Filmhandlung und Hintergrund

Drama um einen Inuitjungen aus der Stadt, der von einem erfahrenen Robbenjäger unter die Fittiche genommen wird und die gemeinsam in die Wildnis aufbrechen.

Seit er als Kind den Tod des Vaters mitansehen musste, lebt Teenager Inuk mit seiner alkoholsüchtigen und arbeitslosen Mutter in der Stadt Nuuk. Als er wieder einmal vor gewalttätigen Übergriffen ihrer Saufkumpane allein in die kalte Nacht geflohen ist, schaltet sich das Jugendamt ein und trennt ihn vorläufig von der depressiven Erzeugerin. Der verschlossene Inuk gelangt in ein Kinderheim im Norden und nimmt mit den anderen Jugendlichen und einer Gruppe Jägern an einem mehrtägigen Ausflug in die Eiswüste teil. Dabei entdeckt er unverhofft seine Vergangenheit wieder.

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Darsteller und Crew

  • Gaba Petersen
    Gaba Petersen
  • Ole Jørgen Hammeken
    Ole Jørgen Hammeken
  • Rebekka Jørgensen
    Rebekka Jørgensen
  • Sara Lyberth
    Sara Lyberth
  • Inunnguaq Jeremiassen
    Inunnguaq Jeremiassen
  • Elisabeth Skade
    Elisabeth Skade
  • Ivaq Morch
    Ivaq Morch
  • Hendrik Qvist
    Hendrik Qvist
  • Angutitsiaq Kreutzmann
    Angutitsiaq Kreutzmann
  • Knud Therkielsen
    Knud Therkielsen
  • Jakob Lovstrom Uunartoq
    Jakob Lovstrom Uunartoq
  • Julunnguaq Amossen
    Julunnguaq Amossen
  • Ann Andreasen
    Ann Andreasen
  • Frederik Kristiansen
    Frederik Kristiansen
  • Jens-Oluf Lundgren
    Jens-Oluf Lundgren
  • Mike Magidson
    Mike Magidson
  • Jean-Michel Huctin
    Jean-Michel Huctin
  • Sylvie Barbe
    Sylvie Barbe
  • Xavier Liberman
    Xavier Liberman
  • Franck Rabel
    Franck Rabel
  • Cécile Coolen
    Cécile Coolen
  • Stephane Lopez
    Stephane Lopez

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Inuk: Drama um einen Inuitjungen aus der Stadt, der von einem erfahrenen Robbenjäger unter die Fittiche genommen wird und die gemeinsam in die Wildnis aufbrechen.

    Vor den faszinierenden Eislandschaften Grönlands findet ein traumatisierter Inuit-Junge zum Leben und seinen Wurzeln zurück.

    Einer der seltenen Grönländischen Produktionen, entstanden mit französischer Beteiligung, gleicht zwar einem verfilmten Sozialprojekt. Mike Magidsons Spielfilmerstling gelingt aber die Symbiose aus Coming-of-Age und Traumabewältigung im ewigen Eis, Jugendabenteuer und einer wehmütigen Ode an das vom Klimawandel bedrohte weiße Reich, in dem die großartige Natur mit einer Hauptrolle betört.

    Im Zentrum steht der im Norden geborene Inuit-Teenager Inuk (wie die anderen Laiendarsteller überzeugend: Gaba Petersen), der als Kind seinen Vater im Eis einbrechen und sterben sah. Nun wohnt er in der inoffiziellen Hauptstadt Nuuk und gehört einer durch Fast Food und Hip Hop global genormten Generation an, die den Bezug zu ihren Vorfahren verloren hat. Die Moderne frisst die Tradition auf, das ist schmerzlich zu spüren, weil wunderbare Bilder aufzeigen, was damit alles verloren geht. Als Inuk wieder einmal auf der Flucht vor den gewalttätigen Saufkumpanen seiner zwar lieben, aber depressiv-arbeitslosen Mutter einsam durch die kalte Nacht läuft, schaltet sich das Sozialamt ein und schickt den verschlossenen Jungen in ein Kinderheim in den Norden, von wo ein mehrtägiger Jagdausflug unter Führung einheimischer Jäger beginnt.

    Aviaaja, die Leiterin des Jugendprojekts, übernimmt im Voice Over die Erzählung und berichtet mütterlich von Inuks Zustand, wobei klar wird, dass nicht nur die Jugendlichen, sondern auch der Jäger, der ihn widerwillig unter seine Fittiche nimmt, sein Päckchen zu tragen hat. Daraus entwickelt sich eine Vater-Sohn-Beziehung, in man sich gegenseitig den auf traumatische Weise abhanden gekommen Angehörigen ersetzt. Dass Inuks Vater ein legendärer Jäger war, überträgt sich nahtlos auf den Jungen, sobald er lernt, nicht mehr davonzulaufen, sondern sich den anderen anzuschließen, darunter Naja (süß wie ein Robbenbaby: Sara Lyberth), mit der sich eine Beziehung anbahnt.

    Die üblichen Handlungsmuster werden engagiert verwendet, vor der grandiosen Weite der arktischen Eislandschaft, die zu symphonischen Klängen und Chören ihre ganze Pracht entfaltet und auch schwierige Wetterbedingungen kennt. Die Bestandsaufnahme der heutigen Situation eines Volkes verschweigt keine Problemlage, insbesondere das von den Indianern geläufige Feuerwasser-Syndrom. In der Begegnung mit den Geistern der Vergangenheit stellt sich die Identitätsfrage, die Inuk exemplarisch für seine Ethnie beantworten muss, katalysiert im Existenzdrama während eines Schneesturms. Der Tonfall zeugt von Zuversicht und ergibt ein optimistisches Werk, gewidmet dem ewigen Kampf von Grönlands Ureinwohnern. tk.

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