Gambit - Der Masterplan

  1. Ø 3
   2012
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Filmhandlung und Hintergrund

Gambit - Der Masterplan: Ein Meisterdieb versucht mit der Hilfe einer Frau, eine besonders wertvolle Statue zu stehlen. Remake der Krimikomödie "Das Mädchen aus der Cherry-Bar".

Lange genug hat sich der hervorragende Kunstkurator Harry von seinem Boss Shahbander, dem reichsten Mann Englands und in dieser Eigenschaft ekelhafter Exzentriker, erniedrigen lassen. Mit seinem alten Freund, dem Meisterfälscher Major, ersinnt er einen fabelhaften Plan: Sie werden im Trailer des unbedarften Texas-Cowgirls PJ einen „verschollenen“ Monet entdecken und ihn Shahbander für viele Millionen Pfund andrehen. Als sich Shahbander in den Lockvogel verliebt, findet der prompt Gefallen am Glamour-Leben und Harrys Vorhaben ist reine Makulatur.

Kunstexperte Harry hat den perfekten Plan ersonnen, um einen reichen Pfeffersack um etliche Millionen zu prellen. Cameron Diaz und Colin Firth in einer frech-frivolen Gauner- und Liebeskomödie frei nach „klassischem“ Vorbild.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • "Gambit - Der Masterplan" ist ein Remake des Kinofilms "Das Mädchen aus der Cherry-Bar" aus dem Jahr 1966. Damals hatten Shirley MacLaine ("Valentinstag", "In den Schuhen meiner Schwester") und Michael Caine ("The Prestige", "Mr. Morgan's Last Love") die Hauptrollen inne. Das Drehbuch der Neuauflage entsprang aus der Feder von Joel und Ethan Coen, die sich schon mit Erfolgen wie "True Grit" (2010), "The Big Lebowski"(1998) und "Fargo" (1996) schmücken können.

    An diese Kulthits reicht "Gambit – Der Masterplan" jedoch nicht heran. Da täuscht auch die Starbesetzung rund um Cameron Diaz ("Verrückt nach Mary", "Bad Teacher") und Colin Firth ("Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück", "The King's Speech") nicht drüber hinweg. Regisseur Michael Hoffman ("Tage wie dieser", " Ein russischer Sommer") tut sein bestes, das mit schrulligem Humor gespickte Drehbuch witzig umzusetzen, doch das gelingt nicht immer so ganz.

    Einige der komödiantischen Einlagen, wie z.B. Colin Firth's halbnackte Hotel-Eskapaden sind originell und wirklich zum Schreien komisch. Mit anderen Gags wird der Humor der Zuschauer jedoch überstrapaziert und Alan Rickmans ("Harry Potter", "Tatsächlich Liebe") Charakter Lionel Shahbandar ist so schräg und befremdlich, dass der Film das eine oder andere Mal in eine Parodie abzurutschen droht. Auch bleibt zu bemängeln, dass die einzelnen Figuren keinerlei Tiefgang haben und allesamt klischeegetreu besetzt sind. Colin Firth hat man schon allzu oft als steifen, höflichen und leicht unbeholfenen britischen Gentleman gesehen, Alan Rickman gibt den 1A-Bösewicht ab und Cameron Diaz als leicht stupide Blondine ist auch nichts Neues.

    Abgesehen davon ist die Geschichte simpel, aber charmant. Mit seinen 89 Minuten ist der Film außerdem recht kurzweilig. Dadurch wirkt das Ende allerdings auch etwas übereilt und die Geschichte insgesamt nicht zu Ende erzählt. Auch die teilweise sehr gelungenen Gags, die von typisch englischem Humor zeugen, rechtfertigen die moderne Neuauflage des Originals nicht wirklich.

    Fazit: "Gambit - Der Masterplan" ist ein kleines Stückchen Kino, dass trotz großer Namen sicherlich schnell wieder in der Versenkung verschwinden wird und von den meisten Zuschauern unbemerkt bleibt. Trotz einiger gelungener Lacher entgeht dem Publikum dadurch leider auch nicht wirklich etwas.
  • Top-besetzte und höchst vergnügliche Caper Comedy aus der Feder der Coen-Brüder.

    Das Remake der Krimikomödie „Das Mädchen aus der Cherry-Bar“ weist nur vage Ähnlichkeiten mit dem für drei Oscars nominierten Geheimtipp von 1966 auf. Deutlich näher steht der Heist-Spaß um Rache, Liebe und Geld dem „rosaroten Panther“ „The Italian Job“ und „Ocean’s 11“. Colin Firth als kultivierter Kunstkurator, Alan Rickman als sein exzentrisch-ekelhafter Chef, Cameron Diaz als quirlig-proletarische Rodeo-Queen und Stanley Tucci als exaltierter deutscher Kunstkenner markieren ein Spannungsfeld aus Sitten, Sprachen und (Finanz-)Klassen, aus deren amüsantem Culture Clash humoreske Funken sprühen.

    Und aus dem keineswegs idiotensicheren Plan, mit dem Harry (Firth ersetzt Michael Caine gleichwertig) an der unberechenbaren Realität scheitert: Bald kämpft der Pechvogel mit den Zufällen, menschlichen Faktoren und tückischen Gegenständen wie den Stühlen seines exzentrischen Arbeitgebers Shahbandar (Rickman). An dem blasierten Nabob, der ihn stets demütigte, will er sich rächen: Er bestellt von seinem alten Freund, dem Meisterfälscher Major, einen verschollenen Monet, den sie im Trailer eines unbedarften Texas Cowgirls „finden“, um Shabander um viele Millionen zu erleichtern. Doch das Vorhaben fliegt auseinander, der manipulative Charmeur macht Harry den Lockvogel mit seinem Geld abspenstig und während der arme Schlucker seinen letzten Spargroschen für teure Auftritte opfert, träumt das unbekümmerte Glamour-Girl von den oberen Zehntausend, während der teutonische Kunstexperte Zaidenweber Harrys Betrug aufzudecken droht.

    Joel und Ethan Coen, als Drehbuchautoren in einer späten Phase des mit langen Verzögerungen geschlagenen Projekts eingestiegen, bewegen sich zwischen „Burn After Reading“ und „Ladykillers“, Michael Hoffmans („Ein Sommernachtstraum“) Regie punktet mit Eleganz, Esprit und hübschen Produktionswerten. Die hochklassigen Mimen passen mit grotesken Eigenarten – darunter Rickman als Nudist – perfekt in das kurzweilige Werk, das schon mit einem stilvollen Cartoon-Vorspann einnimmt, danach Harrys Coup als schwungvolle Imagination demonstriert, um ihn anschließend an der Wirklichkeit zerschellen zu lassen. Der Kulturkampf mag nicht neu sein, funktioniert gleichwohl gut geölt als munteres Spiel mit Stereotypen. Zum Sprachwitz des polyglotten Business-Talk, hinter dessen Manieren die Missgunst lauert, gesellen sich Screwball-Duelle, Fassaden-Balanceakte mit Ming-Vasen (einer Hommage an das Original) und ein Löwen-Rodeo. Allesamt dargeboten mit verspielt-ironischer Rasanz und komödiantischem Timing, einschließlich des augenzwinkernden Beweises, dass manchmal die Queen hinter Kunstfälschungen steckt. tk.
  • Ein Drehbuch der Coen-Brüder, eine Besetzung mit Colin Firth und Alan Rickman – und trotzdem nur ein einziger langer Flachwitz. Verschenkt.
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