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Im Spiegel der Maya Deren

Kinostart: 29.05.2003

Filmhandlung und Hintergrund

Porträt der legendären Filmemacherin, Voodoo-Expertin und zentralen Figur der amerikanischen Avantgarde der vierziger und fünziger Jahre, Maya Deren.

Maya Deren

Porträt der faszinierenden Allroundkünstlerin Maya Deren unter reicher Verwendung wiederentdeckter Film- bzw. Tondokumentschätze und Interviews mit Freunden wie Weggefährten.

1917 in Kiev geboren und in den USA aufgewachsen, wurde Maya Deren zur zentralen Figur der amerikanischen Avantgarde der vierziger und fünfziger Jahre. Seit ihrem frühen Tod 1961 ranken sich um den Mythos Maya Deren viele Geschichten, die die Dokumentation in essayistischen Bildern von den Orten ihres Wirkens und in Gesprächen mit Zeitgenossen in den USA und Haiti als faszinierende Lebensgeschichte einer Pionierin und unerbittlichen Aktivistin des künstlerischen Films rekonstruiert.

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Darsteller und Crew

  • Constantin Wulff
    Constantin Wulff
    Infos zum Star
  • John Zorn
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  • Miriam Arsham
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  • Stan Brakhage
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  • Chi Chao-Li
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  • Rita Christiani
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  • Jean-Léon Destiné
    Jean-Léon Destiné
  • Katherine Dunham
    Katherine Dunham
  • Graeme Ferguson
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  • Alexander Hammid
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  • Judith Malina
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  • Jonas Mekas
    Jonas Mekas
  • Martha Gabriel
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  • André Pierre
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  • Amos Vogel
    Amos Vogel
  • Marcia Vogel
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  • Martina Kudlacek
    Martina Kudlacek
  • Johannes Rosenberger
    Johannes Rosenberger
  • Wolfgang Lehner
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  • Stéphane Kuthy
    Stéphane Kuthy
  • Henry Hills
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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Im Spiegel der Maya Deren: Porträt der legendären Filmemacherin, Voodoo-Expertin und zentralen Figur der amerikanischen Avantgarde der vierziger und fünziger Jahre, Maya Deren.

    Obwohl die Filme der 1961 verstorbenen Experimentalfilmerin Maya Deren von Avantgarde-Größen wie Jonas Mekas oder Stan Brakhage bewundert werden, sind sie selbst unter leidenschaftlichen Filmfans weitgehend unbekannt. Martina Kudlaceks fundiertem Dokumentarfilm „Im Spiegel der Maya Deren“ gelingt es, den Nebel um die magische Person Derens zu lichten.

    Die spätere Regisseurin kam 1922 im Alter von fünf Jahren als ukrainisch-jüdischer Flüchtling in Amerika an. Nach ihrem Literaturstudium am elitären Smith College (New York) interessierte sie sich für Tanz und schloss sich Katherine Dunhams Truppe an. 1942 heiratete sie den aus Prag geflüchteten Emigranten Alexander Hackenschmied (Alexander Hammid) und drehte mit ihm „The Meshes of the Afternoon“. 1947 erhielt der Film in Cannes den großen Preis in der Kategorie 16mm-Experimentalfilm. Weitere Arbeiten folgten, in denen auffallende Ähnlichkeiten zwischen dem filmischen Stil Derens und ihren Vorgängern wie Buñuel oder Méliès, aber auch zu Nachfolgern wie Bergman oder Kurosawa zu entdecken sind. Maya Deren wurde zur zentralen Figur der New Yorker Avantgarde-Szene. Ihre leidenschaftlichen Liebesbeziehungen, ihre Experimentierfreude mit der Kamera und ihr außergewöhnlich starkes Interesse für die Voodoo-Rituale auf der Insel Haiti verliehen der Schönheit mit der dunklen Haarpracht eine mystische Aura. Ganz gleich ob sie Vorträge hielt, sich als Schauspielerin, Regisseurin, Kamerafrau oder Essayistin betätigte: Die Genauigkeit ihrer Gedanken, die Komplexität ihrer Bilder und die Suggestivität ihrer Persönlichkeit wirkten überwältigend.

    Kudlacek hält mühelos die Balance zwischen der Huldigung dieser einmaligen Erscheinung und der sachlichen Darstellung ihres Wirkens. Ihre Neugier, ihre Hingabe und ihr Sachverständnis konnten zahlreiche prominente Zeitgenossen Derens von der Wichtigkeit der Mitarbeit an der Dokumentation überzeugen. Der Wert dieses Dokumentarfilmes wird zudem durch die zurückhaltende, empatische und trotzdem kraftvolle Musik von John Zorn gesteigert. csz.

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