Filmhandlung und Hintergrund

Romantischer und sehr italienischer Episodenfilm über das Wesen und die verschiedenen Phasen der Liebe.

Tommaso (Silvio Muccino) ist scharf auf Giulia (Jasmine Trinca), doch die will erobert werden. Barbara (Margherita Buy) und Marco (Sergio Rubini) sind schon länger zusammen und lernen gerade, dass Routine Gift für die Liebe ist. Streifenpolizistin Ornella (Luciana Littizzetto) wurde betrogen - besser, man sucht im Augenblick keinen Ärger mit ihr. Goffredo (Carlo Verdone) dagegen wurde verlassen - eine gänzlich neue Erfahrung für ihn.

Regisseur Giovanni Veronesi („What will Happen to Us?“) pflegt die reiche Tradition des italienischen Episodenfilms mit dieser Romantikkomödie in vier lose verbundenen Vignetten.

Der 23-jährige Tommaso will unbedingt die wunderschöne Guilia erobern und lässt nicht eher locker, bis sie seinem Werben nachgibt. Barbara und Marco sind schon lange ein Paar und müssen feststellen, dass die Routine ihre Beziehung erstickt hat. Streifenpolizistin Ornella ertappt ihren Mann beim Seitensprung und rächt sich. Und der gestandene Goffredo muss die Trennung von seiner Frau verarbeiten.

Ein junges Pärchen findet sich durch Zufall und rast auf dem Mofa unbekümmert in eine gemeinsame Zukunft. Eine aufbrausende Polizistin rächt sich für die Untreue ihres Mannes mit Strafzetteln an Falschparkern und findet erst nach einem Seitensprung wieder zu sich, während es eine frustrierte Ehefrau nur zu einem Kuss mit einem Fremden schafft. Und schließlich ist da noch der geschiedene Arzt, der in Verzweiflung und Selbstmitleid versinkt. Aber sie alle verbindet ein gemeinsames Ziel - die Sehnsucht nach Liebe.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Der Film von Regisseur und Drehbuchautor Giovanni Veronesi nähert sich in exemplarischen Geschichten dem Ausnahmezustand, den Herzensdinge verursachen können. Die Akteure sprechen manchmal die Zuschauer direkt an, manchmal hört man ihre inneren Zweifel oder Vorsätze. Tommasos WG-Mitbewohner zum Beispiel klagt sein Leid den Zuschauern: Verliebt ist Tommaso eine schwerhörige Nervensäge.

      Die Beziehungskrise von Barbara und Marco hingegen ist wirklich traurig. Das Paar giftet sich in der gemeinsamen Wohnung an. Aber auch in diese ernste Episode streut Veronesi etwas sarkastischen Witz, als wollte er beweisen, dass die Menschen realistischer wirken, wenn sie in komischen Situationen stecken: Ein Besuch bei einem Elternpaar mit Baby weckt bei Barbara die Muttersehnsucht, Marco aber ist schockiert, als ihnen das Geburtsvideo nach dem Essen vorgeführt wird.

      Dass der ganze Film nicht nur durch und durch italienisch, sondern sogar römisch ist, macht vor allem die Episode mit der Polizistin Ornella deutlich: Die feurige Frau mit Herz kommt richtig auf Hochtouren, als ihr Ehemann einen Seitensprung begeht. Auch die Autofahrer Roms haben deswegen unter ihr zu leiden. Einer von ihnen ist Goffredo, der verlassene Arzt, der schließlich auch die Schwester Tommasos aus der ersten Episode treffen wird.

      Goffredos Einsamkeit und seine kläglichen Versuche, sich Abhilfe zu verschaffen, setzt Veronesi in ein paar klischeehafte Szenen plus Sahnehäubchen um: Flüchtet Goffredo zum Beispiel vor dem Ehemann der Arzthelferin nach draußen auf einen Mauervorsprung, dann zieht auch noch ein Gewitter auf.

      Wirklich in die Tiefe geht der Film nicht, den Episoden fehlt es weitgehend sowohl an tieferer Leidenschaft, als auch an anderen glaubhaften Gefühlen. Dennoch sind die Dialoge und die inneren Monologe oft witzig und voller ungewöhnlicher Gedankensprünge. Und am Schönsten ist das italienische Flair.

      Fazit: Vier Episoden aus dem Liebesleben römischer Paare: Schmunzelkomödie ohne Höhepunkte, aber mit italienischem Flair.
    2. Handbuch der Liebe: Romantischer und sehr italienischer Episodenfilm über das Wesen und die verschiedenen Phasen der Liebe.

      Die Liebe setzt alle festen Regeln außer Kraft. Diese Lehre ziehen vier Paare trotz Beziehungs-Ratgeber aus ihrem Gefühlschaos. Die ironische und temperamentvolle Komödie erhielt 2005 gleich zwölf Nominierungen für den italienischen „Oscar“ Donatello.

      Amore auf italienisch, da geht es schon mal deftig und scharf zu. Der Bogen spannt sich von der ersten Verliebtheit über Krise und Betrug bis zur Trennung. Von Romantik bis Tragödie werden hier alle Gefühls-Stationen in vier unterhaltenden Episoden wild durcheinandergewürfelt, ultimative Seligkeit und schmerzhaftes Scheitern liegen nahe beieinander. Vier Paare auf emotionaler Achterbahnfahrt - vom heißblütigen Jung-Pärchen, das sich durch Zufall findet und auf dem Mofa unbekümmert in eine gemeinsame Zukunft braust über eine aufbrausende Polizistin, die sich für die Untreue ihres Mannes wütend mit Strafzetteln an Falschparkern rächt und erst nach einem Seitensprung wieder zu sich und nach Hause zurückfindet, ganz im Gegenteil zur frustrierten Ehefrau, die es nur zu einem Kuss mit einem Fremden schafft und den eigenen Gatten nicht halten kann, bis hin zum unter Einsamkeit leidenden geschiedenen Arzt, der in Verzweiflung und Selbstmitleid versinkt.

      Giovanni Veronesi erzählt mit Ironie und Sarkasmus von emotionalen Eskalationen und Eskapaden, von Opfern der Liebe, die sich ins Unglück verrennen und den Siegern, für die der Himmel voller Geigen hängt. Simple Gags und eine Portion Oberflächlichkeit verbinden sich mit Nachdenklichkeit und Sympathie für die in Gefühlsdingen blinden Helden. Geschickt verknüpft Veronesi die Übergänge von einem Paar und einer Geschichte zur nächsten, die kleinen und großen Katastrophen. Wenn am Ende der vom Schicksal gebeutelte Doktor die Schwester des verliebten Mofa-Fahrers kennenlernt, Sprecherin des im Studio aufgenommenen und titelgebenden Bestseller-Ratgebers „Handbuch der Liebe“, schließt sich der Kreis, keimt Hoffnung. Die Schauspieler, vor allem Pechvogel Carlo Verdone und die resolute Luciana Littizzetto, machen den Liebesreigen zum Vergnügen. Die Mischung aus prickelnder Comédie Humaine und emotionalem Kracher lässt trotz Lautstärke auch leise Töne zu. mk.

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