Filmhandlung und Hintergrund

Die Punkband Hard Core Logo findet sich Jahre nach der Auflösung zu einer letzten Tour zusammen. Bruce McDonalds Road Movie-Komödie verbindet auf unterhaltsame Weise die Satire von "This is Spinal Tap" mit einem ungeschminkten Blick auf das Musikerdasein.

Die einst legendäre kanadische Punkband Hard Core Logo findet sich Jahre nach der Auflösung ein letztes Mal zu einem Benefitzkonzert zusammen. Da der Gig über die Maßen befriedigend verläuft, beschließt die Gruppe, noch einmal in der alten Besetzung auf Tour zu gehen. Die Konzertreise entpuppt sich als abenteuerliches Unterfangen, aus dem nicht alle Musiker unversehrt hervorgehen.

Die Punkband Hard Core Logo findet sich Jahre nach der Auflösung zu einer letzten Tour zusammen. Bruce McDonalds Road-Movie-Komödie verbindet auf unterhaltsame Weise die Satire von „This is Spinal Tap“ mit einem ungeschminkten Blick auf das Musikerdasein.

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Kritikerrezensionen

  • Hard Core Logo: Die Punkband Hard Core Logo findet sich Jahre nach der Auflösung zu einer letzten Tour zusammen. Bruce McDonalds Road Movie-Komödie verbindet auf unterhaltsame Weise die Satire von "This is Spinal Tap" mit einem ungeschminkten Blick auf das Musikerdasein.

    Das moderne Zeitalter verlogener Reportagen und getürkter Hintergrundberichte hat findige Filmemacher zu einer neuen Kunstform angeregt, die Pseudo-Dokumentation. Zwei besonders aufregende Exemplare dieser Gattung konnte man auf der diesjährigen Biennale in der Nebenreihe „Finestra sulle Immagini“ bewundern. Zum einen Peter Jacksons „Forgotten Silver“, zum anderen Bruce McDonalds „Hard Core Logo“. Dieser als Dokumentation inszenierte Spielfilm handelt von einer fiktiven Punkband der Achtziger, deren Mitglieder nach Jahren der Trennung den Entschluß fassen, ein letztes Mal gemeinsam auf Tournee zu gehen.

    Nach den Werken „Roadkill“ (1989) und „Highway 61“ (1991) schließt der Kanadier McDonald mit „Hard Core Logo“ nun seine Road-Movie-Trilogie ab. Dabei begleitet er nicht nur die titelgebende Punk-Band (die übrigens lose auf der kanadischen Punklegende D.O.A. basiert) auf ihrer Tournee, er beobachtet sich auch selbst in der Rolle des Dokumentaristen, der die Erlebnisse der Musikformation mittels Handkamera festhält. Und was diese Kamera einfängt, ist fürwahr ein Erlebnis, wenn auch oft ein schockierendes. Am Anfang herrscht noch eitel Sonnenschein, als die Band bei einem Benefizkonzert nach mehrjähriger Schaffenspause erstmals wieder zusammen auftritt und sich im frenetischen Applaus ihrer alten Fans baden darf. Doch bei der anschließenden Tournee, die in einer Spontan-Aktion aus dem Boden gestampft wird, brechen alte Rivalitäten wieder auf. Man streitet, brüllt, beleidigt sich und andere, flüchtet sich in Drogen- und Alkoholexzesse, schwärmt von den guten, alten Zeiten, um im nächsten Moment wieder aufeinander loszugehen. Am Ende schließlich ist „Hard Core Logo“ nur noch ein düsterer Schatten aus der Vergangenheit - die Tour endet, wie sie enden muß, im totalen Desaster, und McDonalds Kamera hält gnadenlos und bis zur letzten Sekunde drauf.

    Der kanadische Filmemacher erreicht mit „Hard Core Logo“ mühelos sein hochgestecktes Ziel. Er bringt den Betrachter dazu, zu glauben, daß das, was sich auf der Bühne und vor allem hinter den Kulissen abspielt, die Realität ist. Dabei erweist er sich nicht nur als versierter Kenner der Punk-Szene, sondern auch als grandioser Inszenierungskünstler. „Hard Core Logo“ ist ein schmutziger, kleiner Film über eine Gruppe von Menschen, deren Liebe zur Musik sie einst zusammengeführt hat und deren Egotrips sie letztendlich zerstören wird. Wenn Time diese Hommage an Rob Reiners „This Is Spinal Tap“ am 12. Dezember in die Kinos bringt, soll „Hard Core Logo“ den Kontrapunkt zur besinnlichen Adventszeit setzen. Keine Frage, daß diese Marketing-Strategie das weihnachtsmüde, jugendliche Publikum ansprechen wird. lasso.

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