Filmhandlung und Hintergrund

Abenteuerfilm über einen der Väter der Naturschutzbewegung in schöner Naturkulisse.

Kanada in den 30er Jahren: Scout Grey Owl verblüfft arrogante Stadtmenschen durch seine Kultiviertheit. Er soll ein Buch schreiben und zieht sich dafür, und um den sehr eindeutigen Nachstellungen der hübschen Mohawk-Frau Pony zu entgehen, in sein Holzhaus hoch im Norden zurück, wo er als Fallensteller lebt. Doch Pony lässt sich, zum Leidwesen ihres Vaters, nicht abwimmeln.

Kanada in den dreißiger Jahren. Ein Ojibwa-Indianer namens Archie Grey Owl verblüfft arrogante Stadtmenschen durch seine Kultiviertheit. Animiert von einem reichen Verleger beginnt er, ein Buch über seine Erfahrungen zu schreiben. Er zieht sich dafür in eine Holzhütte hoch im Norden zurück, um dort als Fallensteller zu arbeiten und nicht zuletzt auch, um den eindeutigen Nachstellungen der hübschen Mohawk-Frau Pony zu entgehen. Doch so leicht lässt Pony sich nicht abschütteln.

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Kritikerrezensionen

  • Grey Owl: Abenteuerfilm über einen der Väter der Naturschutzbewegung in schöner Naturkulisse.

    Ausgerechnet 007 Pierce Brosnan als Grey Owl, einen der Begründer der Naturschutzbewegung, zu besetzen, ist sicherlich der größte Coup dieses bedächtigen Alterswerks von Oscar-Preisträger Richard Attenborough

    Seine auf einer wahren Begebenheit basierende Lebens- und Liebesgeschichte lebt, neben den bekannten blauen Augen, ganz von der Naturschönheit der kanadischen Wildnis. Dort gelingen Kameramann Roger Pratt („12 Monkeys“, „Der König der Fischer“, „Mary Shelley’s Frankenstein“) hinreißend schöne Tier- und Landschaftsaufnahmen, die den schleppend sich hinziehenden Plot nach dem Drehbuch von William Nicholson optisch relativieren. Angesiedelt ist das Biopic in den 30er Jahren in Kanadas menschenleerem Norden, wo neben ein paar Goldgräbern und Abenteurern auch gutsituierte Großstädter ihren Kick suchen, etwa der Verleger Charles Powell (Walter Perry), der Grey Owl als Führer beim Bärenfang engagiert. Grey Owl verblüfft immer wieder die arroganten Stadtmenschen, denn der Wilde hat etwas, was sie nur ihresgleichen zugestehen: Wissen, Kultiviertheit und die Fähigkeit, sich auszudrücken, in Wort und Schrift. Grey Owl hat bereits mehrere Artikel in Powells Magazin veröffentlicht, allesamt über das Leben im Einklang mit der Natur, und gibt dessen Drängen nach, ein Buch zu schreiben. Zu diesem Zweck, und um den sehr eindeutigen Nachstellungen der jungen, hübschen Mohawk-Frau Pony, die von ihm alles über ihr Volk erfahren will, zu entgehen, verzieht er sich in sein Holzhaus hoch im Norden, wo er als Trapper und Fallensteller lebt. Doch Pony läßt sich, zum Leidwesen ihres Vaters (Gastauftritt Graham Greene als assimilierter Großstadtindianer) nicht abwimmeln. So kann die große Liebe, die alles – auch die Lebenslüge – verzeiht, als rührselige Liebesgeschichte ihren Lauf nehmen… Dabei bleibt Annie Gallipeau („Map of the Human Heart“) als wunderschön anzuschauende Mohawk-Squaw farblos, wirkt selbst wie ein scheues, liebeswundes Tier in ihrer Umgebung.

    Attenborough hat sich nach „Gandhi“ und „Chaplin“ wieder der Verfilmung einer Biografie gewidmet. Archie Grey Owl, dessen Auftritte und Buchveröffentlichungen zum Thema Naturschutz ihm in den 30er Jahren internationale Bekanntheit verliehen, gilt als einer der Väter der Naturschutzbewegung.

    Für das sorgfältig ausgestattete „Message“-Kino umgab sich Attenborough mit zum Teil alten Bekannten wie dem Kameraprofi Roger Pratt, der für ihn bereits „In Love and War“ drehte, und seinem „Shadowlands“-Autor William Nicholson („Der erste Ritter“, „Nell“ und Ridley Scotts „Gladiator“).

    Eigentlich sind der Geschichte, die am Ende, was man bald zu ahnen beginnt, eine überraschende Wende nimmt, durchaus interessante Aspekte abzugewinnen. Auch die Öko-Botschaft hat ja nichts an Aktualität verloren. Wäre sie nur etwas dezenter vermittelt und würde Pierce Brosnan, statt ununterbrochen den Minderheiten-Zeigefinger zu heben, seiner Rolle als leibhaftige Inkarnation des Umwelt-Messias auch die Gebrochenheit verleihen, die ihr innewohnt und sie distanzierter und mit einem Fünkchen Humor angehen – ja dann… boe.

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