Human Nature - Die Krone der Schöpfung

   Kinostart: 10.06.2004

Human Nature: Sympathisch verrückte Komödie über die Macht der Natur aus der Feder von "Being John Malkovich"-Autor Charlie Kaufman.

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Filmhandlung und Hintergrund

Sympathisch verrückte Komödie über die Macht der Natur aus der Feder von "Being John Malkovich"-Autor Charlie Kaufman.

Wissenschaftler Nathan Bronfman (Tim Robbins) ist besessen von der Idee, dem Homo Sapiens auch noch das letzte Quentchen tierischen Erbes auszutreiben. Leider wollen seine hehren Theorien aber so überhaupt nicht mit der Realität korrespondieren, und als das ziemlich behaarte Naturmädchen Lila (Patricia Arquette aus „True Romance„) seine Wege kreuzt, ist es augenblicklich um ihn geschehen. Das Auftauchen eines männlichen Rivalen (Rhys Ifans aus „Notting Hill“ als triebfreudiger Waldmensch) sorgt für weitere, höchst unwissenschaftliche Turbulenzen.

Being John Malkovich„-Autor Charlie Kaufman ist das Mastermind hinter Michel Gondrys sympathisch-skurriler Komödie um das omnipräsente Tier im Manne (und Weibe!).

Wissenschaftler Nathan, der das menschliche Verhalten von allen Verbindungsresten zu den animalischen Wurzeln befreien will, steht vor großen Problemen: Freundin Lila, die ihn zum Mann machte, ist behaart wie ein Tier, Affenmensch Puff, den er im Wald fand, verhält sich wie eines und auch Nathan selbst kann bei seiner Assistentin seine Triebe nicht kontrollieren.

Mutter Natur hat sich einen grausamen Scherz mit Lila erlaubt: Sie ist am ganzen Körper derart behaart, dass ihr ein normales Leben verwehrt bleibt. Resigniert hat sie sich in die Wildnis zurückgezogen. Erst nachdem sie mit einem Bestseller über diese Erfahrung berühmt wird, kehrt sie in die Zivilisation zurück, wo sie sich ausgerechnet in den verklemmten Wissenschaftler Nathan verliebt. Da treffen die beiden auf einer Wanderung den verwilderten Puff, der von seinem Vater wie ein Affe aufgezogen wurde.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Human Nature - Die Krone der Schöpfung: Sympathisch verrückte Komödie über die Macht der Natur aus der Feder von "Being John Malkovich"-Autor Charlie Kaufman.

    Wer in seinem ersten verfilmten Drehbuch die Gehirnwindungen von John Malkovich zum Vergnügungspark macht, muss beim nächsten Projekt mit hohen Erwartungen an die eigene humoristische Substanz rechnen. Diesem Druck begegnet Charlie Kaufman, ein von Hollywoods Intelligentsia derzeit umarmter Einzelkämpfer für Originalität im Zeitalter kommerzieller Uniformität, mit einer Komödie, die Vergleiche mit „Being John Malkovich“ nicht provoziert, aber auch nicht fürchten muss. Kaufmans Beobachtungen über die Dominanz der menschlichen Natur und die zweifelhaften Segnungen der Zivilisation, dargestellt an Exemplaren, die ihr anthropologisches Erbe ausleben oder austreiben wollen, formen sich unter der Regie von Clip-Profi Michel Gondry zu einem wunderbar versponnenen Film, der intelligent, aber ohne intellektuelle Prätention überzeugend unterhält.

    Mit einer symbolstarken Ouvertüre, in der zwei weiße Mäuse und eine schwarze Krähe im Wald Verfolgungsrallye spielen, bis die Füße einer Leiche der Kamera im Wege stehen, beginnt die Geschichte einer exzentrischen Dreierbeziehung. Während der Tote, Verhaltenswissenschaftler Nathan (Tim Robbins), im Himmel seine Analyse der Tatentwicklung zum Besten gibt, enthüllt Freundin Lila (Patricia Arquette) gelangweilten Cops ihre Biographie, stellt sich Sonderling Puff (Bestleistung von Rhys Ifans aus „Notting Hill“) einem Senats-Hearing. Alle drei Figuren sind von ihrer Biologie oder Erziehung gestrafte Außenseiter, die verdeutlichen, dass sich die Natur trotz des Zivilisationsdrucks immer einen Weg zum gelebten Verhalten bahnt. Lila leidet unter extremster Ganzkörperbehaarung, die das Animalische auch äußerlich sichtbar macht, das Nathan in seinen absurden Experimenten (Mäuse lernen Etikette) mit pathologischem Eifer auszutreiben versucht. Natürlich ist er selbst Gefangener seiner Natur, wenn er erst Lila, dann seiner Assistentin sexuell verfällt. Puff schließlich, der von seinem Vater wie ein Affe sozialisiert wurde und aus dem Wald ins Labor entführt wurde, um zivilisiert zu werden, erzeugt mit dominantem sexuellem Impuls die besten Lacher im Film. Seine Umerziehung hat eine tragikomische Note, forciert aber nie ein schlechtes Gewissen, sich hier nicht amüsieren zu dürfen. In märchenhaften Waldszenen überzeichnet Gondry sein Thema vom Verlust der Unschuld, von der pastoralen Alternative zum verlogenen Leben als Gesellschaftswesen, bis auch im „Greystoke“-ähnlichen Finale deutlich wird, dass keine zivilisationskritische, ökologische Predigt, sondern eine Satire angestrebt ist, die nichts, auch sich selbst nicht, übertrieben ernst nehmen will. Selbstverleugnung schält sich als deutlichstes Feindbild der verschrobenen Komödie heraus, die mit ihrem Zitateparcours („Bambi“, „Uhrwerk Orange“, „Tarzan“ „Frankenstein“, „Wer den Wind sät“), der Skurrilität von Story und Figuren und ihrem listigen Witz wohl kein Massenangebot darstellt, aber Fans von unorthodoxer Unterhaltung blendend amüsieren dürfte. kob.

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