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How I Ended This Summer

   Kinostart: 01.09.2011
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Filmhandlung und Hintergrund

Stoisches Drama über zwei Männer, die seit Jahren als einzige Bewohner einer Forschungsstation im ewigen Eis der Arktis ausharren.

Sergej und Pawel sind grundverschiedene Männer. Ihre Position als einzige Bewohner einer Forschungsstation im ewigen Eis der Arktis schmiedet sie allerdings in einer distanzierten Freundschaft zusammen. Fixpunkt ihrer Existenz ist ein Schiff, das sie bald abholen soll. Vor allem Sergej kann es kaum erwarten, seine Familie endlich wieder in seine Arme schließen zu können. In seiner Abwesenheit nimmt Pawel einen folgenschweren Funkspruch für Sergej entgegen. Er betet, das Schiff möge kommen, damit er ihm nicht die Wahrheit sagen muss.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • How I Ended This Summer: Stoisches Drama über zwei Männer, die seit Jahren als einzige Bewohner einer Forschungsstation im ewigen Eis der Arktis ausharren.

    Vereiste Landschaften, vereiste Gefühle - Alexej Popogrebsky variiert Andrej Tarkowski und erzählt ein am Ende der Welt angesiedeltes existenzialistisches Lehrstück.

    Arktischer Sommer in Chukotka, der nordöstlichsten Spitze Russlands. In einer seit 1936 bestehenden Station wird radioaktive Strahlung gemessen, alle drei Stunden werden Ergebnisse per Funk durchgegeben. Monotonie beherrscht den Alltag von Sergej (Sergej Puskepalis), seines Zeichens Meteorologe, und Hochschulabsolvent Pawel (Grigory Dobrygin). Der Ältere ist ein Bär von einem Mann, ein maulfauler Naturbursche mit eisernen Fäusten, der Jüngere ein schüchterner Intellektueller, der den Kollegen fürchtet.

    Regisseur Alexej Popogrebskys („Der Weg nach Koktebel“) Zwei-Personen-Drama „Kak ya provel etim letom“ ist eher Versuchsanordnung denn klassischer Spielfilm, ein fesselndes Wechselspiel zweier verschieden strukturierter Männer, gefangen im Nichts, in einer Situation geprägt von Einsamkeit und verschiedenen Hoffnungen. Der atmosphärisch dichte, grandios fotografierte Film (Kamera: Pawel Kostomarow) spielt in einer pflanzenlosen Weite aus mächtigen Steinen, ewigem Eis und wild wuchernden Flechten. Das Licht ist flach, man spürt Nässe und Kälte und für Aufregung sorgt höchstens mal ein Eisbär, der auf einen Sprung vorbeischaut - frei nach Werner Herzog: „Encounters at the End of the World“.

    Da bricht Sergej mit dem Boot zum Fischen auf, die Gattin liebt geräucherte Forellen. In fünf Tagen soll ein Schiff kommen, das ihn abholt, ihn wieder mit der Familie vereint. Der Jüngere vertreibt sich derweilen die Zeit mit Computerspielen, kocht Eintopf und empfängt einen Funkspruch, dass Sergejs Frau und Kind einen tödlichen Unfall hatten. Aus Angst gibt er diese Nachricht nicht weiter, bis der Wettermann selbst von der Tragödie erfährt. Hass flammt auf, die Männer beginnen, sich zu bekriegen, Gewehr und Gift kommen ins Spiel.

    Andrej Tarkowski lässt grüßen, um Umweltsünden geht es, ums Zerbröckeln der Zivilisation. Leben bedeutet Kampf, die Story ist archaisch, aufs Minimum reduziert. Mut und Feigheit, Schuld und Vergebung sowie der Generationskonflikt sind zentrale Themen dieser mörderischen Parabel. Ein existentialistisches Lehrstück siedelt Popogrebsky am Ende der Welt an. Das ist nicht neu und auch frische Erkenntnisse werden nicht gewonnen. Aber der Ton stimmt, die Handlung ist nachvollziehbar und die Figuren glaubwürdig. Was auch mit dem nuancierten Spiel von Puskepalis und Dobrygin zu tun hat, die ex aequo auf der 60. Berlinale für ihr Spiel zu Recht mit einem Silbernen Bären belohnt wurden. geh.

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