eindeutigen Posen mit einer Prostituierten zu sehen ist. Im anschließenden Verhör beichtet diese, daß der Milliardär einen Callgirl-Ring betrieben hat, deren Star die mysteriöse Jade ist. Hinter dem Pseudonym Jade steckt die Psychologin Trina Gravin, Corellis Ex-Freundin. Und alles deutet darauf hin, daß sie die Mörderin ist.

Anwalt trifft bei seinen Nachforschungen in einem Mordfall auf seine Jugendliebe. Ausgerechnet sie ist die Hauptverdächtige. Düsterer Erotikthriller des „Exorzist“-Regisseurs William Friedkin.

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Kritikerrezensionen

  • Hollywoods höchstbezahlter Drehbuchautor, Joe Eszterhas, erdachte die skandalgeschwängerten Plots von „Eine verhängnisvolle Affäre“, „Basic Instinct“ und zuletzt „Showgirls“. William Friedkin ist der Regisseur des wegweisenden Horrorklassikers „Der Exorzist“ sowie klassischer Thriller wie „Brennpunkt Brooklyn“ und „Leben und Sterben in L.A.“. Die unterkühlte Brünette Linda Fiorentino avancierte in „Die letzte Verführung“ als moderne Femme Fatale des Neo-Film-Noir zum Kritikerliebling. Drei vielversprechende Namen, deren Talente in dem psychologischen Erotikthriller „Jade“ von Star- und Skandalproduzent Robert Evans vereint wurden. Dabei ist es die Handschrift Eszterhas‘, die am deutlichsten zum Tragen kommt. Nahezu ungefiltert bringt er jene unfehlbar simple Mixtur aus Mord, Sex und Intrigen, kassenträchtig angesiedelt im glitzernden Milieu der Schönen und Reichen, zur Anwendung, die ihm den Ruf des führenden Sleaze- Maestros beschert haben. Wie in „Basic Instinct“ ist es in „Jade“ eine intellektuelle, sexuell aggressive Frau, deren Dominanz für Männer gleichermaßen faszinierend und bedrohlich ist. Wie in „Sliver“ ist die Protagonistin jedoch zugleich auch ein Opfer, dem ein verliebter Mann aus der fatalen Bredouille zu helfen versucht. Im Mittelpunkt der Geschichte steht allerdings der stellvertretende Staatsanwalt David Corelli („NYPD Blue“-Star David Caruso in seiner zweiten Hauptrolle), der bei einem grauenvollen Mord an einem einflußreichen Millionär hinzugezogen wird. Im Safe des Toten finden sich kompromittierende Fotos des Gouverneurs (Richard Crenna) im hautengen Kontakt mit einer einschlägig bekannten Minderjährigen. Als Mordverdächtige entpuppt sich schon bald die renommierte Psychologin Trina Gavin (Fiorentino), die mit dem prominenten Anwalt Matt (Chazz Palminteri) verheiratet ist. Pikanterweise war sie Corellis große Jugendliebe, so daß ihn die Entdeckung ihres verruchten Doppellebens als eiskalte Nymphomanin - Branchenname Jade - schwer belastet. Bei seinen Nachforschungen gerät er in einen gefährlichen Intrigen- und Gefühlsstrudel, der ihn fast das Leben kostet und weitere dunkle Geheimnisse zu Tage fördert. Oscar-Preisträger Friedkin ist es, der dem Film Klasse verleiht: Ohne sich von den Tretminen des Drehbuchs irritieren zu lassen, wartet er mit einem komplexen visuellen Stil auf: Subjektive Kameraführung und blitzschnelle Schnitte geben „Jade“ Spannung und Tempo. Besonders spektakulär ist eine Autoverfolgungsjagd quer durch die Neujahrsparade im Chinatown San Franciscos, die sich nahtlos in Friedkins Carchase-Repertoire einfügt und gleichzeitig vor Peter Yates‘ Klassiker „Bullitt“ verneigt. Darüber hinaus kann er sich auf ein ausnahmslos solide agierendes Schauspielerensemble verlassen, das er mit mehreren Laiendarstellern ergänzte, die sich selbst spielen. Ironischerweise ist es der auf Atmosphäre bedachte Schocker „Jade“, der hält, was Eszterhas‘ „Showgirls“ versprochen hat: In der Darstellung sexueller Abartigkeiten oder ausgefallener Erotikspiele geht diese Exkursion auf die Schattenseiten der menschlichen Seele weitaus unverblümter zur Sache als Verhoevens Freikörper-Tanzreigen. Wie seine drei Hauptfiguren hat der Film mehr zu bieten, als er zunächst bereit ist, offen zu zeigen. ara.

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