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Hoppet (2006) Film merken

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Filmhandlung und Hintergrund

Hoppet: Schönes Jugenddrama um einen jungen Kurden, der Hochspringer werden will, im Stockholmer Exil.

Das erklärte Vorbild des jungen Kurden Azad (Ali Abdulsalam) ist die schwedische Hochspringerin Kajsa Bergqvist, der er nach Kräften nacheifert. Als er wegen des Kriegs in seiner Heimat samt seinem Bruder Tigris (Ronas Gemici) von der Familie getrennt wird, hat er Idole bitter nötig. Er landet ausgerechnet illegal in Schweden, wo es ihm anfangs sehr schwer fällt, Fuß zu fassen. Aber mit der Freundschaft zu einem Einheimischen (Peter Stormare) beginnt sich das Blatt zu wenden.

Der seit seinem internationalen Arthaus-Erfolg “Elling” beliebte Petter Næss legt mit einem Feelgood-Movie über Flüchtlingsschicksale und Integration nach, beschreibt aus subjektiver Perspektive eine Sportlerkarriere und die Überwindung des Kriegstraumas.

Der zwölfjährigen Azad will unbedingt Hochspringer werden. Doch im kurdischen Norden Iraks tritt Sport in den Hintergrund, wenn Kampfflieger Siedlungen bombardieren und der Vater von den Behörden verfolgt wird. Die Familie will ins Exil nach Deutschland, Azad und Tigris werden vorausgeschickt.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nach seinem Überraschungshit vom Kindsmann “Elling” erzählt Peter Naess nun von einem Jungen, der über Nacht seinen Mann stehen muss.

    Der interessanteste Jugendfilm des Jahres kommt (wie so oft) aus Skandinavien, stammt vom Norweger Peter Naess, ist vielfach preisgekrönt und heißt “Hoppet”, was auf Deutsch sowohl “Sprung” als auch “Hoffnung” bedeutet. Das passt zum zwölfjährigen Azad (liebenswert-begabter Newcomer: Ali Ali), der unbedingt Hochspringer werden will. Sein Vorbild ist die Schwedin Kajsa Bergquist, sein “Trainer” der ältere Bruder Tigris. Doch im kurdischen Norden Iraks tritt Sport in den Hintergrund, wenn Kampfflieger Siedlungen bombardieren und der Vater, ein regimekritischer Autor, von den Behörden verfolgt wird. Die Familie will ins Exil nach Deutschland, Azad und Tigris werden vorausgeschickt, da lediglich zwei Pässe besorgt werden konnten.

    Wie ein Flüchtlingsdrama Michael Winterbottoms beginnt Naess seine Arbeit, erzählt von einer Jugend, die ein abruptes Ende findet, als die beiden Brüder frierend in Stockholm stranden. Der Schlepper hat sie um die Flugtickets nach Frankfurt betrogen, Azad und Tigris, miteinander verbunden wie Euphrat und Tigris, finden mit Mühe bei befreundeten Landsleuten der Eltern Unterschlupf.

    Astrid Lindgren lächelt in Schwedens Hauptstadt von einer riesigen Plakatwand, doch viel Freundschaft schlägt den Jungen zunächst nicht entgegen. Die Gastfamilie schikaniert die beiden, die Behörden agieren halbherzig, der seit einem Bombenangriff verstummte Tigris zieht sich immer mehr in sich zurück. Derweilen erkundet Azad sein neues Umfeld, staunt über die vielen blonden Frauen und träumt vom Geruch der Mohnblumen im warmen Frühling seiner Heimat. Das Heimweh frisst ihn auf – und auch die Wut, dass die Eltern ihn “verlassen” haben. Erst als er in der Hochsprungmannschaft seiner Schule unterkommt, neue Freunde findet – etwa den schrägen, herzensguten Hot-Dog-Verkäufer Peter Stormare – und sich die Chance auftut, zu einem Wettkampf nach Berlin zu reisen, scheint sich alles zum Guten zu wenden.

    Viele Themen reißt Naess in seinem sensibel erzählten, handwerklich sauberen Adoleszenz-Drama an, Fremdenhass, Immigration, Asylpolitik, erste Liebe, doch im Prinzip geht es um einen Jungen, der glaubt, verlassen worden zu sein. Und dann, ganz Sportsmann, besinnt der sich seiner Fähigkeiten, findet Kraft in seinem Inneren, löst seine Probleme. Wie im Flug, wenn er im Fosbury-Flop elegant die hochgelegte Latte geradezu spielerisch überwindet. geh.

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