Groupies Forever

  1. Ø 0
   2002
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Filmhandlung und Hintergrund

Groupies Forever: Tragikomödie über zwei ehemalige Rock-Groupies, die ihre Backstage-Großtaten aus den Sechzigern nach 30 Jahren wieder zum Leben erwecken.

In den 60ern waren Suzette und Lavinia als „Banger Sisters“ bekannt wie bunte Hunde in der blühenden Groupie-Szene Kaliforniens. Nun, 30 Jahre später, hat Lavina (Susan Sarandon) per Hochzeit die feine Gesellschaft erobert, während Suzette (Goldie Hawn) als Kellnerin in einer Rockmusik-Kneipe arbeitet. Als Suzette aufgrund von Alkoholproblemen den Job verliert, beschließt sie, ihre einst beste Freundin im fernen Phoenix aufzusuchen. Mit ihrer unkomplizierten, offenen Art bringt sie Lavinas steife Bonzenexistenz ganz schön aus dem Gleichgewicht.

Pointierte Dialoge und eine Top-Besetzung (Geoffrey Rush ist auch noch mit von der Partie) sind die großen Pluspunkte des tragikomischen Regiedebüts von „Willow„-Autor Bob Dolman.

Suzette und Lavinia waren in den sechziger Jahren als Rock-Groupies unter dem Namen „The Banger Sisters“ für ihre sexuellen Backstage-Großtaten bekannt. Als beide 30 Jahre später wieder aufeinander treffen, ist Suzette eine arbeitslose, nostalgisch veranlagte Kellnerin, während Lavinia in die obere Gesellschaft eingeheiratet hat und ihre Vergangenheit zunächst am liebsten vergessen möchte.

Als die in die Jahre gekommene Barkeeperin Suzette, in ihren wilden Jugendtagen ein berühmt-berüchtigtes Rock-Groupie, ihren Job verliert, erkennt sie die Belanglosigkeit ihres Lebens. Völlig pleite macht sie sich von Los Angeles auf den Weg nach Phoenix, wo sie ihrer früheren besten Freundin Vinnie einen Überraschungsbesuch abstatten will. Mit dem depressiven Schriftsteller Harry im Schlepptau erreicht sie ihr Ziel, doch Vinnie hat sich von der wilden Göre zur spießigen Ehefrau und Mutter gewandelt…

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Zwei Ex-Groupies, die in den Sixties und Seventies die Prominenz der amerikanischen Rockgeschichte durch ihre Betten touren ließen, erkennen nach jahrzehntelanger Trennung, wie sehr sie sich als beste Freundinnen auseinander gelebt haben. Um diese potenziell konfliktdynamische Konstellation baut Drehbuchautor und Regiedebütant Bob Dolman („Willow“, „In einem fernen Land“) eine konstant gute Laune zeigende Komödie mit leisen melancholischen Zwischentönen auf, die Susan Sarandon, vor allem aber Goldie Hawn eine Traumrolle beschert. Hit-Material mit Starglanz, das neben Charakterkomik auch mit Dialogwitz fürs Notizbuch operiert.

    Als Casting-Coup und gut verwertbarer Promohappen für die Presse erweist sich die Fortsetzung einer noch relativ jungen Familientradition im Hause Hawn, darf doch nach Tochter Kate in „Almost Famous“ nun auch Mutter Goldie das große Herz und andere Attraktionen eines Groupies zeigen. Von den ersten Bildern an gehört der Film der geborenen Komödiantin, die mit auffrisiertem Dekolleté und von der Zeit sympathisch verwittertem Gesicht auch 30 Jahre nach ihren Tagen des Ruhms am Tresen einer legendären Rockkneipe von Los Angeles steht. Als Suzette wegen ihres zu öffentlichen Trinkverhaltens gefeuert wird, erkennt das immer noch schnuckelige, aber auch eine Spur peinliche Auslaufmodell ihr Leben als Trümmerhaufen. Abgebrannt fährt sie nach Osten, sammelt unterwegs Vollneurotiker Harry (Geoffrey Rush) auf und erreicht schließlich Phoenix. Dort will Harry seinen Vater töten und Suzette Vinnie (Susan Sarandon), ihre Kampfgefährtin aus Groupietagen, mit einem Besuch überraschen. Weil aber Vinnie als zweifache Mutter und Frau eines Mannes von Geld und Einfluss mittlerweile steif wie ein Bügelbrett geworden ist, muss Hawn als quirliger Weichspüler die beiden Verklemmten entspannen. Hawns Lebenskrise, Sarandons Selbstverleugnung, ihr spießiger Gatte, die verzogenen Töchter und der zwanghafte Harry bleiben kleine Hindernisse auf dem Weg zu einer glorreichen Reunion der Banger Sisters. Etwas „Thelma und Louise“-Feeling schwingt mit, wenn die Golden Girls die Disco erobern, ein nostalgisches Powerpack bilden und in beider Leben wieder die Farbe kommt, die sie trotz unterschiedlicher Realitäten solidarisch vermissten. Vorwiegend heiter, nur mit dramatischen Spurenelementen durchsetzt ist der Ton dieser in den drei Hauptrollen exzellent besetzten Komödie, die vor allem Goldie Hawns offensichtlich zeitlosen Charme so gewinnend ausstellt, dass finale Blitzversöhnlichkeit unter den Figuren und ein Hauch von Kitsch keine Folgeschäden verursachen. Unbeschwert amüsieren kann man sich hier – und dies Generationen überschreitend. kob.

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