Halbe Hundert

  1. Ø 0
   2012
Halbe Hundert Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Halbe Hundert: TV-Komödie um drei Freundinnen um die 50.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Hochkarätig besetzte Komödie mit ernsthaften Untertönen, die mit gutem Timing und überraschenden Wendungen auf der ganzen Linie überzeugt.

    Ein vielversprechendes Ensemble hat sich für „Halbe Hundert“ zusammengefunden. Drei hochkarätige Hauptdarstellerinnen, Martina Gedeck, Johanna Gastdorf und Leslie Malton treten in einer von Silke Zertz („Der Mann auf dem Baum“) erdachten Geschichte auf. In Matthias Tiefenbacher („Freilaufende Männer“) wurde dazu ein Regisseur gefunden, der bereits in der Vergangenheit sein Gespür für das Tragikomische bewiesen hat.

    Und das Resultat enttäuscht keineswegs: „Halbe Hundert“ erzählt unterhaltsam, aber durchaus mit Tiefgang über drei Frauen um die Fünfzig, die ihre Lebensentwürfe aus den unterschiedlichsten Gründen auf den Prüfstand stellen müssen. Tiefenbacher setzte das Drehbuch von Zertz in unaufgeregter, aber durchaus mitreißender Form in Szene. Die Handlung hält einige überraschende Wendungen parat, die aber jederzeit glaubwürdig aufbereitet werden.

    Dabei sind die Herausforderungen, denen sich die Protagonistinnen stellen müssen, durchaus schwerwiegend. Tiefenbacher gelingt es dabei mit seiner einfühlsamen Inszenierung, den Zuschauer zu rühren, ohne in Rührseligkeit abzudriften. Über allem steht ohnehin der ansteckende Humor der drei Hauptfiguren, mit Hilfe dessen diese auch schwere Schicksalsschläge meistern. Beim Wortwitz funktioniert das Timing, auch sympathische Neben-Gags wie das „Süße 16“-T-Shirt, das Gedeck in einer Szene trägt, verfehlen ihre Wirkung nicht.

    Das ungleiche Trio aus der nach außen hin kühlen, aber doch emotionalen Anne (Gedeck), der ruhigen Charlotte (Gastdorf) und der überdrehten Fiona (Malton) funktioniert in dieser Zusammensetzung perfekt, was nicht zuletzt natürlich ein Verdienst der drei starken Darstellerinnen ist. Doch auch die Nebenfiguren leisten ihren Beitrag zu einer stimmigen Erzählung, allen voran Michael Wittenborn als Annes von ihr getrennt lebender Ehemann, der zunächst als blasser, karikaturhafter Alt-68er eingeführt wird, im Lauf des Films jedoch zu einer starken, sympathischen Figur avanciert. Als Anne einen schwerwiegenden Fehler begeht, steht er wieder an ihrer Seite.

    Abgerundet wird die positive Atmosphäre von „Halbe Hundert“ durch unaufdringliche, aber passend eingesetzte Musik und die attraktiven Bilder von Kameramann Klaus Merkel. Er gibt dem aussagekräftigen Mienenspiel der Hauptdarstellerinnen ebenso Raum wie dem wesentlichen Schauplatz Bonn, in dem eine unverbrauchte Kulisse für den Film gefunden wurde. jl.

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