Filmhandlung und Hintergrund

Benignis Meisterwerk "Das Leben ist schön" gab den Anstoß: Erstmals wird in einem deutschen Film die Zeit des Nationalsozialismus mit einem satirischen Augenzwinkern betrachtet.

Ein fehlgeschlagenes Attentat auf Reichspropagandaminister Joseph Goebbels bringt es ans Licht: In einem Lager wird sein Doppelgänger Harry Geduldig festgehalten. Goebbels‘ Vertraute vermuten, er solle irgendwann von dem innerparteilichen Rivalen Himmler als Wunderwaffe gegen den Propagandaminister eingesetzt werden. Als Goebbels den Doppelgänger sehen will, kommt es durch Zufall zu einer Verwechslung - der Gefangene schlüpft in die Rolle des Nazi-Schergen. Auf einer Parteiversammlung in Nürnberg jubelt ihm das Volk zu. Doch dann muss er in die „Höhle des Löwen“: Hitler lässt bitten…

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Goebbels und Geduldig: Benignis Meisterwerk "Das Leben ist schön" gab den Anstoß: Erstmals wird in einem deutschen Film die Zeit des Nationalsozialismus mit einem satirischen Augenzwinkern betrachtet.

    Die Verunsicherung auf der Senderseite war groß: Zwei Jahre lang lag der Film auf Halde, musste sich erst auf internationalen Festivals beweisen, bevor er auf die deutschen Bildschirme durfte. Dabei haben es sich die Macher nicht leicht gemacht: keine reine Komödie, kein Slapstick, keine Brüll-Witze. Stattdessen eine Mischung aus komischen, grotesken und märchenhaften Elementen. Man spürt die umfassende Recherche, die detailgenaue Ausstattung und das Bemühen, trotz der aufwändigen Kostümen und Kulissen den Menschen ins Zentrum zu stellen (Kamera: Rudolf Blahacek). Denn die schwarze Verwechslungskomödie lebt besonders von den ausgezeichneten Schauspielern, allen voran Ulrich Mühe. „Goebbels und Geduldig“ ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung: Man muss über die Nazis lachen dürfen - auch, wenn einem das Lachen manchmal im Halse stecken bleibt.

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