Geschenk des Himmels

Kinostart: 13.06.1996

Filmhandlung und Hintergrund

Bedrohliches und ernüchterndes Familiendrama, das jedoch stets seinen Theaterwurzeln verhaftet bleibt.

Im verlassenen Hinterland North Carolinas lebt Ma Samuals mit ihren fast erwachsenen Kindern Charlie und Messy. Die scheinbare Idylle zerbricht, als Mas verwaiste Nichte Annie auf der Farm auftaucht. Annie und Charlie entdecken schnell ihre Liebe zueinander. Die eigenwillige Messy sieht nun die Chance, die Liebe der Mutter zu gewinnen.

Im Hinterland von North Carolina lebt Ma Samuals mit ihren Kindern Charlie und Messy ein ruhiges Leben. Dann taucht Mas Nichte Annie auf und Charlie verliebt sich in sie. Ernüchterndes Familiendrama nach Motiven aus Theaterstücken von Tennessee Williams.

Darsteller und Crew

  • Sharon Farrell
    Sharon Farrell
  • Gigi Rice
    Gigi Rice
  • David Steen
    David Steen
  • Sarah Trigger
    Sarah Trigger
  • Gene Lythgow
    Gene Lythgow
  • Nicholas Worth
    Nicholas Worth
  • Jack Lucarelli
    Jack Lucarelli
  • Laurent Hatchwell
    Laurent Hatchwell
  • Alan D. Jaques
    Alan D. Jaques
  • Steve Yaconelli
    Steve Yaconelli
  • Jean-Noel Chaleat
    Jean-Noel Chaleat

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Geschenk des Himmels: Bedrohliches und ernüchterndes Familiendrama, das jedoch stets seinen Theaterwurzeln verhaftet bleibt.

    Nur in wenigen Momenten kann das „Geschenk des Himmels“ den Beweis einer kinogerechten Verpackung antreten. Spartanisch ausgestattet und theaterlastig inszeniert, wäre diese Familientragödie in einem anderen Medium besser aufgehoben als im Kino, wo zähes Tempo und verstaubtes Neo-Tennessee-Williams-Ambiente dem Zuschauer doch einige Toleranz abverlangen.

    Ehrenwerte Absichten mögen diesem Cocktail aus Tennessee Williams‘ „Plötzlich im letzten Sommer“, „Die Glasmenagerie“ und Richard Nashs „Der Regenmacher“ zugrundeliegen, aber das Motiv für einen Kinobesuch sollte nicht Mitleid, sondern in erster Linie immer noch Lust sein. Lust auf packende Bilder und spannende Geschichten, die das „Geschenk des Himmels“ nicht befriedigen kann. Nach einem Theaterstück seines Hauptdarstellers David Steen hat der Schauspieler Jack Lucarelli seinen ersten Spielfilm inszeniert, der die Wurzeln seiner Vorlage und das extrem geringe Budget nicht verschleiern kann. Ein Großteil der Geschichte entfaltet sich kostengünstig auf einer kleinen Farm in North Carolina. Dort leben Ma Samuals (Comeback von Sharon Farrell, Steve Mc Queens Partnerin in „Der Gauner“), ihr abgöttisch geliebter, scheuer und weltfremder Sohn Charlie (Drehbuchautor David Steen spielt ihn als Hommage an John Steinbecks Lenny aus „Von Mäusen und Menschen“) und ihre Tochter Messy (Gigi Rice), deren äußere Verwahrlosung mit ihrer seelischen korrespondiert. Das komplizierte Konfliktgefüge der in Armut lebenden Familie bricht auf, als Messys hübsche Cousine (zart und sanft: Sarah Trigger) zu Besuch kommt. Messy erfährt erstmals den Segen einer Freundschaft, Charlie die Gefühlsverirrung einer tiefen Liebe.

    Vor 40 Jahren hätte der Konflikt zwischen der fordernden inzestuösen Liebe der Mutter und der selbstlosen Liebe ihrer Rivalin für Aufregung gesorgt. Heute wirkt so etwas psychoanalytisch verstaubt und überdramatisiert, obwohl die Schauspieler das Beste aus den Möglichkeiten des Drehbuches machen. Als Forum für ambitionierte, aber unbekannte Darsteller hat dieser kleine Film also durchaus seine Berechtigung. Aber zur ansprechenden Kinounterhaltung fehlt es dem „Geschenk des Himmels“ doch an Tempo, realistischen Dialogen (Ma Samuels über den Ozean: „Eine Pfütze aus Gottes Schweiß, als er die Erde schuf“) und Charakteren, die das Leben und nicht das Theater gezeugt hat. Die deutsche Synchronisation tut zudem leider ihr übriges, um diesen Film zu einer Geduldsprobe werden zu lassen. kob.

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