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Inju, la bête dans l'ombre

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Filmhandlung und Hintergrund

Thriller über einen französischen Schriftsteller, der in Japan feststellen muss, dass sein Vorbild ein rachsüchtiges Monster ist, das vor Mord nicht zurückschreckt.

Der erfolgreiche Krimiautor Fayard begibt sich auf eine Promotionreise nach Japan, wo er seinen neuesten Bestseller vorstellen soll. Er lernt die Geisha Tamao kennen, die ihm anvertraut, dass einer ihrer Liebhaber gedroht hat, sie zu ermorden - bei ihm könnte es sich um den populären Schriftsteller Shundei Oe handeln, dessen gewalttätige, zutiefst verstörende Bücher eine wichtige Inspirationsquelle für Fayard sind. Der Franzose verspricht Tamao seine Hilfe und lässt sich damit auf einen Frontalzusammenstoß mit einem Mann ein, der für seine Rache vor nichts Halt macht.

Der französische Kriminalschriftsteller Alex Fayard ist drauf und dran, die Bestsellerlisten Japans zu stürmen. Bei einer Promotiontour im Reich der aufgehenden Sonne muss er jedoch feststellen, dass der bisherige Platzhirsch gar nicht gut damit leben kann. Shundei Oe, Star der japanischen Literaturszene und ominöses Phantom in der Öffentlichkeit, droht ihm per Brief und Telefon sogar mit Mord. Als ihn eine schöne Geisha kontaktiert, weil Shundei Oe auch sie bedroht, greift Fayard ein - und gerät prompt in Teufels Garküche.

Ein französischer Schriftsteller setzt sich auf die Spur eines mysteriösen japanischen Kollegen, doch der scheint davon wenig begeistert. Stilvoller Hochglanzthriller voll überraschender Wendungen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Der Film beginnt knallhart, im Rotlichtmilieu irgendwo in Japan, wo ein Polizist in eine böse Falle tritt. Maskiert und von absoluter Bosheit erfüllt tritt der Schurke aus dem Nebel, nachdem der Polizist eine enthauptete Geisha vorgefunden und versehentlich, in höchster Anspannung, eine andere erschossen hat – die, die er liebt… Damit ist er in der Zwickmühle gefangen zwischen Schuld, Sünde, Schmerz und Tod, aus der er nie wieder herauskommen wird, manipuliert und ausgenutzt zum größtmöglichen sadistischen Vergnügen des Bösen…

      Was wir gesehen haben, war eine werkgetreue Verfilmung eines Romans von Shundei Oe, dem geheimnisvollen Bestsellerautor, den noch niemand zu Gesicht bekommen hat. Dessen größter Bewunderer, der Franzose Alex Fayard, zu einem Konkurrenten anwächst, als dieser in Japan mit seinen eigenen, epigonischen Werken die Bestsellerlisten erklimmt. Der Oes Werk analysiert hat: darin fehlt jede Anwandlung von Moral; das Gute ist nicht-existent, oder es wird genussvoll vernichtet; während Fayard in seinen Krimis dieselben Elemente wie Oe verwendet, in seinem Werk aber dem Guten, dem Moralischen Raum zugesteht…

      Tatsächlich, das lernen wir im Lauf des Films, braucht Oe gar keinen Grund, jemanden in eine tödliche Intrige zu verwickeln; nicht in seinem literarischen Werk und nicht im wahren Leben, wo er es auf Fayard abgesehen hat. Er tut es einfach: So wie er in seinen Romanen von Lust und Schmerz und Tod erzählt und jede Moral außen vor lässt, geht er gegen die vor, die er sich als Widersacher auserkoren hat. Mit Alex entdecken wir dieses Netz von Bosheit, das der mysteriöse Oe über ihn geworfen hat.

      Der große Fehler des Films ist, dass er als Whodunit angelegt ist, dass es zu einem Teil zumindest für den Zuschauer darauf ankommt, mitzurätseln, wer denn der geheimnisvolle psychopathische Bösewicht ist… Problem dabei: Das ist so ziemlich von Anfang an klar; und der deutsche Titel hilft nicht gerade, das ganze geheimnisvoller zu machen…

      Während Barbet Schroeder in dieser Hinsicht versagt (die er leider in den Mittelpunkt seiner Dramaturgie rückt), kann der Film immerhin am Drumherum punkten. Und das ist vor allem die Ausgestaltung einer Atmosphäre des Ausgeliefertseins, des Verlustes der eigenen Souveränität, die man selbst gar nicht gleich bemerkt; des unbemerkten Manipuliertwerdens in einer fremden, unübersichtlichen Welt. Da fließen der Clash der Kulturen (mit dem Franzosen in Japan, der meint, zu verstehen, und doch gar nichts weiß) ebenso ein wie kleine Spannungselemente um die Frage, wer noch alles in die Intrige involviert ist. Und genauso auch die ironischen Verweise auf die Standards der Kriminalliteratur wie auch des filmischen Thrillergenres der B-Klasse, die der Film in seiner Handlung immer wieder aufgreift – eine Kriminalverfilmung über Krimischriftsteller, die wiederum Stoff für Filme liefern…

      Fazit: Dafür, dass der Film in seiner dramaturgischen Struktur als Whodunit gescheitert ist, ist er insgesamt doch nicht völlig misslungen. Und hat sogar ein paar unvergesslich atmosphärische Szenen zu bieten.
    2. Inju, la bête dans l'ombre: Thriller über einen französischen Schriftsteller, der in Japan feststellen muss, dass sein Vorbild ein rachsüchtiges Monster ist, das vor Mord nicht zurückschreckt.

      Sechs Jahre nach seiner letzten Spielfilmarbeit - „Mord nach Plan“ - kehrt Barbet Schroeder, der vor einem Jahr seine Doku „L’avocat de la terreur“ in Cannes vorstellte mit einem Thriller zurück, sein erster französichsprachiger Spielfilm seit „Die Spieler“ von 1984. Wie immer in seinen Filmen geht es um Obsessionen, um das Eintauchen in fremde Welten - in diesem Fall Benoît Magimel, der als Schriftsteller in Japan mit den Dämonen konfrontiert wird, die er gerufen hat.

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