Filmhandlung und Hintergrund

TV-Wirtschaftsthriller um einen Betriebsrat, der zwischen alle Fronten gerät.

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Kritikerrezensionen

  • Im Dschungel: TV-Wirtschaftsthriller um einen Betriebsrat, der zwischen alle Fronten gerät.

    „Im Dschungel“ aus Lügen und Intrigen in einem Industrieunternehmen findet sich ein engagierter Arbeiter im gleichnamigen WDR-Fernsehfilm wieder. Regisseur Elmar Fischer arbeitet das Thema in einer gelungenen Mischung aus Drama und Wirtschafts-Thriller auf.

    Die Teamworx-Produktion kann dabei vor allem mit ihrer liebevollen Bildgestaltung und einem überzeugenden Darstellerensemble punkten. Fischer, der auch am Drehbuch von Jörg Tensing mitgewirkt hat, siedelt „Im Dschungel“ in der fiktiven Stadt Hildenburg und in einem fiktiven börsennotierten Unternehmen namens ZOR an. Bewusst lässt der Film offen, welche Produkte genau im ZOR-Werk hergestellt werden. Der Fokus richtet sich auf die Verstrickungen hinter den Kulissen. Im Mittelpunkt steht dabei der Vorarbeiter Frank Sperber (Ronald Zehrfeld), der sich in den Betriebsrat wählen lässt, nachdem bekannt geworden ist, dass der Teil des Werks, in dem er beschäftigt ist, an einen ausländischen Investor verkauft werden soll. Sperber gerät in der für ihn zunächst fremden Welt in ein Geflecht aus Korruption und Erpressung, dem er sich selbst ebenso wenig entziehen kann wie sein väterlicher Freund, der stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende Henning Lohmann (Heino Ferch) und die ZOR-Managerin Marie Sandberg (Ina Weisse), in die sich Sperber verliebt hat.

    Fischers Film setzt dabei auf eine behutsame Entwicklung seiner Charaktere, konzentriert sich zunächst auf die Beziehung zwischen dem Vorarbeiter und der Managerin, die später in die Krise gerät. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Vorgänge in einem Gästehaus in Marrakesch, in das die ZOR-Verantwortlichen Betriebsratsvertreter und potenzielle Investoren zu sexuell ausschweifenden „Planungstreffen“ einladen. Für den Zuschauer ist es nicht einfach, die Sympathieträger in „Im Dschungel“ für sich ausfindig zu machen. Am meisten personifiziert wird die Ambivalenz der Charaktere in der von Ferch exzellent dargestellten Figur des Lohmann, die zunächst als ruhender Pol auftritt, zunehmend aber Abgründe offenbart. Diese Entwicklung gipfelt in der einzigen – und dadurch besonders beeindruckenden – Gewaltszene des Films, einer Schlägerei zwischen den ehemaligen Freunden Lohmann und Sperber.

    Neben Ferch überzeugen vor allem auch Weisse und Zehrfeld, ebenso wie Bernd Stegemann als Gesamtbetriebsratsvorsitzender, der wegen eines kompromittierenden Videos zum Rücktritt gezwungen wird. Fischer und Kameramann Philipp Kirsamer setzen das starke Ensemble in interessanten Locations, etwa einem Fußballstadion oder einem verwaisten Vergnügungspark, in Szene. Reizvoll gestaltet ist zudem der harte optische Kontrast zwischen der kargen Industriestadt „Hildenburg“ und dem traumähnlich inszenierten, vermeintlichen Refugium in Marokko. jl.

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