Filmhandlung und Hintergrund

Drama um drei Abiturientinnen, die einen Mitschüler wider besseres Wissen der Vergewaltigung beschuldigen.

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Kritikerrezensionen

  • In einer Nacht wie dieser: Drama um drei Abiturientinnen, die einen Mitschüler wider besseres Wissen der Vergewaltigung beschuldigen.

    Eigentlich beginnt alles ganz harmlos. Angestiftet von Sally (Katrin Bühring) beschließen drei junge Frauen kurz vor dem Abitur, ihren etwas schüchternen Mitschüler Jack (Martin Kiefer) zu verführen. Dank Drogen und Alkohol endet der Abend in einer Orgie, als unerwartet Sallys Vater, ein extrem humorloser Berufsoffizier (Thomas Anzenhofer), in der Tür steht. Um ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen, bezichtigen die drei Mädchen Jack der Vergewaltigung - eine Lüge, an der alle vier zerbrechen werden.

    Susanne Schneider (Buch und Regie) ist eine renommierte Autorin und hat neben einigen „Tatort“-Drehbüchern auch die Vorlage zu Nico Hofmanns letzter Regiearbeit, „Solo für Klarinette“, geliefert. Da sie außerdem bereits zehn Jahre Erfahrung als Theaterregisseurin mitbringt, ist es nicht weiter erstaunlich, dass ihr Film neben „Mein Bruder der Vampir“ die souveränste Regieleistung des Jahrgangs 2003 der SWR-Reihe „Debüt im Dritten“ ist. Schneider versteht ihre Geschichte als Versuchsanordnung: Wie werden sich vier Menschen in einer bestimmten Situation verhalten? Ihr Augenmerk gilt dabei weniger dem Realismus, sondern der sozialen Authentizität. Tatsächlich beobachtet der Film sehr sorgfältig, wie die Beteiligten - Mitschüler, Eltern, Lehrer - mit der Situation umgehen; und wie das Trio ganz schnell die Kontrolle verliert.

    „In einer Nacht wie dieser“ beeindruckt vor allem durch die sichere Inszenierung und die ausgezeichnete Führung der jungen Darsteller. Wie die Geschichte enden wird, ist hingegen absehbar, schließlich verstrickt sich gerade Wortführerin Sally immer mehr in ihrem Lückendickicht. Das Drama spitzt sich zu; dieser Abschied von der Kindheit ist nicht nur sehr endgültig, sondern auch äußerst schmerzhaft - und in einem Fall sogar tödlich. tpg.

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