Hell

   Kinostart: 22.09.2011

Hell: Apokalyptischer Thriller, in dem drei junge Leute ums Überleben kämpfen in einer Welt, die von totaler Dürre heimgesucht wird.

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„Hell“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

Apokalyptischer Thriller, in dem drei junge Leute ums Überleben kämpfen in einer Welt, die von totaler Dürre heimgesucht wird.

Seitdem die Strahlkraft der Sonne zugenommen hat, ist die Erde ein verdörrter, mörderischer Ort geworden. Nur wenige Überlebende sind verblieben, die sich notdürftig gegen die Sonnenstrahlen schützen und deren Leben von der Suche nach Wasser und Benzin bestimmt ist. Dazu gehört die Zweckgemeinschaft von Phillip und den Schwestern Marie und Leonie. Auf dem Weg in die Berge, wo es angeblich Leben geben soll, lesen sie Tom auf, ohne sich sicher sein zu können, dass er ihnen wohlgesonnen ist. Als sie in einen Hinterhalt geraten, beginnt der Kampf.

Eine Gruppe Überlebender gerät in einer postapokalyptischen Welt in der Fänge von kannibalischen Wegelagerern. Fulminantes Langfilmdebüt von Tim Fehlbaum, der sein packendes Endzeitszenario in einen Horrorschocker münden lässt.

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Kritiken und Bewertungen

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8 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

    1. Um zehn Grad in vier Jahren hat sich die Erde erwärmt, die Natur stirbt, ein Großteil der Menschen ist tot – es fehlt an Wasser, und im Freien, der hell strahlenden Sonne ausgesetzt, kann man höchstens wenige Stunden überleben.

      Das ist kein Ökothriller. Das Thema der Erderwärmung und des Klimawandels wird nur als Aufhänger benutzt, um ein apokalyptisches Drama zu erzählen – und das ist überhaupt kein Fehler, dass kein belehrender Oberton zu hören ist, der von den bösen Folgen menschlichen Handelns kündet. Wäre ja auch gelacht: Schließlich ist Roland Emmerich als ausführender Produzent an Bord – was soviel heißt wie: er hat irgendwen mit wem anderen bekanntgemacht, was wichtig war fürs Zustandekommen des Films –; und Emmerich kümmert sich ja auch nie ums Woher seiner Katastrophen, auch nicht ums Wohin, sondern ums Wie.

      Dem geht auch Tim Fehlbaum in seinem Regiedebüt nach: allerdings nicht emmerichesk in einer völlig überzogenen Materialschlacht, sondern reduziert, konzentriert, ganz auf seine Charaktere und auf deren Handeln bezogen – das tut dem Film gut; er ist immerhin die erste deutsche Produktion, die von Paramount vertrieben wird. „Hell“ ist – mit seinem doppeldeutigen Titel – ein Genreprodukt, eine Mischung aus dem letztjährigen Film „The Road“ und aus dem klassischen Kettensägenmassaker (aber ohne Kettensägen). Und ist doch etwas ganz eigenes, kein billiger Abklatsch, sondern eine originelle Version der Frage nach dem Menschlichen am Abgrund der Menschheit.

      Vier Leute sind unterwegs, Marie (Hannah Herzsprung) und ihre jüngere Schwester Leonie (Lisa Vicari) im Auto von Phillip (Lars Eidinger), und sie lesen Tom (Stipe Erceg) unterwegs auf, der ein wildes Leben als Maverick geführt hat. Überlebenskünstler sind sie alle, verzweifelt sind sie auch, angetrieben werden sie von der Idee, dass es vielleicht in den Bergen irgendwo noch Wasser geben könnte. Doch da sind auch andere, wilde Gesellen, die Menschen fangen, die fiese Fallen stellen: Ein Strommast über der Straße, ein Auto, das einen Abhang hinuntergestürzt ist – das kann Zufall sein oder auch arrangiert, um neue Opfer, neue Beute zu finden...

      Eine sehr gute Besetzung steht zur Stelle, Hannah Herzsprung als Heldin in einem Kampf, den sie nie wollte, Lars Eidinger als vorgeblicher Macher, der eigentlich ein feiger Weichling ist (wie würden wir Sesselhocker uns verhalten, wenn es um Kampf oder Flucht geht?); Stipe Erceg ist geschickt, praktisch veranlagt – aber er ist es, der schließlich befreit werden muss...

