Ich liebe Dick

  1. Ø 0
   1999

Ich liebe Dick: Beißende Politsatire, in der die These vertreten wird, daß zwei naive Teenager den Watergate-Skandal ins Rollen brachten.

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Filmhandlung und Hintergrund

Ich liebe Dick: Beißende Politsatire, in der die These vertreten wird, daß zwei naive Teenager den Watergate-Skandal ins Rollen brachten.

Die Freundinnen Arlene und Betsey geraten zufällig in den Strudel des Watergate-Skandals, als sie den CIA-Agenten Gordon Libby beim Einbruch ins Watergate-Hotel über den Weg laufen. Beim anschließenden Klassenausflug ins Weiße Haus lernen sie nicht nur Präsident Nixon höchstpersönlich kennen, sondern gelangen auch in den Besitz einer streng geheimen Bestechungsliste. Als „Dick“ sich als Ekel entpuppt, leiten die Mädels seinen Rücktritt in die Wege.

Die Freundinnen Arlene und Betsey geraten in den Strudel des Watergate-Skandals, als sie dem CIA-Agent Gordon Libby bei dessen Einbruch ins gleichnamige Hotel zufällig über den Weg laufen. Beim anschließenden Klassenausflug ins Weiße Haus lernen sie Richard Nixon kennen, in den sich Arlene sofort verliebt. Als sich der jedoch als Ekel erweist, beschließen die beiden, unter dem Pseudonym „Deep Throat“ die Reporter Woodward und Bernstein von der Washington Post anzurufen. Deren Enthüllungen führen zum Rücktritt des Präsidenten.

Bissige Politsatire, die die „wahren“ Hintergründe des Watergate-Skandals enthüllt: Die Freundinnen Arlene und Betsey treffen zunächst den CIA-Agenten Gordon Libby bei dessen Einbruch ins Watergate Hotel. Beim anschließenden Klassenausflug ins Weiße Haus lernen sie Richard Nixon kennen, der sich als Ekel erweist, weshalb sie beschließen, unter dem Pseudonym „Deep Throat“ bei der Washington Post anzurufen.

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Kritikerrezensionen

  • Amerika ist schön, lang lebe es! "Dick" ist eigentlich eine clevere Politsatire, die man vielfach auch auf die heutige Zeit beziehen kann, dabei etwas verpackt als Blödelkomödie, denn Betsy und Arlene wirken oftmals nicht sehr helle - und Kirsten Dunst und Michelle Williams sind dabei einfach wunderbar. Eine großartige Szene ist, wenn die beiden Mädchen das Tonband gefunden haben und sich darüber bei Nixon beschweren und Arlene dann schnippisch aufsteht und zu Nixon bitterböse und voller Enttäuschung sagt: "You're a bad guy!" Ein wirklich herrlicher Augenblick und allein dieser Moment reicht aus um Michelle Williams großes komödiantisches Potential zu erkennen, bitte mehr davon.

    Auch Altstar Dan Hedaya hat Gelegenheit zu zeigen was er kann, so wirkt seine Interpretation von "Dick" als selbstgefälliger, arroganter, unzufriedener, dominanter und aufbrausender Mann wie eine Parodie von Anthony Hopkins Darstellung in Oliver Stones "Nixon"-Biographie. Ebenso parodiert werden "Die Unbestechlichen" - die Reporter-Darsteller Will Ferrell und Bruce McCulloch wirken wie ein Robert Redford und ein Dustin Hoffman für Arme.

    Für Unterhaltung sorgen weiterhin absolut schrille Klamotten, treffender 70er Jahre Zeitgeist und die vielen politischen Anspielungen, die man nicht verstehen muss, die aber dafür sorgen, dass "Dick" eine recht feinsinnige kleine Komödie ist, die liebevoll aber nicht wirklich ernstzunehmen ist. Denn dass sich die Aufdeckung von Watergate etwas anders abgespielt haben dürfte ist wohl jedem klar. Wenn nicht, würde das ja bedeuten, dass bereits in den 70ern nur Idioten in der amerikanischen Regierung saßen...

    Fazit: Eine feinsinnige kleine Komödie mit zahlreichen politischen Anspielungen und wunderbaren Darstellern.
  • Die einfallsreiche Politkomödie wartet mit einer neuen Theorie für die Hintergründe des Watergate-Skandals anno 1972 auf, die in ihrer unbeschwerten Überzogenheit selbst hartgesottene Historiker zum Schmunzeln animieren sollte. Zwei naive Teeniebopper stolpern zufällig in den sensationellsten Skandal des Weißen Hauses (bevor Monica Lewinski die Clinton-Adminstration fast in die Knie zwang) hinein und bringen den mächtigsten Mann der Welt, Richard „Dick“ Nixon, zu Fall.

    Betsey (Kirsten Dunst aus „Interview mit dem Vampir“, mittlerweile fast erwachsen) und Arlene (Michelle Williams aus der TV-Serie „Dawson’s Creek“), die mit ihrer Mutter im Watergate-Hotel residiert, geraten zufällig an CIA-Agent Gordon Liddy und seine Mannen, während diese im Hotel einbrechen. Ein paar Tage später laufen sie Liddy beim Klassenausflug im Weißen Haus erneut über den Weg und nehmen eine Bestechungsliste an sich, die an seinem Schuh klebt. Und wie es die Konstruktion von Regisseur und Co-Drehbuchautor Andrew Fleming („Der Hexenclub“, „Einsam, zweisam, dreisam“) so will, lernen sie kurz darauf auch noch den Präsidenten (Dan Hedaya) höchstpersönlich kennen, der sie zu seinen Hundeausführerinnen ernennt. Bei ihren folgenden Besuchen bringen sie ihm selbstgebackene Kekse, die mit Marihuana versehen sind und Dick in beste Laune versetzen. Als sich Dick, in den Arlene unsterblich verliebt ist (was in einer köstlichen Fantasysequenz mit einem einen weißen Schimmel reitenden Dick am Strand kulminiert), als fluchendes Ekel erweist, beschließen sie, die beiden Reporter Bob Woodward und Carl Bernstein von der Washington Post anzurufen. Ihre unter dem Pseudonym „Deep Throat“ gestammelten Ungenauigkeiten werden von den Reportern als knallharter Enthüllungsjournalismus verkauft und führen zum Rücktritt des 37. Präsidenten der USA.

    Mit Gusto veräppelt Filmemacher Fleming alles und jeden, von Außenminister Henry Kissinger bis zur Präsidentensekretärin Rose Mary Woods, vor allem aber auch das zänkische Journalistenduo Bernstein und Woodward, die hier nicht an die integren Spürhunde aus „Die Unbestechlichen“ erinnern, sondern an eine Chaos-Reporter-Version der Butabi-Brüder aus „A Night At The Roxbury“. Natürlich sind auch die siebziger Jahre mit ihren schrillen Klamotten und zahlreichen peinsamen Hitsongs immer für einige vortreffliche Gags gut. Teenager werden die Referenzen an Watergate wohl wenig interessieren, doch ein älteres Publikum wird bei dieser respektlosen Politsatire auf seine Kosten kommen. ara.

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