Happy End

  1. Ø 3
   2017

Happy End: Schrecklich nett und schrecklich bourgeoise - in dem satirischen Familiendrama "Happy End" lässt Michael Haneke die Elite Frankreichs auf Flüchtlinge prallen.

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Filmhandlung und Hintergrund

Happy End: Schrecklich nett und schrecklich bourgeoise - in dem satirischen Familiendrama "Happy End" lässt Michael Haneke die Elite Frankreichs auf Flüchtlinge prallen.

Die Laurents betreiben seit Generationen ein florierendes Bauunternehmen. Doch das Fundament bröckelt. Den alternden Patriarch Georges (Jean-Louis Trintignant) hat der Lebensmut verlassen. Seine Tochter, die resolute Anne (Isabelle Huppert), hat stattdessen das Familienunternehmen übernommen. Keine leichte Aufgabe. Denn die Firma steht seit einem Baustellen-Unglück in der Kritik. Annes Sohn Pierre (Franz Rogowski) soll das Unternehmen übernehmen, doch der sieht dort nicht seine Zukunft.

Thomas, Annes Bruder und erfolgreicher Arzt,  wiederum hat gerade seine 12jährige Tochter Eve (Fantine Harduin) bei sich und seiner neuen Frau Anaïs (Laura Verlinden) aufgenommen, die bislang bei seiner ersten Frau lebte. Thomas führt ein Doppelleben, dem Eve bald auf die Schliche kommt. Die Familie beschwört nach außen hin Geschlossenheit, doch die Spannungen innerhalb sind kaum noch zu überspielen.

“Happy End“ – Hintergründe

Wenn Michael Haneke einen Film unter dem Titel “Happy End“ veröffentlicht, ist eigentlich klar, dass es auf ein Ende mit Tränen hinausläuft. Das starbesetzte Ensembledrama zeichnet das Porträt einer Familie, deren Villa zum Mehrgenerationenhaus wird. Umgeben vom Reichtum vergangener Zeiten brechen hier aktuelle Konflikte hervor. Der Wunsch, wieder mit dem Schauspieler Jean-Louis Trintignant zu arbeiten, habe Haneke motiviert. Und neben dem “Liebe“-Darsteller konnte Haneke außerdem wieder Isabelle Huppert (“Die Klavierspielerin“, “Caché“) gewinnen, die damit bereits zum vierten Mal für Haneke vor der Kamera stand.

In die unheimlich heile Welt der Eliten platzt ganz unvermittelt die Alltagsrealität – die Flüchlingskrise. Das Geschehen ist in der Hafenstadt Calais angesiedelt, die zum Symbol der französischen Flüchtlingspolitik geworden ist. Hier wird die gutsituierte Welt einer Familie, die an der Erblast des Kolonialismus trägt, gezeichnet. Mit dieser Mischung aus Drama und Satire ist Haneke im Wettbewerb des Filmfestivals von Cannes 2017 angetreten. Der österreichische Filmemacher hatte mit “Das weiße Band“ und “Liebe“ zuvor bereits zweimal die Goldene Palme gewonnen.

Bei der Oscarverleihung 2018 wird „Happy End“ als österreichischer Kandidat im Wettbewerb um den besten fremdsprachigen Film antreten.

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