Hasta la Vista Poster

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Filmhandlung und Hintergrund

Hasta la Vista: In Montreal ausgezeichnete Komödie um drei behinderte Twens aus der belgischen Provinz, die im Spanienurlaub ihr erstes Mal erleben wollen.

Drei Jungs aus Belgien möchten nur das Eine: Sex. Obgleich schon über zwanzig, haben sie noch mit keiner Frau geschlafen. Denn der eine ist durch eine fortschreitende Krankheit an den Rollstuhl gefesselt, der zweite vom Hals abwärts gelähmt und der dritte fast total blind. Gegen den Willen der Eltern brechen sie heimlich mit einer Pflegerin auf nach Spanien in ein speziell für ihre Bedürfnisse ausgerichtetes Bordell. Beim abenteuerlichen Trip zum Ziel ihrer Träume kämpfen sie um Unabhängigkeit, Liebe und wahre Freundschaft.

Drei behinderte Twens aus der belgischen Provinz wollen im Spanienurlaub ihr erstes Mal erleben. Provokative Komödie nach wahren Begebenheiten, in der letztlich nicht das Puff, sondern der Weg das Ziel ist.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Regisseur Geoffrey Enthovens Hang zum Drama mit komödiantischen Seite zeigte schon seit Film "Meisjes" (2009) über drei an Alzheimer erkrankten alten Damen, die versuchen eine R’n’B-Band aufzuziehen. Auch sein neustes Werk "Hasta la Vista" versucht diesen schwierigen Spagat zwischen Drama und Komödie.

    Ausgangspunkt für den Film war eine BBC-Dokumentation namens „For One Night Only“, die drei Behinderte auf ihrer Reise nach Spanien begleitet. Wie die Filmprotagonisten reisten sie in ein spanisches Bordell, das auf die besonderen Bedürfnisse von behinderten Männern spezialisiert war. Einer von ihnen war Asta Philot. Seit seiner Geburt leidet Philot an Arthrogryposis, einer Form von Gelenksteife. Nach seiner Reise nach Spanien, war er ein neuer Mensch. Er gewann an Lebensmut und wollte seine Erfahrung mit anderen Männern teilen. Als Enthoven auf Philot mit dem Angebot zukam seine Geschichte zu verfilmen, war dieser von der Idee sofort angetan und stand bei den Vorbereitungen und den Dreharbeiten dem Filmteam mit Rat und Tat zur Seite.

    Eine der größten Herausforderung bestand sicherlich darin glaubwürdige Darsteller zu finden. Um größtmöglichen Realismus zu erreichen, wollte Enthoven behinderte junge Männer für die Besetzung der drei Protagonisten suchen, allerdings stellte sich nach einiger Zeit heraus, dass es einfacher war die Rollen mit echten Schauspielern zu besetzen, die ihre Behinderung nur spielten. Und man muss sagen, Vanden Thoren, de Schryver und Audenaert, haben ihre Rollen fantastisch gespielt.

    Die Tragikomödie „Hasta La Vista“ ist ein sympathischer Road Movie über Freundschaft, der Kampf um Unabhängigkeit und Liebe, der den Zuschauer dazu bringt über sein eigenes Leben nachzudenken. Dabei gerät das eigentliche Ziel schnell in den Hintergrund, viel wichtiger sind die Erfahrungen, die die Reisenden auf dem Weg zum Bordell „El Cielo“ machen.

    Fazit: "Hasta la Vista!" ist eine unterhaltsame Tragikomödie, die mit genügend Schmunzlern versehen ist, um den Zuschauer trotz des ernsten Themas mit einem guten Gefühl aus dem Kino zu entlassen.
  • Herzerwärmende Tragikomödie um drei körperlich behinderte Jungs, die ihre Träume verwirklichen wollen, inklusive Sex in einem spanischen Bordell.

    Wer “Ziemlich beste Freunde” liebt, sollte auch an die drei jungen Männer und ihre Geschichte in “Hasta la Vista” sein Herz verlieren. Auch da triumphiert Menschlichkeit über verlogene politische Korrektheit. Denn von der halten die Protagonisten nun gar nichts. Mitleid, nein danke! Sie fühlen sich ganz “normal” – von ihren körperlichen Handicaps mal abgesehen: Lars ist an den Rollstuhl gefesselt, Philip ist vom Hals abwärts gelähmt und Jozef so gut wie blind. Das Trio ist schon über 20, liebt guten Wein und hatte bisher keinen Sex. Das muss sich ändern. In Spanien soll es ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Bordell geben. Ohne die übervorsorglichen Eltern zu informieren, machen sie sich heimlich auf den Weg zum Ziel ihrer Wünsche. Der Pfleger und Fahrer entpuppt sich als resolute Frau, mit der sie sich nach und nach zusammenraufen und die ihnen einen abenteuerlichen Trip von der belgischen Heimat bis in den tiefen Süden beschert, bei dem sie um ihre Träume kämpfen, um ihre Unabhängigkeit, Liebe und wahre Freundschaft.

    Ganz ohne Pathos und Gefühligkeit traut sich Geoffrey Enthoven an das Tabuthema Behinderte und Sexualität heran und erzählt mit großer Herzenswärme und viel Humor von Menschen, die sich nicht in eine Ecke abschieben lassen, sondern ihrer Sehnsucht folgen. Schnell vergisst man ihr Handicap und verfolgt mit Spannung die Wandlung und Selbstverwirklichung der Drei, die sich gegenseitig veralbern und übereinander herziehen. Dabei sind sie nicht immer sympathisch, sondern egoistisch, pöbeln herum und gehen nicht nur ihrer Betreuerin auf die Nerven. Enthovens Blick ist voller Zärtlichkeit und Verständnis, die sehr direkten Dialoge verzichten auf falsche Scham oder Rücksichtnahme, und so lacht man befreit über manche Szenen, ohne das übliche Unbehagen und schlechte Gewissen. Am Ende geht es gar nicht so sehr um den ersten Sex und den Verlust der Unschuld, sondern darum, sich selbst und die anderen zu akzeptieren, sich ein Stück Leben anzueignen.

    Auch optisch wird die persönliche Änderung verdeutlicht, aus dem grauen Herbst geht es in das sonnendurchflutete Spanien, die Farben intensivieren sich und wenn alle Vier auf bunten Luftmatratzen bunte Getränke schlürfen, ist Sommerfeeling und eine ungewohnte Leichtigkeit zu spüren. Als Basis diente die BBC-Doku “ForOneNightOnly”, in dem Asta Philpot, der den Großteil seines Körpers nicht bewegen kann, sich mit zwei anderen Behinderten zu besagtem Puff aufmachte. Die Authentizität von “Hasta la Vista” liegt sicherlich nicht zuletzt an Philpots Erfahrungen, der das Treatment mit entwickelte. Trotz manchmal schmerzhafter Situationen macht dieses skurrile Roadmovie einfach gute Laune. mk.
  • Typischer Crowdpleaser für Fans von „Ziemlich beste Freunde“ und Co. – herzerwärmend und formelhaft, bis der Arzt kommt.
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