Filmhandlung und Hintergrund

Blutiger französischer Horrorfilm, in dem eine weibliche Heldin ihre Freundin aus Händen eines psychopathischen Killers befreien will.

Die Freundinnen Marie und Alex sind unterwegs zu Alexs Eltern, um in deren Haus irgendwo auf dem Land gemeinsam in Ruhe für ihr Studium zu lernen. Doch dann klopft das Grauen an die Tür - in Person eines Killers, der Alexs Familie auf brutalste Art tötet, Alex fesselt und in seinem Pick-Up entführt. Doch er hat die Rechnung ohne Marie gemacht, die sich an seine Fersen heftet.

Die beiden Studentinnen Marie und Alex besuchen ihre im abgelegenen Landhaus residierenden Eltern, um sich fern von Herzweh und Alltagshektik auf ihr Examen vorzubereiten. Noch in der Nacht steht ein unbekannter Sadist vor der Tür, der Alex‘ Familie grausam ermordet und sie selbst als Sexspielzeug in seiner Rostlaube mitnimmt, während die unentdeckt gebliebene Marie dem Psychopathen nacheilt um ihre heimlich begehrte Freundin aus den Klauen des Wahnsinnigen Schlächters zu befreien.

Abgebrühter Schlitzerthriller mit drastischen und äußerst kreativen Mordanfällen, denen eine junge Frau standhalten muss, nachdem ihre Gastfamilie zerstückelt und die Freundin von dem Mörder entführt wurde. Harte, aber brillante Kost.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Haute Tension: Blutiger französischer Horrorfilm, in dem eine weibliche Heldin ihre Freundin aus Händen eines psychopathischen Killers befreien will.

    Nach seinem finsteren Science-Fiction-Drama „Furia“ legt der 24-jährige französische Regisseur Alexandre Aja seinen zweiten Film vor: Auf seinem Horrortrip „Haute Tension“ jongliert er geschickt mit den Regeln des Genres, stellt die Brutalität clever an den Anfang und lässt von hier aus den Zuschauer in jeder Sekunde mit dem Schlimmsten rechnen - bis er am Ende mit den Konventionen bricht und eine überraschende Pointe hervorholt. Vor allem aber folgt sein von einer weiblichen Titelheldin angeführter Ausflug ins Splatter- und Slasher-Fach Klassikern wie „Texas Chainsaw Massacre“ und empfiehlt sich mit seiner zu erwartenden Freigabe ab 18 Jahren als Tipp für Fantasyfilmfest und Spätschiene.

    Die Freundinnen Marie (Cécile de France) und Alex (Maïwenn Le Besco) sind auf einer verlassenen Landstraße unterwegs zu Alexs Familie in die französische Provinz, Diesseits des Weges macht der Zuschauer unterdessen die Bekanntschaft mit einem wenig sympathischen Mann (Philippe Nahon), der sich in seinem heruntergekommenen Truck gerade oral bedienen lässt. Als er anschließend den abgeschnittenen Kopf einer Frau aus dem Fenster wirft, ist klar, dass man - sofern man noch bei Verstand ist - diesem Kerl besser nicht die Tür öffnet, wenn er später klingeln sollte. Was er tatsächlich nach Ankunft der Mädchen in der Nacht auch tut. Alexs Vater ist derjenige, der kurz darauf nicht nur ohne Verstand, sondern vor allem kopflos dasteht, während der Killer sich mit seinem Rasiermesser an Mutter und kleinem Bruder von Alex vergeht. Letztere verstaut er schließlich gefesselt auf der Ladefläche seines Pickups. Marie, die all dies unbemerkt beobachtet, zögert nicht und heftet sich an die Fersen des Perverslings.

    Was folgt ist ein gut 70-minütiger Albtraum einer höchstspannenden Verfolgungsjagd, bei der nicht nur Rasiermesser, sondern auch Axt und Kettensäge zum Einsatz kommen. Ein finsterer, blutleerer Look und unheilvoller Score ergänzen die wortkarge, simple und mit hervorragender Kameraarbeit effektiv inszenierte Story. Cécile De France, die unlängst einen César für ihre Rolle als lesbische Mitbewohnerin in „L’Auberge Espagnole“ erhalten hatte und demnächst in „In 80 Tagen um die Welt“ zu sehen ist, ist hier die taffe, einfallsreiche Heldin, die es mit „Schlachter“ Philippe Nahon (aus den Filmen von Gaspar Noé) aufnimmt. Der Auftritt von Nahon dürfte jedem Zuschauer klar machen, dass er es hier mit dem brutalsten, sadistischsten und fiesesten Bösewicht des europäischen Kinos zu tun hat. Für die blutigen Momente sorgt niemand anderes als der Italiener Giannetto De Rossi, der mit seiner Arbeit zweifellos an seine Masken aus den Kultfilmen von Lucio Fulcis („New York Ripper“) erinnert und auch hier in Old-School-Manier auf Computereffekte verzichtet. Damit wirkt „Haute Tension“ selbst in seinen Kettensägen-Szenen beunruhigend realistisch - ganz zu schweigen von am Anfang stehenden denkbar brutalsten Enthauptung von Alexs Eltern. Mit diesem Einstieg gibt Aja clever vor, wozu sein Killer in der Lage ist - und kann im Folgenden seine Inszenierung auf subtilere Schockeffekte konzentrieren, wenngleich der Zuschauer von nun an alles für möglich hält. Ajas Spiel mit den Erwartungshaltungen dürfte nicht nur dem Genre-Publikum Vergnügen bereiten. Am Ende überrascht er mit einem Handlungsschnitt, der dem Film vielleicht mehr Tiefe verleiht als notwendig gewesen wäre, aber ein zweites Ansehen geradezu aufdrängt. deg.

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