      Aus den Situationen holt Fehlbaum geschickt alles heraus: In der dunklen Enge des Autos, dessen Fensterscheiben gegen die helle Sonne abgeklebt sind, gedeihen die psychologischen Kräfte von Sym- und Antipathie bestens; eine Tankstelle kann Rettung bieten – mehr Benzin, vielleicht noch etwas Wasser in den Heizungsrohre – und auch die Gefahr, dass hier irgendwelche Feinde hausen. Ein Lager im Wald ist Sammelort für die aneinandergeketteten Gefangenen, deren Todesmarsch durch ein vermülltes Eisenbahntunnel führt, eine Kapelle auf einem Hügel verspricht wenigstens etwas Kühle, ein Bauernhof mag Wasser bieten... Hoffnung und Verzweiflung stehen einander gegenüber, und der Wille zum Leben treibt die Figuren an, treibt den Film an, in immer neue spannende Situationen, in denen Fehlbaum geschickt mit Suspense arbeitet. Suspense, die keine grellen Effekte braucht. Eine grelle Sonne am Himmel reicht schon, um die hellen und dunklen Seiten der menschlichen Seele zu beleuchten.

      Fazit: Ein spannender apokalyptischer Thriller, glänzend besetzt, mit perfekt ausgespielten Situationen unter der grellen Sonne – ein seltener Glücksfall für den deutschen Film.
    2. Hell: Apokalyptischer Thriller, in dem drei junge Leute ums Überleben kämpfen in einer Welt, die von totaler Dürre heimgesucht wird.

      Thriller made in Germany: Vier Menschen kämpfen nicht nur gegen die tödliche Sonne, sondern auch gegen ganz andere Gefahren aus ihrer Mitte.

      Gleißende Sonne, ausgedörrte Erde, verbrannte Bäume. Es gibt kaum eine Chance, der sengenden Hitze zu entkommen. Es ist „hell“ in dieser Hölle, wie der doppeldeutige Titel schon sagt. Viel zu hell. Vier Menschen kämpfen sich in einem nur mit wenigen Sehschlitzen versehenen alten Kombi durch das ausgestorbene Land -- Marie und ihre jüngere Schwester Leonie, ihr Freund und ein Fremder, der an einer verlassenen Tankstelle zu ihnen gestoßen ist. Sie wollen in die Berge, dorthin wo vielleicht noch Regen fällt, und geraten auf dem Weg in eine hinterhältige Falle. Während die Männer aus einem verunglückten Wagen Güter bergen, entführen Vermummte die junge Leonie. Auf der verzweifelten Suche nach ihr trifft Marie eine alte Bäuerin, auf deren Hof sie neue Kraft schöpfen kann, ihre Schwester findet und eine schreckliche Entdeckung macht. Ungeachtet ihrer Todesangst rüstet sie zum

      finalen Gefecht gegen eine Gefahr, die alles in Frage stellt. Nicht alle vier erreichen die rettenden Berge … Tim Fehlbaum, Gewinner des Shocking Shorts Award 2004 für den Kurzfilm „Für Julian“ und für „Hell“ bereits mit dem Förderpreis Deutscher Film ausgezeichnet, belebt mit seinem außergewöhnlichen Thriller den in Deutschland vernachlässigten Genrefilm neu. Er entwirft ein visuell beeindruckendes Szenario (gedreht wurde im Cinemascope-Format) von einer Welt, in der die erbarmungslose Sonne den Tod bringt, und schafft am Ende gekonnt die Wende zum Horrorfilm. Mit Rat und Tat stand Star-Regisseur Roland Emmerich als Executive Producer dem Team zur Seite. Heraus kam ein atmospährisch dichtes?Kinojuwel in eindringlicher Erzählweise, in dem Hannah Herzsprung als mutige Heldin, Stipe Erceg als zwielichtiger Einzelgänger und Lars Eidinger als feiger Freund eine starke Performance liefern. Eine packende Reise ins Herz der Finsternis, die das Adrenalin in die Höhe jagt und äußerst gekonnt mit menschlichen Urängsten spielt - bis zur letzten Sekunde fesselnd.
    3. „Wertvoll”

