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Hochzeitsreise zu viert

Filmhandlung und Hintergrund

Turbulente Komödie um verunglückte Flitterwochen mit (Schwieger)eltern.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Hochzeitsreise zu viert: Turbulente Komödie um verunglückte Flitterwochen mit (Schwieger)eltern.

    Wenn eine Idee nur plausibel genug verpackt wird, ist es völlig egal, wie absurd sie ist. Vielleicht gibt es ja wirklich Menschen, die es gar nicht so abwegig finden, ihre Hochzeitsreise gemeinsam mit den Eltern des Bräutigams zu verbringen; erst recht, wenn die für alles aufkommen. Und so wird der Ausflug in den „Honigmond“ für Miriam und Tom ein in der Tat unvergessliches Erlebnis; die Romantik bleibt allerdings als erstes auf der Strecke. Es folgt der Haussegen der Eltern, dann der Ehefrieden der Kinder, und schließlich scheinen mit den abrupt beendeten Flitterwochen auch beide Beziehungen vorbei zu sein.

    Wer es drauf anlegt, kann die Geschichte (Drehbuch: Stefani Straka, Claus Stirz) völlig überzogen finden. Tatsächlich aber sind die geschilderten Personen und Konflikte jeder für sich durchaus realistisch; allein die Häufung ist bedenklich. Die Katastrophen konzentrieren sich zudem auf eine Figur: die Schwiegermutter. Saskia Vester wird ja gern für die Verkörperung still verzweifelter Frauen verpflichtet. Hier treibt sie das derart auf die Spitze, dass es wie eine Parodie wirkt: Iris führt sich so fürsorglich auf, dass es erstickend ist. Gatte Richard (Axel Milberg als schweigender Dulder) und Sohn Tom (Axel Schreiber) empfinden das allerdings schon gar nicht mehr so, weil sie sich daran gewöhnt haben. Aus Sicht von Schwiegertochter Miriam (Jana Voosen) aber wirkt Iris fast wie eine Figur aus einem Horrorfilm. Dabei meint sie es bloß gut: Sie überredet das Brautpaar zur Hochzeitsreise in die Toskana, wo auch Iris und Richard einst geflittert haben. Prompt platzt sie immer dann in die traute Zweisamkeit, wenn sich Miriam und Tom endlich in die Arme fallen. Als Iris ihren Mann, der sich innerhalb der Ehe längst in eine eigene Enklave zurückgezogen hat, mit Hilfe eines Kellners provoziert, platzt Richard endlich der Kragen; er reist ab. Nun muss Tom seine schockierte Mutter ins heimische Potsdam chauffieren, und weil er Miriam nicht erreichen kann, da sie wutentbrannt ihr mobiles Telefon demoliert hat, ist auch das junge Glück entzwei.

    Wie die beiden wieder zueinander finden und wie sich sogar die scheinbar irreparabel zerstrittenen Eltern wieder versöhnen, ist ebenso elegant eingefädelt wie der Horrortrip in den Honigmond. Nicht zu unterschätzen ist auch die Leistung von Regisseur Sigi Rothemund, der mitsamt Kameramann Dragan Rogulj auf die „Brunetti“-Filme aus Venedig abonniert ist: Da die Geschichte so wunderbar leicht und locker aussieht, kann man nur erahnen, wie viel Arbeit dafür nötig war. Den Rest besorgen die guten Darsteller, die schöne toskanische Landschaft und die vielen hübschen Drehbuchideen, die die turbulente Handlung immer so weit zuspitzen, dass sie gerade noch glaubwürdig erscheint. tpg.
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