Get Carter - Die Wahrheit tut weh

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Filmhandlung und Hintergrund

Get Carter - Die Wahrheit tut weh: Ambitioniertes Remake von Mike Hodges düsterem Kultklassiker "Jack rechnet ab".

Geldeintreiber Jack Carter kehrt zur Beerdigung seines Bruders in seine Heimatstadt Seattle zurück, wo er von der Witwe und seiner Nichte Doreen nicht gerade mit offenen Armen empfangen wird. Er glaubt, dass sein Bruder ermordet wurde und stellt Nachforschungen an. Diese führen ihn zu seinem ehemaligen Kollegen, der ein Internet-Pornoimperium betreibt, und einem Computer-Milliardär.

Jack Carter, Daumenbrecher im Dienste des Syndikats, kehrt er nach vielen Jahren in seine Heimatstadt Seattle zurück, um dem Begräbnis seines Bruders Richie beizuwohnen. Schnell stellt er fest, dass am vermeintlichen Unfalltod Richies etwas faul war. Von Rachegedanken getrieben, macht er sich mit Hilfe seiner attraktiven Nichte Doreen auf die Suche nach der Wahrheit. Seine Nachforschungen führen Carter schließlich zu einem Computer-Milliardär und zu einem ehemaligen Kollegen, der inzwischen ein Pornoimperium leitet.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Get Carter ist "hard-boiled" und Michael Caine ist abgrundtief böse. Ich kann mir nicht vorstellen, dass solch ein Charakter überhaupt noch Platz findet im modernen Kino! Carter alias Caine ist ein Londoner Gangster, der nach Newcastle kommt, um den Tod seines Bruders zu rächen. Sein Gegner: Die Mafia von Newcastler und fortan ist Carters Immunität der Unterwelt aufgehoben. Carter wandelt sich zum Einzelgänger, der Gerechtigkeit sucht. Er gleicht den berühmten Privatdetektiven der schwarzen Serie und der Film schlägt eine ganz ähnliche Tonart an. Genau wie die Anti-Helden der 40er operiert Carter am Bodensatz der Gesellschaft, in Working-Class Pubs und schäbigen Pensionen (die von traurigen Witwen geführt werden). Carters Charakter ist faszinierend: Zäh und skrupellos, dabei aber still und stets mit grausamer Ironie. Ganz am Anfang, als Carter den Zug nach Newcastler nimmt, sehen wir ihn lesend: Raymond Chandler's 'Farewell My Lovely. Der Thriller hat ein sicheres Gespür dafür, sich mit den amerikanischen Vorbildern zu vergleichen und doch ist Mike Hodges Film durch und durch britisch. Ich gehe noch einen Schritt weiter und meine, dass Get Carter der beste britische Gangsterfilm ist, der je gemacht wurde! mehr auf cinegeek.de http://cinegeek.de/get-carter-1971-rating-88-omeu-dvd7418
  • Drei Jahre nach seiner bemerkenswerten Rolle in der Indie-Crimestory „Copland“ meldet sich Sylvester Stallone als gestrauchelter Racheengel in dem Actiondrama „Get Carter“ zurück. Dabei handelt es sich um ein Remake von Mike Hodges düsterem Kultklassiker „Jack rechnet ab“ aus dem Jahr 1971 mit Michael Caine als Titelantiheld, der hier in einer kleinen Nebenrolle auftritt. Die ambitionierte, jedoch nur bedingt überzeugende Neuadaption bescherte dem angrauenden Action-Rambo in den USA mit 6,7 Mio. Dollar eines seiner bislang schwächsten Openings.

    Das Drehbuch von David McKenna („American History X“) basiert auf dem 1970 erschienenen Roman „Jack’s Return Home“ von Ted Lewis und verpflanzt das Geschehen von der englischen Provinz ins regentriefende Bill-Gates-Country von Seattle. Während der Grundriss des Plots erhalten blieb, wurden die damals als relativ drastisch angesehenen Sexszenen des Originals weitgehend eliminiert und die nihilistische Gewalt in den Hintergrund gedrängt. Titelfigur Jack Carter ist ein schlagkräftiger Geldeintreiber für einen großen Unterweltboss in Las Vegas, der sich zur Beerdigung seines angeblich bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Bruders nach Seattle begibt. In seiner Heimatstadt wird er von der Witwe (Miranda Richardson) und seiner Nichte Doreen (Rachael Leigh Cook aus „Eine wie keine“) nicht gerade mit offenen Armen empfangen, da er jahrelang nichts von sich hören ließ. Carter ist davon überzeugt, dass sein Bruder ermordet wurde und stellt umgehend Nachforschungen an. Diese führen ihn zu seinem ehemaligen Kollegen Cyrus Paice (Mickey Rourke im ferngesteuertem Bad-Boy-Modus), der jetzt ein florierendes Internet-Pornoimperium betreibt, und dem Computer-Milliardär Jeremy Kinnear (Alan Cummings einmal mehr als rückgratlose Memme). Carter macht sich im Rundumschlag extrem unbeliebt und hat alsbald auch noch die Schergen seines Arbeitgebers auf dem Hals, da er sich ohne Erlaubnis abgeseilt hat. Doch als er die ganze Tragweite des Todes seines Bruders erfasst, wird er zum „Judge Dredd“ im silber glänzenden Designeranzug, zum gnadenlosen Vollstrecker.

    Regisseur Stephen Kay („Mod Squad“) nähert sich der wohlbekannten Story vom Berufskriminellen mit harter Schale und weichem Herz, der im Zuge seines Rachefeldzugs mit den Dämonen seiner Vergangenheit konfrontiert wird, mit diversen visuellen Spielereien wie Verzögerungseffekten und unkonventionellen Bildkompositionen, um der „Payback“-Variante ein hippes und modernes Flair zu verleihen. Doch oftmals wirkt gerade das auffallend kalkuliert und verleiht dem schwermütigen Rachethriller im ausgewaschenen Deprolook einen prätentiösen Anstrich. Bei den Actionsequenzen verlässt sich der junge Filmemacher hingegen auf erprobten Routinestandard – er setzt auf rabiate Faustkämpfe (das blutige Match zwischen „Rocky“ und dem ehemaligen Profiboxer Rourke bildet ein interessantes Highlight), relativ moderaten Schusswaffengebrauch und die obligatorischen Autoverfolgungsjagden. Die emotionale Interaktion zwischen Stallone und Cook soll dem Film sein gefühlvolles Herzstück geben, doch mutet ihr Rapport bestenfalls seltsam hölzern-hohl an. Die traditionell treueren europäischen Fans werden Stallone vermutlich mit größerer Begeisterung bei seinen Aufräumungsarbeiten begleiten. Inwiefern ein Einspiel auf dem Niveau von „Demolition Man“ oder „The Specialist“ möglich ist, muss sich zeigen. ara.

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