Hurlyburly Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Der zappelige Eddie, der zynische Mickey und der zu gewalttätigen Ausbrüchen neigende Phil teilen sich zwar eine schicke Wohnung in Hollywood, kommunizieren aber doch meistens über das unersetzliche Handy. Sie teilen sich mehr oder weniger freiwillig den Koks und die Frauen – auch ihr Hauptdiskussionsthema, um das gestritten oder zu dem gute Ratschläge verteilt werden. Ihre Jobs in der Medienbranche laufen dabei auf Sparflamme nebenher.

Eddie, Mickey und Phil teilen sich alles: Wohnung, Koks und Frauen. Für die Leinwand adaptiertes Theaterstück von Anthony Drazan.

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Kritikerrezensionen

  • Für die Leinwand adaptierte Anthony Drazan das erfolgreiche Theaterstück „Hurlyburly“ von David Rabe. Die tragikomische Geschichte von drei Typen, die sich alles teilen – Koks, Frauen und Wohnung – überzeugt durch hochkarätige Besetzung. Gemeinsam mit Sean Penn, der bei den Filmfestspielen Venedig die „Coppa Volpi“ als bester Darsteller erhielt, machen Kevin Spacey und Chazz Palminteri mit ihrem erhöhten Testosteron-Spiegel die Gegend um Los Angeles unsicher.

    Eddie, Mickey und Phil gehen gemeinsam durch Dick und Dünn, auch wenn sie sich ständig in den Haaren liegen. Ihren Lebenssinn finden sie mehr in Frauen als in der Arbeit, läuft ihnen ein Wesen des anderen Geschlechts über den Weg, wird das „package“ brüderlich geteilt, man gönnt sich ja sonst nichts. Außer dem täglichen Koks, besonders für Eddie ein Muß. Das Dolce Vita im Dunstkreis von Hollywood fordert seinen Tribut, ein richtiges Leben kriegen sie trotz aller Anstrengungen nicht zusammen, die Karriere im Filmbusiness kocht auf Sparflamme. Eddie hat seine eigenen Moralvorstellungen und flüchtet sich in eine fast nur ihm zugängliche Welt, Mickey läßt den ausgebufften Zyniker raushängen und Phil ist eigentlich nur ein herzensguter Trottel, der sein Temperament nicht im Zaum halten kann und sich selbst alles vermasselt. Sie können nicht aus ihrer Haut heraus, tappen immer wieder in die Fallen, die sie sich selber stellen.

    Für Sean Penn war es ein Riesenvergnügen den nervösen Eddie zu mimen, hatte er diese Figur doch schon unter David Rabe 1988 im Westwood Playhouse verkörpert, auch Kevin Spacey kannte das Stück wie aus seiner Westentasche, er spielte sämtliche männlichen Hauptrollen unter Mike Nichols am Broadway. Auf den ersten Blick wecken die männlichen Charaktere Widerwillen, das Machoauftreten oder die verbalen Erotik-Ausrutscher machen sie nicht gerade sympathisch. Aber nach und nach gewinnt ihr stacheliger Charme, sind sie doch nur aufgeplusterte Looser, die sich selbst etwas vormachen und Bett-Akrobatik mit gutem Sex verwechseln. Daß das nicht gutgehen kann und für einen von ihnen der Zahltag kommt, liegt in der Natur der Sache. Daß sich hinter der rauhen Schale sensible Seelchen verstecken, weiß man spätestens, wenn die wilden Männer plötzlich mit großer Zartheit Chazz‘ alias Phils Baby in den Arm nehmen und verzückt auf das kleine Bündel Mensch schauen.

    Zwar läßt sich die Theaterherkunft nicht verleugnen, nehmen die Wortkaskaden manchmal überhand, aber die brillanten Dialoge, bösartiger Witz und schneidender Sarkasmus sind vom Feinsten, deshalb sollte „Hurlyburly“ ein intelligentes und innovationsfreudiges Publikum locker aus der Reserve hohlen. Den Rest erledigen die drei Buddies. mk.

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