Hand in Hand

Filmhandlung und Hintergrund

Die 16-jährigen Schüler Merle und Jakob finden zueinander, während und weil ihre beiden Elternpaare gleichzeitig auf eine Trennung zusteuern.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Hand in Hand: Die 16-jährigen Schüler Merle und Jakob finden zueinander, während und weil ihre beiden Elternpaare gleichzeitig auf eine Trennung zusteuern.

    Am Morgen sitzt der Vater an Merles Bett. Er war ein halbes Jahr nicht da und schaut nur vorbei, weil er gleich mit seiner Frau zum Scheidungsrichter geht. „Mama, jetzt sag‘ doch mal was“, fleht Merle ihre Mutter an. Die aber blickt durch sie hindurch und sagt bloß: „Frühstück ist fertig“.

    Es ist eine freudlose Welt, in der die sechzehnjährige Merle aufwächst. Jakob geht es nicht besser. Sein Vater hat sich gleichfalls aus dem Staub gemacht; Jakobs Ersparnisse hat er gleich mitgehen lassen. Der einzige Unterschied zwischen Jakob und Merle: Er wohnt in einer Hochhaussiedlung und spielt daher nicht in Merles Liga, wie ihr Vater später feststellt. Merle ist das egal; Jakob ist der einzige, der ihr noch Halt gibt.

    „Hand in Hand“ ist ein stiller Film. Kein buntes, lautes, plakatives Stück, das sich mit flotten Dialogen und heftigem Hip Hop an ein jugendliches Publikum ranschmeißt, sondern eine Geschichte, die vor allem ihre Hauptfiguren ernst nimmt (Buch: Brigitte Blobel und Maria Teresa Camoglio). Die Eltern kommen allerdings ein bisschen zu kurz und sind daher als Rolle nicht besonders ausgereift; vor allem Merles Mutter ist ausschließlich mit sich selbst beschäftigt. Doch Jakob und Merle sind um so sorgfältiger gestaltet. Gerade die kaum bekannten beiden jungen Schauspieler Nadja Bobyleva und Andreas Christ sind fabelhaft. Unterstützung finden sie durch etablierte und erfahrene Darsteller wie Leslie Malton und Felix von Manteuffel (als Merles Eltern) sowie Sophie Rois (als Jakobs Mutter). Sanfte Anschlüsse und Übergänge sorgen zudem dafür, dass die Bilder von Kameramann Michael Bertl bestens zur Geltung kommen. Das sympathischste an dem von Camoglio sicher inszenierten Film aber ist der völlige Verzicht darauf, sich beim jugendlichen Publikum anzubiedern; auf diese Weise ist das Stück auch und gerade für Erwachsene sehenswert. tpg.

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