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Golden Lemons

Kinostart: 28.08.2003
Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Skurriles dokumentarisches Roadmovie über die gemeinsame US-Tournee der deutschen Punkband Die Goldenen Zitronen und Rocker Wesley Willis.

Im Jahr 2002 begibt sich die Hamburger Punkband „Die Goldenen Zitronen“ auf US-Tournee. Die Route führt von San Francisco zur mexikanischen Grenze, Stationen sind meist schummrige Schuppen in beängstigend kleinen und spießigen Käffern. Außerdem spielt man als Vorband des schwarzen Sängers Wesley Willis, der seine Auftritte als Psychotherapie versteht und die Gagen umgehend in dazugehörige Pharmaka investiert.

Jörg Siepmanns

Die deutsche Punkband Die Goldenen Zitronen ist als Vorgruppe des schizophrenen und im ganzen Land bekannten Rockstar Wesley Willis auf US-Tournee: Auf der einen Seite die deutsche Band, die seit 18 Jahren Musik und Politik wie keine andere verbindet, auf der anderen Wesley, der auf der Bühne steht, um gegen die Dämonen in seinem Kopf zu kämpfen. All das in monotoner US-amerikanischer Provinz zwischen San Francisco, Las Vegas und der mexikanischen Grenze.

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Darsteller und Crew

  • Wesley Willis
  • Golden Lemons
  • Jörg Siepmann
  • Harry Flöter
  • Hajo Schomerus
  • Benjamin Ikes

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Golden Lemons: Skurriles dokumentarisches Roadmovie über die gemeinsame US-Tournee der deutschen Punkband Die Goldenen Zitronen und Rocker Wesley Willis.

    Unerwartet spannend und voll treffender Beobachtungen und Bemerkungen über die ameirkanische Provinz, Rock-Musik, Politik und Schizophrenie erweist sich das dokumentarische Roadmovie von Jörg Siepmann, der die 1984 gegründete Hamburger Punk-Band Die Goldenen Zitronen 2002 auf ihrer großen US-Tour von San Francisco über Las Vegas bis zur mexikanischen Grenze begleitete. Die Tour wurde eine Trip durch kleinste Käffer, auf Mini-Bühnen, in Hinterzimmern, vor Publikum, das die Deutschen nicht kannte, ihnen Schuhe und Münzen an den Kopf warf. Schlimmer: Nicht sie waren die Stars; sie traten als Vorband des zentnerschweren schwarzen Sängers Wesley Willis auf, der unter Schizophrenie leidet, seine Auftritte mit Keyboard und selbstkomponierten Songs (u. a. über Osama Bin Laden) als Therapie versteht und das verdiente Geld für Medikamente ausgibt, um die Dämonen in seinem Kopf zu beruhigen. Aber: Er ist bekannt und beliebt.

    Die sich als antikapitalistisch verstehenden Zitronen um Sänger Schorsch Kamerun und Gitarrist Ted Gaier erleben die US-Provinz als Alptraum, „krasser“ als vorgestellt und werden mit den unendlich monotonen Landschaften, den langweiligen Busfahrten, den Malls mit ihren Dauerkonsumenten und dem Hamburgerfraß nur schwer fertig. Da kommt man ins Grübeln: übers Altern, Bausparverträge, das Überleben und den Sinn von Gigs vor Leuten, die kein Deutsch kennen, deren Aggressionsschwelle niedrig ist und die man mit Lästern über Rock-Musik reizen kann. Die Zweckgemeinschaft mit Willis endet mit einer schönen Note: Er schreibt ihnen das hübsche melodische Lied „Goldene Zitronen“, sie sind trotz aller Spannungen gereift. Für Musik-Doku-Freunde sehenswert. ger.
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