        Im Jahr 2016 hat sich die Erdatmosphäre um zehn Grad erwärmt. Wasser und Lebensmittel sind knapp, gesellschaftliche Strukturen nicht mehr vorhanden. In dieser Endzeitstimmung begeben sich die Schwestern Marie und Leonie zusammen mit Philipp und dem Fremden Tom auf die Suche nach neuen Wasserressourcen. Als Leonie entführt wird und auch Tom und Philipp ihr nicht mehr beistehen können, macht sich Marie alleine auf, um ihre kleine Schwester aus den Fängen der Entführer zu befreien. Und dabei macht sie eine grauenerregende Entdeckung. Regisseur Tim Fehlbaum ist mit seinem Langfilmdebüt ein beeindruckender deutscher Endzeitthriller mit klaustrophobisch anmutenden Bildern gelungen, bei dem die Hitze der Sonne und die stets drohende Lebensgefahr für die Protagonisten dem Zuschauer regelrecht körperlich nahe gehen. Stilsicher und mit vielen Genrezitaten versehen schafft der Film den Spagat zwischen Thriller und Horror und erschafft eine dichte und beklemmende Atmosphäre der Angst. Ein apokalyptisches Gesellschaftspanorama und ein spannender Film, der überzeugt und den Zuschauer in seinen Bann zieht.

        Jurybegründung:

        Apocalypse then what? Diese Frage wird seit einigen Jahren so oft im Unterhaltungskino gestellt, dass man schon von einem Subgenre sprechen kann. In die Reihe mit Filmen wie ‚The Road‘ fügt sich diese deutsche Produktion mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit ein. Erzählt wird von einer Welt nach dem Weltuntergang, in der das Land durch zu intensive Sonnenstrahlung verdorrte und für die wenigen Menschen kaum noch Wasser, Nahrung oder Benzin zu finden ist. Marie fährt mit ihrer kleinen Schwester Leonie und Phillip ins Gebirge, weil es dort mehr Wasser geben soll. An der Ruine einer Tankstelle wird das Trio durch Tom vergrößert, der geschickt und mutig ist, aber dem die anderen (und das Publikum) zuerst nicht so recht trauen. Die Fahrt mit einem vor dem gleißenden Sonnenlicht abgedunkelten Auto wird zu einem Horrortrip für die vier, denn in der ?-dnis lauern dunkle Gestalten, für die alle Durchreisenden Jagdbeute sind. Tim Fehlbaum inszeniert sehr spannend und atmosphärisch dicht. So weiß er genau, wann er welche Information geben oder verbergen soll, wie man falsche Fährten legt und eine dramatische Wendung effektvoll in Szene setzt. Zudem hat er sich viel Mühe dabei gegeben, die Protagonisten als komplexe Persönlichkeiten zu zeichnen, von denen jede anders und psychologisch stimmig auf die Krisensituation reagiert. Die Darsteller Hannah Herzsprung, Lisa Vicari, Lars Eidinger und Stipe Erceg wurden durch diese Paraderollen zu beeindruckenden, sehr intensiven Leistungen inspiriert. Auch die Leidensfrau des deutschen Kinos Angela Winkler ist als die schwarze Heilige perfekt gecastet und unterstützt durch ihren Auftritt den dramaturgischen Dreh des Films, der sich im letzten Akt nicht so sehr bei den amerikanischen Genre-Vorbildern sondern bei den Gebrüdern Grimm (und nicht nur in der Wahl seiner Waffen bei Michael Haneke) bedient. Sie ist die Hexe, die die Kinder in das Knusperhäuschen lockt, wo sie gefangen, gemästet und schließlich gegessen werden. Die von der ersten Jury vermisste ‚Brutalität des Genres‘ wäre hier ganz fehl am Platze, vor allem weil Fehlbaum so souverän mit Auslassungen, Andeutungen und dem Sounddesign arbeitet. So ist dies, ein Thriller wie aus einem Guss geworden. Und dies ist in Deutschland, dessen Tradition des Genrefilms nie reich war und in den letzten Jahrzehnten kaum lebendig gehalten wurde, eine nicht zu unterschätzende Leistung.

        Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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