Filmhandlung und Hintergrund

Erzkonservativer Kriegsfilm, der in puncto Spezialeffekte und Tempo auf der Höhe der Zeit ist.

Zwei F-18-Piloten stürzen bei einem Routineflug hinter feindlichen Linien ab. Während der eine von serbischen Freischärler erschossen wird, kann Burnett ins Dickicht des Waldes entkommen und bittet via Funk um Rettung. Doch seinem Kommandanten, Admiral Reigart sind die Hände gebunden: Aus politischen Gründen darf er keine Befreiungsaktion starten…

Während des Balkankrieges werden zwei F-18 Kampfpiloten hinter den feindlichen Linien abgeschossen. Die Freude darüber, sich mittels Schleudersitz noch einmal gerettet zu haben, währt bei Burnett und Stackhouse nur kurz. Denn wie ein Bluthund ist ihnen der serbische Freischärler Lokar auf der Spur. Als sein Kamerad erschossen wird, kann sich Burnett in letzter Sekunde retten und wird nun von den Feinden durch den Wald gehetzt. Der Hilferuf des Piloten wird vom Vorgesetzten per Funk abgewiesen, denn die Diplomatie hat Vorrang.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Im Fadenkreuz - Allein gegen alle: Erzkonservativer Kriegsfilm, der in puncto Spezialeffekte und Tempo auf der Höhe der Zeit ist.

    Während in Afghanistan US-Bodentruppen weiterhin versuchen, das Land zu „befrieden“, erlebt der Krieg in Bosnien auf der Leinwand seine Wiederauferstehung. In „Im Fadenkreuz - Allein gegen alle“ wird ein US-Kampfpilot während eines Erkundungsfluges abgeschossen und muss sich alleine zur nächstgelegenen NATO-Schutzzone durchschlagen. Erzkonservativ und zumindest fragwürdig im Ton, in puncto Spezialeffekte und Tempo auf der Höhe der Zeit, hat Regie-Neuling John Moore einen geradezu prototypischen Kriegsfilm in Szene gesetzt, der ganz nach dem Geschmack altgedienter John-Wayne-Fans sein dürfte.

    Hubschrauber, die plötzlich hinter einer Hügelkette empor schweben, Soldaten, die Schulter an Schulter das Gelände durchkämmen, teuflische Tretminen, eiskalte Scharfschützen, gewissenlose Befehlshaber - altbekannte Versatzstücke des totgeglaubten Kriegsfilm-Genres. Aber trotz Coppola und Cimino, trotz „Apocalypse Now“ und „Die durch die Hölle gehen“ gibt es immer noch die patriotische Variante der einst so beliebten US-Paradegattung. Das amerikanische Militär ist wieder wer - spätestens seit dem 11. September - und John Moore belegt dies mit seinem Leinwand-Debüt. Moore, der sich als Clip-Regisseur einen Namen gemacht hat, lässt nach einem Drehbuch von David Veloz und Zak Penn zwei F-18-Piloten bei einem Routineflug hinter feindlichen Linien - „Behind Enemy Lines“ lautet denn auch der treffendere Originaltitel - abstürzen. Getroffen von einer serbischen Flugabwehrrakete katapultieren sich die beiden Männer mittels ihrer Schleudersitze aus der brennenden Maschine. Die Freude darüber, am Leben zu sein, währt nur kurz. Denn schon bald haben serbische Freischärler unter der Führung des eiskalten Lokar ihre Spur aufgenommen. Der eine Pilot, Stackhouse, wird von der serbischen Soldateska erschossen, der andere, Burnett, kann sich in letzter Sekunde in im Dickicht des Waldes verstecken. Nun bittet er via Funk um Rettung durch seinen Befehlshaber Admiral Reigart. Dem Kommandanten eines Flugzeugträgers, der vor der Küste stationiert ist, sind jedoch die Hände gebunden: Aus politischen Gründen darf er keine Befreiungsaktion starten…

    Reigart alias Gene Hackman, der 1995 schon einmal einen knallharten Marine-Befehshaber, damals in Tony Scotts „Crimson Tide - In tiefster Gefahr“, gespielt hat, setzt in „Im Fadenkreuz - Allein gegen alle“ die wenigen schauspielerischen Akzente. Trumpf sind hier jedoch eindeutig Action und Adrenalin und dafür ist ganz alleine Owen Wilson als Burnett zuständig. Der Nachwuchsstar aus „Meine Braut, ihr Vater und ich“ und „Zoolander“ hetzt durchs Unterholz, immer einen Schritt vor seinen mörderischen Verfolgern. Im besten Jerry-Bruckheimer-Stil fliegen ihm die Kugeln um die Ohren, während links und rechts die Granaten hochgehen und ein besonders perfider Sniper an seinen Fersen klebt. Betrachtet man das Werk als geradliniges High-Tec-Spektakel, ist daran nichts auszusetzen. Vorzüglich, ja geradezu brillant die Luftkampfszene, bei der die F-18 den Flugabwehrraketen zu entkommen versucht, furios das Finale auf einem zugefrorenen See, in dessen Verlauf es Burnett mit einer ganzen Armee aufnimmt. Geschmacklos oder zumindest fragwürdig dagegen die politische „Botschaft“ des Films. Trotz angesprochener heikler Themen wie Genozid, Mut des Einzelnen, Loyalität und (falsche) Rücksichtnahme ist die Story kaum mehr als krasse Schwarz-Weiß-Malerei - die Guten gegen die Bösen -, die Erinnerungen an Machwerke wie „Die grünen Teufel“ weckt und ein ernstes Thema in Wild-West-Manier - Militärmusik-Haudrauf-Score inklusive - abhandelt. Da hilft es wenig, dass zu guter Letzt mittels Text suggeriert wird, dass die Story auf Tatsachen basiert. In den USA von der Fox vom geplanten Startermin 2002 wohl wegen der zur Zeit anhaltenden „patriotischen Stimmung“ eilig vorgezogen, dürfte in Deutschland ein Publikum jenseits ausgesprochener Action-Freaks schwieriger zu finden sein. geh.

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