Filmhandlung und Hintergrund

Schräge Independentkomödie um einen Nachwuchs-Science-Fiction-Autor.

Der junge Benjamin ist der größte Fan der Romane des erfolgreichen Science-Fiction-Autors Ronald Chevalier und schreibt selbst einen. Bei einem Nachwuchsautoren-Event hat er endlich die Gelegenheit sein Idol zu treffen und drückt Chevalier sein Werk in die Hand. Der liest es sogar in seiner verzweifelten Suche nach Inspiration, befindet es für gut, ändert es minimal und veröffentlicht es unter seinem Namen. Benjamin plant indessen sein Buch mit Freunden zusammen zu verfilmen.

Der junge Benjamin ist der größte Fan der Romane des erfolgreichen Science-Fiction-Autors Ronald Chevalier. Nun wagt er sich selbst an sein erstes Werk. Bei einem Nachwuchsautoren-Event hat er endlich die Gelegenheit, sein Idol zu treffen, und drückt Chevalier sein Werk in die Hand. In seiner verzweifelten Suche nach Inspiration liest der Autor den Erstlingsroman, befindet ihn für gut, ändert ihn minimal und veröffentlicht ihn unter seinem Namen. Benjamin plant indessen, sein Buch mit Freunden zu verfilmen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Durch seinen Überraschungshit „Napoleon Dynamite“ sorgte Jared Hess 2004 für Aufsehen, doch er stellt nicht der Einzige aus der Ecke unabhängiger Filmemacher dar, der in Folge Erfolg und Qualität nicht mehr wiederholen konnte. Im Vordergrund seiner Filme stehen stets merkwürdige Familien ebenso wie schräge Außenseiter, verlachte und ausgenutzte Loser, die sich allen Unkenrufen zum Trotz nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen lassen. Ihr tragikomisches Schicksal verfolgt Hess in größtenteils statischen Einstellungen, wobei sich der Witz sowohl aus dem (unkonventionellen) Verhalten der „Nerds“ als auch der bewusst reduzierten Regiearbeit entwickelt.

      Allerdings fragt man sich bei ihm häufig, ob die Gags wirklich für eine ganze Spielfilmlänge reichen. Schon der vergnügliche „Napoleon Dynamite“ basiert auf einem ausgebauten Kurzfilm, wobei das nachträglich gedrehte Finale mehr kostete als der restliche Film. Immerhin bliebt sich Hess bei den Folgeprojekten treu, doch der Wrestling-Comedy „Nacho Libre“ mit Jack Black gingen trotz vergleichbarer Pointen auf halber Strecke die Einfälle aus, und bei dem etwas geglückteren „Gentlemen Brocos“ verhält es sich ähnlich: Urkomische Sequenzen stehen zahlreiche Längen gegenüber, wobei Hess mitunter nicht auf den bewährten Fäkalhumor á la Farrelly-Brüder oder Zoten verzichten will.

      Im Mittelpunkt steht der schüchterne, blauäugige Teenager Benjamin, der merkwürdige Science Fiction-Epen voller phallischer Symbole und derber Elemente verfasst. Dabei läuft Michael Angarano, der mit Sam Rockwell schon im sehenswerten Indie-Drama „Engel im Schnee“ vor der Kamera stand, mit hängenden Mundwinkeln und traurigem Gesichtszügen durch den Film. Rockwell tritt in der Parallelhandlung auf, wo Passagen aus Benjamins Werk „Hefelords: Die Bronco-Jahre“ in billigen Kulissen ganz im Stil der Parodie „Amazonen auf dem Mond“ visualisiert werden. Wenn sich der Romanprotagonist im Verlauf dieser bizarren Einlagen zunehmend in den schwulen Brutus verwandelt, werden die Veränderungen deutlich, welche das verdrehte Amateurbuch in den Händen des rücksichtslosen Starschriftstellers Dr. Ronald Chevalier durchmacht. Kurzerhand gibt dieser das Skript als eigenen Erguss aus und überschwemmt mit seinen Paperbacks die Buchhandlungen.

      Neben dem mit einem wie angewachsenen, drahtlosen Telefon am Ohr auftretenden, ausgebrannte Fantasyschreiber existieren natürlich noch zahlreiche andere schräge Typen in der Kleinstadtkomödie. Die auch sonst keinen Nonsens auslassende Jennifer Cooligde verkörpert Mutter Judith, Schöpferin von teuren, unverkaufbaren Nachthemden, oder „School of Rock“-Autor Mike White den Leiter der örtlichen „Schutzengel“-Gruppe mit krassem Kraushaarschnitt und penetrantem Grinsen. Alle agieren sie wie unter Seditativum, und ähnlich gemächlich entwickelt sich die komplette Handlung. Man findet manche skurrile Ideen, mit denen Hess das Science Fiction-Fandom oder den sinnlosen Kult um extrovertierte Gestalten auf den Arm nimmt, darunter der gelungene Vorspann, in dem die Darstellernamen auf diversen Weltraumschmökern verewigt sind. Leider hält die groteske Coming-of-Age-Geschichte ihren Einfallsreichtum nicht durch. Dass die US-Kritik sich allerdings auf Jared Hess drittes Werk weitgehend einschoss, hat die originelle Komödie doch nicht verdient.

      Fazit: Teilweise recht schräge, teils zerdehnt inszenierte Komödie um einen jungen Nachwuchsautoren und sein arrogantes Vorbild mit durchgedrehten „Film-in-Film“-Einschüben.
    2. Gentlemen Broncos: Schräge Independentkomödie um einen Nachwuchs-Science-Fiction-Autor.

      Jared Hess, der bereits mit „Napoleon Dynamite“ und „Nacho Libre“ Sinn für schräge Geschichten und Gestalten bewies, bleibt sich treu mit dieser Independent-Komödie, in der er verspielt zwischen den verschiedenen (fiktionalen) Ebenen, die die verschiedenen Buchversionen und der geplante Film anbieten, springt. Der mit „Dogtown Boy“ und „Sky High“ im Teenagerfilm erfolgreich eingeführte Michael Angarano gibt den Hauptdarsteller.

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