Heute heiratet mein Mann

  

Filmhandlung und Hintergrund

TV-Komödie: Eine geschiedene Buchhändlerin beschließt, die Verlobungsfeier ihres Ex-Mannes aufzumischen...

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Heute heiratet mein Mann: TV-Komödie: Eine geschiedene Buchhändlerin beschließt, die Verlobungsfeier ihres Ex-Mannes aufzumischen...

    Von einem Skandal zu sprechen, wäre wohl etwas übertrieben, aber ungewöhnlich war er schon, dieser Film über eine fröhliche junge Frau, die sich etwas voreilig hatte scheiden lassen und angesichts der neuen Heiratspläne des Ex-Gatten einen heftigen Rückfall erlitt. „Heute heiratet mein Mann“ mit Liselotte Pulver und Johannes Heesters war einer der großen Kinoerfolge des Jahres 1956, aber den Sittenwächtern hat die Geschichte nicht gefallen. Scheidungen waren damals Seltenheit und als Komödienstoff einem jungen Publikum nicht zuzumuten: Der Film bekam eine Feigabe ab 16 und wurde als „nicht feiertagsfrei“ eingestuft.

    Gemessen daran ist die neuerliche Adaption des Romans von Annemarie Selinko die größte anzunehmende Harmlosigkeit und gehört eigentlich fast so sehr auf den Freitagsfilmplatz der ARD wie die seichten Mittwochsfilme vom MDR. Wo sich das Drehbuch (Markus Mayer, Eva Spreitzhofer) von der 50er-Adaption unterscheidet, hat es prompt Schwächen. Andererseits erlaubte der Transfer der Handlung von Hamburg nach Salzburg (wo der ORF koproduzierte) eine gewisse Beschaulichkeit, so dass es Kurt Hoffmanns Klassiker in Sachen Tempo und Spritzigkeit durchaus mit der Neuinszenierung des Österreichers Michael Kreihsl aufnehmen kann.

    Bleiben noch die Hauptdarsteller. Mit Walter Sittler kann man ohnehin nichts falsch machen. Aglaia Szyszkowitz, trägt mit der „Pulver-Rolle“ die höchste Bürde, denn deren Charme konnte einfach niemand widerstehen. Nadeshda Brennickes Besetzung gehorcht allzu deutlich der dramaturgischen Vorgabe, so schlecht wie möglich zu Sittler zu passen. Andererseits sind auch die Spitzen der ansonsten viel zu selten boshaften Ex-Gattin Caroline, die hartnäckig auf die Jugend ihrer Nachfolgerin hinweist, etwas übertrieben: Szyszkowitz ist gerade mal fünf Jahre älter als Brennicke.

    Hübscher als die Haupthandlung sind ohnehin die Nebenstränge, etwa der dritte Frühling des Vaters (Friedrich von Thun) der Braut, der ein Verhältnis ausgerechnet mit Carolines Mitbewohnerin hat; oder die beiden Gastauftritte von Ulrich Tukur als schusseliger Zahnarzt, der die Gefühlslawine mit seinem Geplauder überhaupt erst ins Rollen bringt. Trotzdem mangelt es dem Remake ganz entschieden an Eleganz und Leichtigkeit, und das ist schade, denn die Geschichte ist zeitlos schön. tpg.

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