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Ich bin eine Insel

Filmhandlung und Hintergrund

TV-Drama um eine zurückgezogen lebende Ex-Lehrerin, deren selbstgewählte Einsamkeit durch die hartnäckigen Kontaktversuche eines vernachlässigten Mädchens in Frage gestellt wird.

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Kritikerrezensionen

  • Ich bin eine Insel: TV-Drama um eine zurückgezogen lebende Ex-Lehrerin, deren selbstgewählte Einsamkeit durch die hartnäckigen Kontaktversuche eines vernachlässigten Mädchens in Frage gestellt wird.

    Ulrike Folkerts mal ganz anders: In diesem großartig gespielten Drama verkörpert sie eine verhärmte Lehrerin, die nach dem Tod eines Schülers mit dem Leben abgeschlossen hat.

    Die beiden passen zusammen wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge: hier Thea Winkler, die in einem anderen Leben Lehrerin war, sich aber völlig zurückgezogen hat; dort die zehnjährige Rosa, ein Mädchen von erschreckender Korpulenz, das aus Frust frisst und dringend Hilfe braucht. Bei Thea ist sie da genau richtig: Körperlich mag die Frau noch anwesend sein, emotional aber führt sie ein Leben im inneren Exil. Nach einem Autounfall, bei dem ein Schüler ums Leben gekommen ist, hat sie gekündigt, ihren Mann verlassen und einen kleinen Laden für Zeitschriften und Süßigkeiten aufgemacht. Rosa ist ihre beste Kundin, und eines Tages erhält sie unvermutet auch die unfreiwillige Einladung in Theas Leben: Die hat einen neuen Nachbarn, der etwas aufdringlich ist und auf einem Rendezvous besteht. In ihrer Not gibt sie Rosa kurzerhand als Tochter aus, der sie einen Kinobesuch versprochen habe. Das ist Rosas Chance; prompt hängt sie sich wie eine Klette an Thea, die sich widerwillig auf die Beziehung einlässt, bis Rosa übermütig wird und sich das Trauma zu wiederholen droht.

    Dieses so völlig ungleiche Paar, beide auf ihre Weise aus der Welt gefallen, ist eine Meisterleistung: vom Drehbuch (Silke Zertz), von der Regie (Gregor Schnitzler) und vor allem von den beiden Darstellerinnen. Ulrike Folkerts hat dabei die scheinbar leichtere Aufgabe: Sie braucht Thea bloß als komplettes Gegenteil von „Tatort“-Kommissarin Lena Odenthal zu verkörpern. Schon das erste Bild aber zeigt eine Frau, die nicht nur äußerlich ungleich unscheinbarerer auftritt. Auch Körpersprache und vor allem der erloschene Blick signalisieren: Bei dem Unfall vor drei Jahren ist Thea Winkler ebenfalls gestorben.

    Perfektes Pendant zu Ulrike Folkerts und phänomenal geführt ist die junge Tülin Karaca, offenbar ein Naturtalent. Sie muss ja nicht bloß ein dickes Mädchen spielen, sondern vor allem ein Mädchen mit einem Traum: Rosa möchte Balletttänzerin werden. Diesen offenkundig absurden Wunsch - Thea spricht mal taktlos vom „Elefanten auf Rollschuhen“ - verkörpert die zehnjährige Tülin mit hartnäckiger Selbstverständlichkeit. Schnitzler („Soloalbum“, „Die Wolke“) setzt zwar auch die Nebendarsteller (unter anderem Luc Veit als hartnäckiger, aber nicht unsympathischer Nachbar und Heio von Stetten als Theas Exmann) ausgezeichnet in Szene, doch die Basis dieses kantigen Beginns einer wundervollen Freundschaft ist ein offenbar ausgezeichnetes Drehbuch. Behutsam lockt Silke Zertz ihre Hauptfigur aus dem Schneckenhaus, um sie dem Leben auszusetzen. Ein treffendes Bild dafür ist das vertrocknete Zitrusbäumchen des Nachbarn, das von Thea wieder aufgepäppelt wird und am Ende sogar Früchte trägt. Ein großartiger Film. tpg.
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