Harte Brötchen

  1. Ø 4.8
   2002
Harte Brötchen Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Harte Brötchen: Im Ruhrgebiet angesiedelte Geschichte um einen Trinkhallen-Wirt, der seiner Frau nach seinem Tod einen Schuldenberg hinterläßt, aber als Engel ohne Flügel via TV-Bildschirm erscheint, um ihr beim Neuanfang zu helfen.

Christa und Theo Zerrback betreiben seit vielen Jahren einen kleinen Kiosk im Ruhrgebiet – mit mäßigem Erfolg. Theo streitet zwar häufige mit Christa, ist in der Nachbarschaft jedoch äußerst beliebt. Nicht zuletzt weil er für seine Kumpels großzügig anschreiben lässt. Kurz nachdem er die Einnahmen des Kiosk beim Pferderennen verwettet hat, stirbt Theo überraschend an einem Herzinfarkt. Christa muss den verschuldeten Betrieb alleine weiterführen, wobei ihr allerdings weder ihre Mutter Hanna, noch die beiden Töchter Dany und Sonja eine große Hilfe sind. Einziger Lichtblick ist der Lehrer und Taubenzüchter Jörg Erdmann, in den sich Christa verliebt. Und auch Theo kommt ihr zur Hilfe: als Engel, der sich via TV-Bildschirm in ihr Leben einschaltet.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein Ruhrgebietsfilm (fast) ohne Ruhrgebietler – kann das gut gehen? Es kann, wie Tim Tragesers Teamworx-Fernsehfilm zeigt.

    Obwohl die Hauptrollen mit gebürtigen Berlinern, Bayern und Badensern besetzt sind, wird die spezielle Atmosphäre rund um das Ruhrgebiets-Phänomen Kiosk/Trinkhalle sehr authentisch eingefangen. „Harte Brötchen“ ist zwar eine Komödie, lässt jedoch auch melancholisch-ernsthafte Zwischentöne nicht vermissen. Trageser gelingt es z. B., die Beziehung zwischen den Eheleuten

    Zerrback nach Theos Tod zwar anrührend, aber ohne Peinlichkeiten in Szene zu setzen. Hierbei kann der Regisseur vor allem auf das treffsichere Drehbuch von Sylvia Leuker, einer echten Ruhrgebietlerin, vertrauen. Das schwierige Thema „Tod in der Komödie“ wird durchwegs souverän und mit gelegentlichen Ausflügen in britische Humorgefilde gemeistert. Auch die „übersinnliche Ebene des Films weiß mit ansprechenden Spezialeffekten bei den Engel-Auftritten von Uwe Ochsenknecht zu überzeugen. Nicht zuletzt besticht „Harte Brötchen“ durch seine Hauptdarsteller, denen man die allseits gelobte gute Atmosphäre bei den Dreharbeiten, jederzeit anmerkt. Katharina und Anna Thalbach sind erstmals auch in der Fiktion als Mutter und Tochter zu sehen und überzeugen in allen dargestellten Lebenslagen: vom erbitterten Streit bis zur Versöhnung am Filmende. Ochsenknecht kommt die Rolle als kauziger Kioskbesitzer offensichtlich wesentlich besser entgegen als sein vorhergehender „Ruhri“-Auftritt als Schalke-Fan in „Fußball ist unser Leben“. Herbert Knaup letztlich findet in der Verkörperung des Erdmann die exakte Balance zwischen Akademiker-Kopf und Ruhrgebietler-Herz. Insgesamt bietet „Harte Brötchen“ ansprechende Unterhaltung für den ARD-Mittwochabend, die erfreulicherweise ohne eine Überdosis Ruhrgebiets-Klischees auskommt. jl.

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