Ich bin ein Berliner

Filmhandlung und Hintergrund

TV-Komödie um einen unehelichen JFK-Spross, gezeugt während des Berlin-Besuchs 1963.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ich bin ein Berliner: TV-Komödie um einen unehelichen JFK-Spross, gezeugt während des Berlin-Besuchs 1963.

    Da sage noch mal einer, alle Geschichten seien schon erzählt. Die hier ist jedenfalls neu. Und nicht nur das: Mit diversen überraschenden Wendungen bleibt sie bis zum Schluss originell.

    Hochstapler Felix Rath (Thomas Heinze) steht das Wasser bis zum Hals. Ausgerechnet bei der Beerdigung seiner Mutter taucht ein Gläubiger mit unangenehm finsteren Bodyguards auf und will sein Geld zurück; als Pfand nimmt er die Urne mit. Als Rath im Bankschließfach der Verstorbenen Liebesbriefe von John F. Kennedy entdeckt, ersinnt er mit seinem väterlichen Kumpan Dietrich (Michael Gwisdek) einen echten Coup: Er wird sich als JFKs unehelicher Sohn ausgeben, die Story an eine Zeitung verkaufen und sich die Exklusivrechte teuer bezahlen lassen. Die Briefe sind zwar an Raths früh verstorbene Tante Agnes, aber eine entsprechende Geburtsurkunde ist für den versierten Fälscher Dietrich ein Klacks. Selbst wenn Nina Wieser vom „Tagesanzeiger“ (Sophie von Kessel) Rath augenblicklich als Windhund durchschaut: Ihr Chef (Hannes Hellmann) wittert die große Story. Und die kriegt er auch: Nina findet raus, dass Raths Tante noch quicklebendig ist. Und nun überschlagen sich die Ereignisse: Tante Agnes (Renate Blume) ist tatsächlich als Raths Mutter, und die Liaison mit Kennedy gab’s ebenfalls; doch die CIA darf niemals erfahren, dass Rath ein Sprössling von JFK ist. Selbst Nina und ihre Tochter wären in Gefahr, und Rath muss sich entscheiden: Ruhm - oder Liebe - „Ich bin ein Berliner“ strotz nur so von liebevoller Detailarbeit. Thomas Heinze (auch Koproduzent des Films) ist die perfekte Besetzung für die Rolle des charmanten Hochstaplers, der die misstrauische Journalistin natürlich doch noch um den Finger wickelt. Immer wieder sorgt Regisseurin Franziska Meyer Price allein mit einem Schnitt für viel Dynamik. Selbst die zum Teil albernen Slapstick-Szenen, in denen der eifrige Auslandskorrespondent eine DNA-Probe von einem Mitglied des Kennedy-Clans besorgen soll, verkraftet die Komödie mühelos. „Ich bin ein Berliner“ ist ein würdiger Eröffnungsfilm für den TV-Movie-Herbst in Sat 1. tpg.

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