Filmhandlung und Hintergrund

Hartes aber authentisches Sozial- und Beziehungs-Drama über das Ende jeglicher Romantik.

Paul und George sind beide arbeitslos und konzentrieren sich deshalb voll auf ihr gemeinsames Hobby: Frauen. George ist dabei allerdings um Längen erfolgreicher. Um ihn erneut bei einer Eroberung scheitern zu sehen, stellt er Paul der verheirateten Gisela vor. Überraschend lässt sich diese auf seine linkischen Avancen ein und beginnt ein Affäre mit ihm, was nicht nur ihren Ehemann, sondern auch George, der einst bei Gisela abblitzte, in Wallung bringt.

Eine triste Hochhaussiedlung, bewohnt von den sozial schwachen Mitgliedern unserer Gesellschaft. Mittendrin lebt das Mauerblümchen Gisela, verheiratet, ein Kind, Kassiererin, unbefriedigt und unzufrieden. Deshalb sagt sie nicht nein, als sie der lässige Georg zu seiner Party einlädt. Dort lernt sie Paul kennen. Der hängt zwar auch nur rum, scheint aber netter zu sein als die anderen. Gisela beginnt mit Paul ein Verhältnis. Es basiert auf Sex, sonst nichts. Irgendwann geht die Verbindung dann so unspektakulär zu Ende wie sie angefangen hat.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Gisela: Hartes aber authentisches Sozial- und Beziehungs-Drama über das Ende jeglicher Romantik.

    Mit ihrem tristen Sozialdrama zeichnet dffb-Absolventin Isabelle Stever ein niederschmetterndes Porträt junger Menschen ohne Perspektiven.

    Bereits mit „Erste Ehe“, ihrem dffb-Abschlussfilm verdiente sich die junge Regisseurin Isabelle Stever erste Meriten. Die auf einen (Hochzeits-)Abend reduzierte Beschreibung einer zerstörerischen Beziehung brachte der Hauptdarstellerin Maria Simon den Max-Ophüls-Preis und der Filmemacherin den First Steps Award 2002 ein. Auch „Gisela“, Stevers zweite abendfüllende Arbeit, ist ein typischer Festivalfilm. Er lief 2005 in München und gewann in Linz den Wettbewerb Crossing Europe.

    Um ein Höchstmaß an Authentizität bemüht entführt Stever das Publikum in die abstoßend hässliche Hochhaussiedlung einer Großstadt. Diese wird von Arbeitslosen und Neonazis ebenso bevölkert wie von den sozial schwächsten Mitgliedern unserer Gesellschaft. Mittendrin das mollige Mauerblümchen Gisela (Anne Weinknecht), verheiratet, ein Kind, Kassiererin in einem Supermarkt, unbefriedigt und unzufrieden mit ihrem Dasein. Deshalb sagt sie nicht Nein, als sie der lässige Nichtstuer Georg (Stefan Rudolf) zu seiner Party einlädt. Dort lernt sie Paul - Carlo Ljubek, sah man zuletzt in „Männer wie wir“ und „Kammerflimmern“ - kennen. Der hängt zwar auch nur so rum, scheint aber netter zu sein als die anderen. Gisela beginnt mit Paul ein Verhältnis. Es basiert auf Sex, sonst nichts. Mehr will und kann Paul ihr nicht geben. Das wäre uncool. Irgendwann geht die Beziehung dann so unspektakulär zu Ende wie sie angefangen hat.

    In „Gisela“, der nach dem gleichnamigen Roman von Anke Stelling und Robby Dannenberg entstand, wird nichts erklärt und wenig ausgesprochen. Die Motive, die Herkunft, das Innenleben der Protagonisten bleiben im Dunklen. Stever beobachtet lediglich, den Rest soll und muss sich der Zuschauer selbst zusammenreimen. Und so kommt man zu der niederschmetternden Erkenntnis, dass es sich in urbanen Ghettos neben „Muschi-Fickern“, gewaltbereiten Halbstarken und desillusionierten Alkoholikern verdammt schlecht leben lässt und es für die Beteiligten quasi kein Entrinnen gibt. „Gisela“ ist ein eiskaltes Drama ohne jeglichen Humor und verklärende Romantik, in dem unattraktive Menschen emotionslosen Sex miteinander haben, sich die Birne zudröhnen oder gegenseitig selbige einschlagen. lasso.

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