Filmhandlung und Hintergrund

Sundance Hitkomödie über zwei Ausbrecher, die sich als schwule Show-Men tarnen.

Als zwei Sträflingen die Flucht in die Freiheit gelingt, zwingt sie eine Verwechslung in die Fesseln einer neuen Identität. Um sich zu verstecken, geben sie sich im Kaff Happy als Showexperten aus, die eine Gruppe junger Mädchen auf einen Sing-und Tanzwettbewerb vorbereiten sollen. Und obwohl Happys Bank lockt, finden sie Gefallen am provinziellen Leben.

Durch eine Verkettung (un-)glücklicher Zufälle landen die Kleinganoven Harry Sawyer und Wayne Wayne Wayne Jr. nach ihrem eher unfreiwilligen Gefängnisausbruch in einem kleinen texanischen Nest namens Happy. Getarnt als - allerdings mäßig überzeugende - schwule Trainer für Kinder-Talentwettbewerbe, gewinnen sie bald die Herzen der Einwohner. Und allmählich fangen sogar die flüchtigen Gauner an, sich in ihrer Rolle wohl zu fühlen. Schade nur, dass sie bald wieder türmen müssen. Wieso also nicht vorher noch die Bank ausrauben?

Nach dem Gefängnisausbruch stranden die beiden Kleinganoven Harry und Wayne Jr. in einem Ort namens Happy. Als vorgebliche schwule Trainer für Talentwettbewerbe gewinnen sie die Herzen der Einwohner und fangen an, sich in ihrer Rolle wohl zu fühlen. Sehr schräge Independent-Komödie.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Happy, Texas: Sundance Hitkomödie über zwei Ausbrecher, die sich als schwule Show-Men tarnen.

    Nach der kommerziellen Enttäuschung in den USA (in vier Wochen 1,3 Mio. Dollar) mag „Happy, Texas“ den Brüdern Weinstein wie ein Stein im Magen liegen, hatte Miramax doch in Sundance für diese Komödie angeblich zehn Mio. Dollar investiert und dafür das Horrorphänomen „Blair Witch Project“ ziehen lassen - für ein klassisches „fish-out-of-water“-Szenario, das zwei Knastflüchtlinge zwingt, sich in einer texanischen Kleinstadt als schwule Showexperten auszugeben. Was in harmlos amüsante, aber auch recht konventionelle und brave Kinounterhaltung mündet.

    Wie sehr Independentfilm und Mainstream mitunter heute verheiratet sein und die gleiche Sprache sprechen können, zeigt dieses Regiedebüt von Kevin Reynolds‘ langjährigem Second Unit-Regisseur Mark Illsley, der als einer von drei Autoren auch am Drehbuch mitschrieb. Die Charaktere sind bis auf einen einzigen sympathisch und liebenswert, der Ton moralisch und versöhnlich, das Konzept eine Variation von Formeln, die schon einmal funktioniert haben, ob nun Arbeiter ohne Job strippen, Sumoringer Schwanensee tanzen oder wie hier zwei ausgebrochene Sträflinge kleine Mädchen auf einen Show-Wettbewerb vorbereiten müssen. Jeremy Northam („Ein perfekter Ehemann“) und Steve Zahn („Out of Sight“) fällt diese Aufgabe zu, als sie auf ihrer Flucht den Wagen zweier Schwuler klauen und prompt vom Sheriff der Kleinstadt Happy für die Besitzer gehalten werden, die den kaum schulreifen Mädchen im Singen und Tanzen den letzten Schliff geben wollten. Northam ist dabei der Kopf, der den Aufenthalt als Tarnung und zur Vorbereitung eines Banküberfalls nützen will, Zahn der tumbe Tor, der den Drill der Showgirls übernehmen und mit exzentrischer Körpersprache und wachsender Liebe für den neuen Job für Situationskomik sorgen soll. Was dank Zahns schon früher bewiesenen komischen Talent auch zum Teil gelingt. Beide Männer werden auch mit romantischen Optionen (Illeana Douglas, Ally Walker) konfrontiert, die zum einen Herz, aber auch Humor einbringen sollen, wenn die schwule Tarnung trotz der Reize nicht aufgegeben werden darf. Leidtragender dieser Scharade ist vor allem der auch hier wieder überragende Charaktermime William H. Macy, der die schwierigste Rolle des Films, einen schwulen Sheriff, der humoristisch ausgebeutet wird, aber dennoch eine Figur mit Würde bleiben soll, souverän meistert. Zahn und Macy sind Trumpfkarten, aber die wichtigste Voraussetzung dafür, ob diese ihr Potential nicht aussschöpfende Komödie als Unterhaltungshit funktionieren kann, bleibt die Einstellung des Zuschauers. Der sich von einer realistischen Weltsicht in dieser sympathischen Komödie verabschieden muß, die wenig Rücksicht auf Glaubwürdigkeit nimmt. kob.

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