Filmhandlung und Hintergrund

Turbulente deutsche Beziehungskomödie um eine frustrierte Hausfrau, die in kürzester Zeit zum gefragten "Superweib" mutiert.

Scheidungsanwalt Winkel rät seiner frustrierten Klientin Franziska die Geschichte ihrer chaotischen Ehe aufzuschreiben und löst so die Entstehung eines Bestsellers aus. Durch den Erfolg wird auch das Liebesleben von Franziska wieder aufgefrischt. Ihr Fast-Ex-Man Will hingegen, ein eitler TV-Regisseur hat sich ausgerechnecht Franziskas unter Pseudonym veröffentlichten Roman zur Verfilmung auserkoren, was natürlich zu erheblichen Komplikationen führt. .

Franziska Herr-Gross wird von ihrem erfolgreichen Regisseurs-Gatten nach Strich und Faden betrogen. Nach dem ihr Anwalt Enno Winkel durch einen Irrtum die Scheidung eingeleitet hat, gerät sie plötzlich in die Verlegenheit, die Geschichte ihrer mißratenen Ehe niederschreiben zu müssen. Wenig später gelangt das Manuskript in die Hände eines Verlegers, das Buch wird ein sensationeller Bestseller. Da beschließt ausgerechnet ihr Noch-Ehemann, den autobiografischen Stoff für die Leinwand zu adaptieren.

Franziskas deprimierendes Hausfrauen-Dasein hat ein Ende, als sie mit der wahren Geschichte über ihre Ehe einen Bestseller landet. Kassenschlager-Komödie nach Hera Linds gleichnamigen Roman.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Hera Linds Das Superweib: Turbulente deutsche Beziehungskomödie um eine frustrierte Hausfrau, die in kürzester Zeit zum gefragten "Superweib" mutiert.

    Bernd Eichinger, Sönke Wortmann und Hera Lind, drei klingende Namen, die Erfolg versprechen. Deutschlands umtriebigster Produzent, Deutschlands begabtester Komödienregisseur und Deutschlands derzeit wohl populärste Romanautorin haben sich zusammengetan, um den marktbeherrschenden US-Großproduktionen den Kampf anzusagen. Ein gutes Einspielergebnis ist ihrer Komödie „Das Superweib“ sicher. Wieviele Zuschauer aber letztlich in die Kinos kommen werden, hängt davon ab, wie gut die Mundpropaganda funktioniert und inwieweit die Leser der Buchvorlage die Adaption akzeptieren.

    Ein Regisseur ist so gut wie sein letzter Film. Gemessen an den 6,5 Millionen Zuschauern, die sich bei „Der bewegte Mann“ köstlich amüsierten, ist Sönke Wortmann unumstritten der Spitzenregisseur der Republik. Aber dieser phänomenale Leinwanderfolg setzt ihn auch unter Druck. Dadurch, daß er zuletzt den erfolgreichsten inländischen Film des Jahrzehnts inszeniert hat, ist eine Goldene Leinwand diesmal geradezu ein Muß. Die Chancen stehen gut, hat er doch hier auf eine Vorlage zurückgegriffen, die 1,4 Millionen Leser verschlungen haben. Sorgen die Bekanntheit der Vorlage und die Namen von Produzent und Regisseur schon für Publikumsinteresse, so ist Wortmann auch klug genug gewesen, seine Hauptrollen mit klingenden Namen – Hollywoods Starsystem läßt grüßen – zu besetzen. Sein „Superweib“, das auch rein äußerlich Hera Lind gleicht, ist Veronika Ferres („Schtonk“), Alma wird von Liselotte Pulver gespielt, Joachim Król schlüpft in die Rolle des Advokaten Enno Winkel und Thomas Heinze in die des TV-Regisseurs Will Gross. Beliebte Mimen wie Heiner Lauterbach, Richy Müller und Til Schweiger sowie die TV-Prominenz Arabella Kiesbauer und Esther Schweins komplettieren das Ensemble.

    „Das Superweib“ beginnt mit einem Irrtum. Franziska sucht zwecks des Erwerbs eines Hauses den Rechtsanwalt Enno Winkel auf und hat wenig später einige Papiere unterschrieben, die die Scheidung von ihrem Mann, dem reiselustigen TV-Regisseur Will Gross, einleiten. Als „Therapie“ für diesen einschneidenden Schritt empfiehlt Winkel seiner Mandantin, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Die Folge ist ein Bestseller, der Franziskas Dasein in völlig neue Bahnen lenkt. Und als ob das alles nicht schon dramatisch genug wäre, entschließt sich Gross, den unter Pseudonym verfaßten Bestseller seiner zukünftigen Ex-Frau für die Leinwand zu adaptieren.

    Einer Komödie der Irrungen und Wirrungen, also eines klassischen Kinostoffes, hat sich Wortmann hier angenommen. Aber damit nicht genug, auch das populäre „Film-im-Film“-Thema findet seinen Niederschlag. 90 Minuten Nonstop-Unterhaltung, das scheint die Vorgabe für dieses Werk gewesen zu sein. Über weite Strecken hinweg funktioniert das Unterfangen vortrefflich, nur manchmal scheinen die losen Enden der zahlreichen Nebenhandlungen nicht so recht zusammenzupassen. Über das vorgegebene Tempo stolpert die Geschichte (Drehbuch: Gundula Leni Ohngemach), präzisere Charakterzeichnungen werden zugunsten zusätzlicher (Wort-)Witze vernachlässigt. Hat sich der Filmemacher in „Der bewegte Mann“ noch darum bemüht, seine Story auch optisch zu erzählen, beschränkt er sich hier eher auf eine neutrale Bebilderung. Das heißt nicht, daß Tom Fährmanns Kameraarbeit schlecht ist, sie ist zweckgebunden, aber eher uninspiriert. Etwas problematisch ist auch die Besetzung der Titelrolle mit Veronika Ferres, die im Vergleich zu Lilo Pulver und einem überraschend starken Heiner Lauterbach hölzern agiert. Andererseits läßt sich argumentieren, daß dieses steife Auftreten dem Innenleben Franziskas entspricht, die sich in ihrer neuen Lebensrolle als Medienstar erst zurechtfinden muß. Geh.

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