Filmhandlung und Hintergrund

Sommerlich leichte Komödie in sieben Episoden um ein skurriles Figurenarsenal, das ein Wochenende durchlebt.

24 Stunden aus dem Leben eine Hand voll junger Menschen. Darunter zwei Mädchen, die sich ins Partyleben stürzen, wo sie von zwei verrückten Typen angemacht werden. Ein unglückliches Luxus-Töchterchen, das einem melancholischen Metzgerssohn begegnet. Oder eine junge Frau, die mit einem liebenswerten Psychopathen in einem geklauten Krankenwagen türmt. Am Ende scheint jeder seine besondere Form von Glück gefunden zu haben.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Honolulu: Sommerlich leichte Komödie in sieben Episoden um ein skurriles Figurenarsenal, das ein Wochenende durchlebt.

    Eine Fingerübung der sieben derzeit wohl vielversprechendsten Regisseure der Münchner Filmhochschule sollte es werden. Doch nachdem „Honolulu“ nicht nur auf dem Filmfest München 2000 gut ankam, sondern sich mit Odeon auch ein Verleih fand, kommt der Episodenfilm über 24 Stunden im Leben eines runden Dutzends junger Menschen, nun regulär ins Kino. Beim jugendlichen Publikum angesagte Themen wie reich oder arm, Sex oder Liebe, Anmachen oder Abservieren sowie populäre Jung-Mimen wie Daniel Brühl, Julia Hummer, Mina Tander und Steffen Wink könnten der sommerlich beschwingten Komödie möglicherweise zu einem Überraschungserfolg verhelfen.

    Die „Exquisite-Corpse“-Tradition der Surrealisten hatte Hubert von Spreti, damals noch Redakteur beim BR, im Sinn, als er Produzent Reinhard Klooss Folgendes vorschlug: Eine Gruppe von ausgewählten Filmhochschülern sollte gemeinsam einen Film drehen. Eben nach dem Prinzip: Jeweils der Nächste führt das Begonnene fort und am Ende entsteht ein komplettes Werk. Klooss nahm die Herausforderung an und minimierte das Risiko, dass viele Köche den Brei verderben könnten, insofern, als dass man sich bei allen wichtigen Stabpositionen wie Kamera, Schnitt oder Szenenbild auf ein und dieselbe Person festlegte. So waren die sieben Schüler zwar in ihren Geschichten und Figurenzeichnungen frei, nicht aber bei deren technischer Umsetzung.

    Dennoch leidet auch „Honolulu“ an den üblichen Krankheiten eines Episodenfilms. Die Stories, die Darsteller, die Dramaturgie sind in ihrer Qualität so unterschiedlich, dass am Ende eben nicht alles zu einem großen Ganzen verschmilzt, sondern vielmehr wie ein flugs zusammengenähter Fleckenteppich wirkt. Ganz passabel schlägt sich Isabella Parkinson, die sich als kesse Busfahrerin über so ziemlich jede Dienstvorschrift hinwegsetzt. Eher dämlich kommen dagegen die beiden Saufkumpane Pattex (Stefan Maaß) und Horst (Jochen Nickel) rüber, die den ganzen Film hindurch in einem Wartehäuschen vor sich hin delirieren. Viel Lärm um Nichts macht auch die flüchtige Begegnung zwischen einem Luxus-Töchterchen (Alexandra Maria Lara), das Liebe will und Cabrios bekommt, und einem Metzgersohn, der nicht mehr töten will und von romantischen Sonnenuntergängen träumt…

    Obwohl man „Honolulu“ - die Endstation des Busses, wie man der letzten Einstellung entnehmen kann - in sieben Portionen aufteilen könnte, erfährt man nicht, wer für die einzelnen Teile verantwortlich zeichnet. Der Film wird konsequent als Gesamtkunstwerk, als Gemeinschaftsproduktion verkauft. Ein gutes Konzept, schließlich werden so die Schwächeren geschützt. Demnach lässt sich also nur spekulieren, ob Matthias Lehmann („Doppelpack“) die bierselige Episode gedreht, Oscar-Preisträger Florian Gallenberger („Quiero ser“) die Freibad-Sequenz inszeniert oder Vanessa Jopp („Vergiss Amerika“) den Abschnitt mit dem Krankenwagen realisiert hat. Neben Saskia Jell und Beryl Schennen haben außerdem Uschi Ferstl und Sandra Schmidt-Podmore als Autorinnen und Regisseurinnen an diesem einzigartigen Projekt mitgewirkt. Die beiden Letztgenannten profilierten sich inzwischen auch auf anderem Gebiet. Sie realisierten den Filmfest München-Trailer 2001. lasso.

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