Ist sie nicht großartig?

Filmhandlung und Hintergrund

Die autobiographische Geschichte der Bestseller-Autorin Jacqueline Susann, die in den 60er Jahren mit dem Showbiz-Enthüllungsroman "Das Tal der Puppen" für Furore sorgte.

Ende der 50er Jahre versucht die in den besten Jahren befindliche Gelegenheitsentertainerin Jacqueline Susann auf den verschiedensten Wegen im Entertainment-Business Fuß zu fassen. Doch obwohl sie den erfolgreichen Promoter Irving Mansfield heiratet, bleibt ihr bis auf wenige Auftritte in Bühnen- und Radioshows der Erfolg versagt. Als ihr Mann daraufhin vorschlägt, doch mal ihr Glück als Autorin zu versuchen, landet Susann einen beeindruckenden Volltreffer. Just, als sich ihr berufliches Schicksal zum Guten wendet, ziehen dunkle Wolken über ihrem Privatleben auf.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ist sie nicht großartig?: Die autobiographische Geschichte der Bestseller-Autorin Jacqueline Susann, die in den 60er Jahren mit dem Showbiz-Enthüllungsroman "Das Tal der Puppen" für Furore sorgte.

    Sex, Drogen und Showbizklatsch waren Jacqueline Susanns Metier. Doch im Biopic über das Leben der kontroversen Kolportageschriftstellerin liegen diese Elemente fast gänzlich brach. Wenig zuträglich ist die (Fehl)Besetzung von Bette Midler als extravagante Queen of Trash, die mit ihren Bestsellerromanen „Im Tal der Puppen“, „Die Liebesmaschine“ und „Einmal ist nicht genug“ in den 60er und 70er für Furore sorgte. Am Startwochenende spielte der Film des für gewöhnlich zuverlässigen Andrew Bergman nur magere 1,3 Mio. Dollar eingespielt werden.

    Truman Capote giftete einst, Susann sähe aus wie „ein Trucker in Drag“. Dies scheint sich Drehbuchautor Paul Rudnick („In & Out“), der für „Premiere“ unter seinem Pseudonym Libby Gelman-Waxner eine monatliche Kolumne schreibt, als Leitmotiv für seine Charakterisierung der Protagonistin auserkoren zu haben. Regisseur Andrew Bergman, der sich mit Filmen wie „Freshman“, „Honeymoon in Vegas“ oder „2 Mio. $ Trinkgeld“ immer wieder als ausgewiesener Komödienfachmann empfahl, scheint mit seiner Inszenierung auf ähnlicher Wellenlänge zu liegen. Susann wird hier in erster Linie als ruhmsüchtiges und vulgäres Trampeltier in schrillen Drag-Queen-Kostümen und ihren obligatorischen Pucci-Outfits mit ihrem omnipräsenten Pudel im Schlepptau dargestellt. Schleierhaft bleibt, weshalb sich ihr Mann und späterer Manager Irving Mansfield (ein leicht gequält aussehender „Birdcage“-Narr Nathan Lane) sich in sie verliebt. Schwere Schicksalsbrocken wie der Autismus ihres gemeinsamen Sohnes und Susanns Kampf mit Brustkrebs werden als Nebensache eingestreut. Dafür darf man ihre wiederholten Gespräche mit Gott, die an einen Baum im Central Park gerichtet werden, genießen. Sie dürften nur wenige Zuschauer dazu bringen, sich einen Ast abzulachen. Witziger ist da schon, wie Susann ihrem steifen Editor so manche Lektion über das lotterhafte Leben ihres bestenfalls vordergründig fiktiven Charakters erteilt. Weitere Nebenrollen werden von John Cleese als ihrem Verleger und Stockard Channing als affektierte Aktrice und beste Freundin eingenommen. Für die Musik wurde mit Burt Bacharach ebenfalls ein hochkarätiger Name gewonnen. Bei all diesem Potential für eine spritzige Story - Susann war eindeutig ein schillerndes Unikum - ist es schade, dass der Farce das rechte komödiantische Feuer fehlt. Der Autorin selbst wäre sicherlich eine Adaption mit mehr Biss eingefallen. ara.

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