Filmhandlung und Hintergrund

Gerd Anthoff in einer Paraderolle als schlitzohriger, aber sehr menschenfreundlicher Landanwalt.

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Kritikerrezensionen

  • Grüß Gott, Herr Anwalt: Gerd Anthoff in einer Paraderolle als schlitzohriger, aber sehr menschenfreundlicher Landanwalt.

    Irgendwo zwischen oberbayerischem „Liebling Kreuzberg“ und „Pfarrer Braun - light“ ist dieses sympathische ARD-Heimatmovie angesiedelt.

    Quasi auf engstem Raum müssen Rechtsanwalt Konrad Mair (Gerd Anthoff) und Ortspfarrer Hubertus Müller (Alexander Held) zusammenarbeiten: Die Mairsche Kanzlei ist mitsamt Sekretärin Singer (Ilse Neubauer) im ersten Stock der örtlichen Pfarrei untergebracht. Und so passiert es, dass sich der handwerkelnde Diener Gottes und der patente „Rechtsverdreher“ ihre „Fälle“ teilen. So etwa den des glücklosen Sägewerks-Angestellten Meitner (Martin Feifel), der wegen seiner rabiaten Eifersucht von seinem Chef gekündigt und von seiner Gattin aus dem Haus geworfen wurde. Nach einem Selbstmordversuch nimmt ihn Pfarrer Müller auf, und RA Mair versucht anfangs eher zögerlich, dem „Loser“ zu helfen. Blöderweise verguckt sich Witwer und Großvater Mair auch noch in Meitners Frau Sabine (Jule Ronstedt), was die Causa nicht gerade leichter macht. Ein Nebenkriegsschauplatz eröffnet außerdem der prollige Alpen-Cowboy Altmann (Wolfgang Fierek), der mit dem Pfarrer wegen eines Gülle-Attentats auf sein Cabrio streitet.

    Was „Grüß Gott, Herr Anwalt“ ausmacht, ist das Fehlen von überkonstruierter (Hobby-)Kriminalistik, von der es gerade im öffentlich-rechtlichen TV mittlerweile mehr als genug gibt. Das von Ernst von Theumer jr. produzierte Auftragsmovie lebt vielmehr von seinen gar nicht perfekten Hauptfiguren, die dazu noch intrigieren können, was das Zeug hält. Wie sich hier der Anwalt von der Hebamme die Info über ein nichteheliches Kind erkauft, kennt man eher aus dem amoralischen Leben des Anti-Arztes „Dr. House“. Daher bleibt der Betrachter durchaus 90 Minuten geruhsam vor der Mattscheibe sitzen, um zu erfahren, wie der knuffige Anwalt diese erotischen und ränkevollen Kapriolen meistert, ohne zum bad guy zu werden. Wie bei einem Degeto-Produkt nicht anders zu erwarten, bleibt alles im züchtigen Rahmen, eingefügt in eine malerische, gleichwohl ausgereizte voralpine Klischee-Kulisse. „Grüß Gott, Herr Anwalt“ macht trotzdem Lust auf mehr - vor allem wegen der tollen Darstellerriege, die gut und gerne ohne Christine Neubauer oder Ottfried Fischer auskommt. aw.

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