Filmhandlung und Hintergrund

Die bewegte und bewegende Geschichte einer Sängerin und Songschreiberin von den späten Fünfzigern bis zu den späten Siebzigern.

Das wohlbehütete Mädel vom Lande Edna Buxton gewinnt einen Gesangswettbewerb und macht sich auf in die Großstadt New York. Dort angekommen, muß sie sich von Musik Manager Joel Millner erst einmal einen Künstlernamen, Denise Waverly, verpassen lassen und etliche Schlappen hinnehmen, bevor sie ihre erste LP veröffentlichen kann.

Edna Buxton ist die junge Erbin eines Stahlimperiums, doch zieht sie es vor, Karriere als Pop-Sängerin zu machen. Nach dem Sieg bei einem Song-Contest in ihrer Heimatstadt Philadelphia reist Edna nach New York, wo der Platten-Manager Joel Millner zwar ihre Gesangsqualitäten anzweifelt, sie aber dennoch unter dem Künstler-Namen Denise Waverly als Songschreiberin engagiert. Edna/Denise komponiert reihenweise Hits, was ihren Wunsch, das Publikum auch durch ihre Stimme zu überzeugen, aber nur noch verstärkt.

Die bewegte und bewegende Geschichte einer Sängerin und Songschreiberin von den späten Fünfzigern bis zu den späten Siebzigern.

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    Kritikerrezensionen

    • Grace of My Heart: Die bewegte und bewegende Geschichte einer Sängerin und Songschreiberin von den späten Fünfzigern bis zu den späten Siebzigern.

      Allison Anders zeigt mit ihrem Künstlerporträt „Grace of My Heart“, daß sie in Zukunft auch in Hollywood ein Wörtchen mitzureden gedenkt. Mit Martin Scorsese als ausführendem Produzenten hatte die Regisseurin von „Gas, Food, Lodging“ und „Mi vida loca“ hier die für die Umsetzung ihres aufwendigen Projekts nötigen finanziellen Mittel und gleichzeitig einen Fürsprecher, der ihr künstlerisch freie Hand garantierte. Das Ergebnis dürfte Zuschauer wie künftige potentielle Geldgeber wohl gleichermaßen überzeugen.

      In einer wohldosierten Mischung aus Komödie und Drama verfolgt die Filmemacherin über knapp drei Jahrzehnte hinweg – von den späten Fünfzigern bis Ende der siebziger Jahre – die wechselhafte Karriere der fiktiven Sängerin und Songschreiberin Edna Buxton, wobei Parallelen zu Leben und Werk Carole Kings unübersehbar und wohl auch gewollt sind. Die Story nimmt ihren Anfang als Edna, die wohlbehütete Erbin eines Stahlimperiums, sehr zum Ärger ihrer dominanten Mutter, bei einem Gesangswettbewerb ein sittsames weißes Spitzenkleidchen gegen ein „kleines Schwarzes“ vertauscht und nicht zuletzt wegen diese „Imagewechsels“ zur Siegerin gekürt wird. Von diesem Erfolg im Selbstvertrauen gestärkt, macht sich das Landei aus Philadelphia nach New York auf, um als Sängerin Karriere zu machen. Aber der Weg zur Spitze ist bekanntlich lang und hart. Das erkennt Edna sogleich, als der Musik-Manager Joel Millner – herrlich komisch und angetan mit einer schrecklichen Perücke: John Turturro – an ihren Gesangsfähigkeiten zweifelt, sie als Songschreiberin engagiert und gleichzeitig in Denise Waverly umtauft. Zahlreiche berufliche wie persönliche Rückschläge, darunter immer wieder Ärger mit Männern, folgen, ehe es Denise schließlich gelingt, ihre erste LP zu veröffentlichen.

      Einerseits eine Art Anthologie der „goldenen Jahre“ der amerikanischen Pop-Musik, andererseits eine etwas untypische Success Story, hat die UIP hier einen Film im Verleih, der beachtliche Sleeper-Qualitäten hat, und nicht zuletzt wegen des eingängigen Soundtracks, u. a. haben Elvis Costello, Los Lobos, Burt Bacharach und Sonic Youth Titel beigesteuert, auf ein vielversprechendes Einspiel hoffen läßt. Dreh- und Angelpunkt von „Grace of My Heart“ bleibt die ausdrucksstarke Illeana Douglas in der Rolle der Denise, die nach Nebenrollen in „Kap der Angst“ und „To Die For“ beweist, daß sie durchaus in der Lage ist, einen Film zu tragen. Perfekt besetzt sind auch sämtliche Nebenrollen, wobei Patsy Kensit als britische Giftnudel, Matt Dillon als der an den Beach Boy Brian Wilson erinnernden Surf-Musik-Star Jay Phillips und Bridget Fonda als wasserstoffblonder Pop-Star Kelly Porter glänzen. Neben Anders‘ glänzender Schauspielführung, die sich vor allem in den kleinen, stillen Momenten unter den weiblichen Darstellern manifestiert, überzeugt vor allem der Co-Schnitt von Scorseses ständiger Mitarbeiterin Thelma Schoonmaker. Sie versteht es, das vielfältige, farbenfrohe und hippe Material, das in New York und Malibu aufgenommen wurde, so in Form zu bringen, daß der Film wie aus einem Guß wirkt.

      „Grace of My Heart“, der durchaus auch als etwas andere Fortsetzung von Alison Anders‘ eigenem romantischen Girl-Gang-Porträt „Mi vida loca“ gesehen werden kann, ist, wie der Titel verrät, Kino fürs Herz, Kino, das nostalgische Erinnerungen wachruft. geh.

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