Hotel Splendide

  1. Ø 0
   1999
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Kritikerrezensionen

  • „Muriel“ goes „Delicatessen“ und verwandelt die Küche des titelgebenden Kurhotels in einen Kriegsschauplatz, wo die dünne rote Linie der zubereiteten Speisen wie die Grenze zwischen einem Küchenchef im Zorn und einer Gourmetkünstlerin auf Liebespfaden verläuft. Die Geschichte aus dem Geist britischer Groteskkomödien versetzt eine spröde Liebesgeschichte in das abgeschottete Inseluniversum eines ehemaligen Luxustempels und ergötzt sich zum Plaisir der Zuschauer am Gegensatz von rigoroser Diätküche und raffinierten Gaumenkitzlern, bis das Ganze auf eine erlösende Katatrophe zusteuert.

    „Muriel“ Toni Collette, als sorgende Mutter in „The Sixth Sense“ auf Oscar – Nominierungskurs, ist die Idealbesetzung für Kath, die nach fünf Jahren in das Hotel zurückkehrt, wo sie das Kochen lernte, aber von Mrs. Blanche, der inzwischen verstorbenen Patriarchin, am Liebesglück mit deren Sohn Ronald (Daniel Craig) gehindert wurde. Ihre Rückkehr droht ein Debakel zu werden, da sich Ronald an Mutters Maximen der Mahlzeitzubereitung hält, Bruder Dezmond (Stephen Tompkinson) sein Management so gefährdet sieht, wie Schwester Cora (Katrin Cartlidge, „Karriere Girls“) ihre Schlammbäder und Einläufe. Die Gäste profitieren vom Konkurrenzkampf der Köche, bis die tote, aber im Versorgungssystem der Hotels im Untergrund noch höchst aktive Mutter Blanche rebelliert und auf Konfrontationskurs steuert, bis ein riesiger phallischer Kuchen sie überfüttert….

    Die exzellente kulinarische Kuriositätenschau mixt den spinnerten Ideenreichtum der britischen Nonsense-Komödie erfolgreich mit einer Parabel über sich selbst zerfressende Systeme, in diesem Fall die Mutter-Maschine im Leitungswirrwarr und der Heizkesselanlage, die jede Sekunde zu platzen droht. Das morbide Dekor spielt dabei ebenso genussvoll mit, wie die Farbvaleurs, die sich mit ihren Filtern an den Gothic Horror Films orientieren. Ein wenig wie Samuel Beckett und der frühe Polanski („Wenn Katelbach kommt“) mit einem Schuss Monty Python, ist Terence Gross‘ Debutfilm ein Fest für alle, die Brit-Humor und Filme wie „Delicatessen“, „Die Stadt der verlorenen Kinder“ oder „Léolo“ lieben. ger.

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